Formel E in Jeddah: Pascal Wehrlein sichert sich den hart erkämpften Sieg
Jasmin Fromm
FIA Formula E
Porsches Pascal Wehrlein konnte sich den ersten Sieg und die schnellste Rennrunde des ersten Rennens des "Double-Headers" in Jeddah sichern. Pole-Mann Edoardo Mortara schafft es trotz Startschwierigkeiten auf Platz 2, auch Mitch Evans beendete das Rennen mit Platz 3 auf dem Podium.
Unter Flutlicht ging es auf dem Jeddah Corniche Circuit am Freitagabend für die 20 Formel-E-Fahrer an den Start. Es war bei 27 Grad Celsius Außentemperatur noch immer ziemlich warm. Für die deutschen Fahrer Maximilian Günther und Pascal Wehrlein ging es von den Startplätzen 2 und 3 an den Start, nachdem sich der Schweizer Edoardo Mortara die Pole-Position in einem spannenden Qualifying am Nachmittag sichern konnte.
Mit Burnouts fuhren die ersten Auto dem Start entgegen, doch hier hatte der erste Fahrer schon Schwierigkeiten: Der Mahindra von Nyck de Vries konnte nicht gestartet werden -Startabbruch! Der Wagen von de Vries wurde von der Piste geschoben. Bei der Neuaufnahme des Startes hatte dann auch de Vries' Teamkollege mit Schwierigkeiten zu kämpfen: Mortaras Reifen drehten stark durch, wodurch er sechs Plätze verlor.
Auch Lolas Zane Maloney hatte keinen guten Start: Es kam zu einem Kontakt mit Pepe Marti im Cupra Kiro, der für einen Bruch der linken Vorderradaufhängung sorgte, sodass Maloney sein Auto abstellen musste. Zur Bergung des Lola-Boliden wurde eine Full-Course-Yellow ausgerufen, kurz darauf kam sogar das Safety-Car auf die Piste. Der Kontakt wurde anschließend von den Rennkomissaren notiert, doch es wurde entschieden, keine Strafe auszusprechen.
Nachdem das Safety-Car die Strecke wieder verlassen hatte, fand sich Günther an der Spitze des Feldes, gefolgt von Nato und Wehrlein. Barnard hatte Platz 4 inne, Pole-Mann Mortara fand sich auf Platz 5 wieder. Wehrlein und Günther waren in Kampfstimmung: Wehrlein kam seinem Landsmann immer dichter, der verteidigte hart. Für sein Verteidigen gegen Wehrlein bekam der DS Penske Fahrer eine Verwarnung ausgesprochen, für "Moving under breaking".
Pit Boost und Attack-Mode-Aktivierungen starten
In Runde 16 starteten dann die ersten Pit-Boost-Stops. Der Nissan von Oliver Rowland und der Envision von Joel Eriksson waren als erste an den Ladestationen in der Box. Doch Formel-E-Neuling Eriksson hatte Probleme: der Wagen wurde von ihm nicht richtig für den Boxenstopp positioniert. Die Mechaniker mussten den Wagen in die korrekte Position schieben, wodurch der Envision-Pilot viel Zeit verlor.
Es kam noch schlimmer: Da sein Auto zu dem Zeitpunkt noch minimal über den maximal vorgeschriebenen 60 Prozent Ladestatus war, bekam Eriksson im Nachhinein eine Durchfahrtsstrafe ausgesprochen. Anschließend fuhr das halbe Feld an die Box, um den Stopp durchzuführen. Günther hingegenn fuhr als erster über die Attack-Mode-Schleife - er war der einzige Pilot, der seinen einzigen Attack-Mode vor dem Boxenstopp aktivierte.
Wehrlein hatte es geschafft, sich mit der Aktivierung seines Attack-Modes unmittelbar nach seinem Boxenstopp einen Vorsprung herauszuarbeiten und lag wenige Runden vor Ende des Rennens sieben Sekunden vor dem Zweitplatzierten Dennis. Dieser hatte jedoch mit Jaguar-Fahrer Felix da Costa zu kämpfen. Mit seiner Attack-Mode Aktivierung konnte sich Mortara anschließend nach vorne vorkämpfen und fand sich kurz vor Rennende auf Platz 2 wieder. Er verkürzte den Rückstand auf Wehrlein nach und nach, aber ganz heran an Wehrlein schaffte er es nicht mehr.
Somit konnte Pascal Wehlein sich als Sieger des ersten Jeddah E-Prix in dieser Saison feiern lassen, zusätzlich sicherte er sich auch die schnellste Rennrunde unter den ersten Zehn. Das Podium teilt er sich mit Mortara auf Platz 2 und Evans auf Platz 3. Wehrleins Teamkollege Müller beendete das Rennen auf Platz 4. Die Top 10 komplettierten Felix da Costa, gefolgt von Cassidy, Buemi, Vergne, Dennis und Barnard. Für Günther, der sich lange vorne hatte halten können, reichte es am Ende nur für Platz 11.
Am Samstag geht es dann mit dem 3. Freien Training um 11:30 Uhr (MEZ) weiter. Auch dann berichten wir von e-Formel.de wieder aus Saudi-Arabien.
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