Formel E

Formel E in Jakarta: Max Günther holt sich auch am Sonntag die Pole-Position gegen Jake Dennis

Timo Pape

Timo Pape

Max Günther ist im Zeitfahren von Jakarta einfach nicht zu schlagen: Nachdem der Deutsche alle drei Trainings sowie das Qualifying am Samstag für sich entschieden hatte, holte er sich auch am Sonntag die Pole-Position - seine zweite in der Formel E. Zweiter wurde wie schon am Vortag Jake Dennis. Die zweite Startreihe komplettierten Mitch Evans (Jaguar) und Edo Mortara (Maserati). Samstagssieger Pascal Wehrlein (Porsche) geht von Startplatz 6 ins Rennen.

Gruppe A: Dennis marschiert, Nissan macht Schritt nach vorn

In Gruppe 1 mussten unter anderem Jake Dennis und WM-Spitzenreiter Nick Cassidy ran, außerdem beide Jaguar-Piloten und alle vier Nissan-Autos des Werks- und Kundenteams McLaren. Nach wenigen Minuten leistete sich Dan Ticktum in der letzten Kurve einen Dreher. Er wendete seinen Nio 333 spektakulär und hinterließ nicht nur mächtige Rauchschwaden, sondern auch einige Gummispuren am Anfang der Start-/Zielgeraden. Vor dem Reifenwechsel war Cassidy der Schnellste. Hinter ihm stellten sich Dennis, Sacha Fenestraz und Mitch Evans an.

Die Zeiten wurden mit frischen Reifen jedoch noch einmal besser. Dennis fuhr die schnellste Runde, Fenestraz wurde Zweiter. Außerdem zogen Evans und Jake Hughes in die Duellphase ein. Cassidy scheiterte wie schon am Vortag knapp als Fünfter - diesmal wegen eines kleinen Fahrfehlers, durch den er eine Kurve nicht optimal erwischte. Hinter dem Envision-Piloten folgten Norman Nato, Sam Bird, Rene Rast, David Beckmann, Dan Ticktum und Robin Frijns - enttäuschendes Ergebnis für Nio 333 und ABT Cupra, solides Ergebnis für Debütant Beckmann.

Gruppe B: Maserati nicht zu schlagen

In "Todesgruppe" B mussten sich unter anderem beide Porsche, beide Maserati und beide DS qualifizieren. Während der ersten Hälfte der zwölfminütigen Session war wieder einmal Max Günther der Schnellste, gefolgt von seinem Teamkollegen Edo Mortara. Dahinter folgten Stoffel Vandoorne und die beiden Porsche von Antonio Felix da Costa und Pascal Wehrlein. Dann ging es für alle Fahrer zum Reifenwechsel in die Boxengasse.

Nun wurde es ernst, und abermals gab Maserati den Takt vor: Günther schraubte seine Bestzeit weiter nach unten, ebenso Mortara. Der Schweizer blieb jedoch acht Tausendstelsekunden hinter seinem Teamkollegen zurück. Dritter wurde Wehrlein, Vierter Vandoorne. Sein DS-Teamkollege Jean-Eric Vergne verpasste die Duellphase um eine einzige Tausendstelsekunde. Auf den hinteren Plätzen reihten sich Felix da Costa, Sebastien Buemi, Sergio Sette Camara, Nico Müller sowie die beiden Mahindra von Lucas di Grassi und Roberto Merhi an.

Viertelfinale

VF1: Mitch Evans vs. Sacha Fenestraz

In Sektor 1 des ersten Duells waren beide Fahrer auf Augenhöhe unterwegs. Dann konnte sich Mitch Evans einen kleinen Vorteil herausarbeiten. Der letzte Streckenteil ging ebenfalls an den Jaguar-Fahrer, sodass er sich am Ende mit mehr als vier Zehntelsekunden Vorsprung klar gegen Sacha Fenestraz durchsetzte.

VF2: Jake Hughes vs. Jake Dennis

Auch das zweite Viertelfinale ging ziemlich deutlich über die Bühne: Jake Dennis war in allen drei Sektoren erheblich schneller als sein Namensvetter Hughes und nahm ihm unter dem Strich mehr als sechs Zehntelsekunden ab. Hughes verabschiedete sich damit vorzeitig und musste sich mit Startplatz 8 zufriedengeben, Dennis rückte ins Halbfinale vor.

VF3: Pascal Wehrlein vs. Edo Mortara

Pascal Wehrlein zeigte einen guten ersten Sektor, doch der ist an diesem Wochenende Maserati-Hoheitsgebiet. So nahm Edo Mortara dem Deutschen ein Zehntel ab und wiederholte dieses Kunststück im zweiten Abschnitt. In Sektor 3 waren beide etwa gleich schnell, sodass Mortara seinen Vorsprung von etwas mehr als zwei Zehntelsekunden über den Zielstrich brachte. Wehrlein startet damit von Platz 6.

VF4: Stoffel Vandoorne vs. Max Günther

Im letzten Viertelfinale gab es einen klaren Favoriten: Max Günther. Der Deutsche wurde den Erwartungen gerecht und fuhr in den ersten beiden Sektoren schon gut zwei Zehntelsekunden gegen Stoffel Vandoorne heraus. Diesen Vorsprung konnte er am Ende sogar noch auf 3,5 Zehntelsekunden ausbauen. Günther erneut mit der Präzision und Verlässlichkeit eines Uhrwerks - und im Halbfinale. Vandoorne drehte immerhin die schnellste "Verlierer-Runde" im Viertelfinale und startet demnach als Fünfter.

Halbfinale

HF1: Jake Dennis vs. Mitch Evans

Dennis legte mit einem starken ersten Sektor vor, doch Evans war sogar noch schneller! Im zweiten Streckenabschnitt waren beide Fahrer fast identisch schnell. Sektor 3 ging jedoch an Dennis. Mit einer Tausendstelsekunde Vorsprung setzte sich der Brite im Andretti gegen den Jaguar-Piloten durch - knapper geht es kaum: 3,48 cm lagen zwischen den beiden Widersachern! Dennis damit erneut im Quali-Finale, Evans auf dem dritten Startplatz.

HF2: Edo Mortara vs. Max Günther

Im teaminternen Maserati-Duell erwischte Günther den besseren Start und baute sich einen Vorsprung auf. Auch Sektor 2 ging knapp an den Deutschen, ebenso der letzte Abschnitt. So setzte sich Günther abermals gegen Mortara durch - mit einem deutlichen Vorsprung von 0,342 Sekunden. Damit standen genau dieselben Fahrer im Finale wie schon am Samstag: Günther und Dennis!

Finale: Max Günther vs. Jake Dennis

Günther legte mit einem schnellen ersten Sektor vor, an den Dennis nicht herankam. Auch im zweiten Streckenabschnitt hatte der Deutsche klar die Oberhand. Seine Machtdemonstration von Jakarta finalisierte er in Sektor 3 und fuhr insgesamt 0,585 Sekunden Vorsprung heraus - eine der dominantesten Qualifying-Leistungen der Formel-E-Geschichte! Günther startet damit auch am Sonntag als Erster und sammelte durch die Pole-Position drei weitere WM-Punkte.

Das zweite Rennen in Indonesien beginnt am Sonntagvormittag um 10 Uhr (MESZ). ProSieben überträgt den Jakarta E-Prix live im Free-TV, ran.de im Livestream. Wir begleiten den elften Saisonlauf wie gewohnt in unserem beliebten Hankook Formel E Liveticker.

Ergebnisse, Zeiten & Startaufstellung

Gesamtwertung (Fahrer & Teams)

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