Formel E

Formel E in London: Envision-Pilot Nick Cassidy im 3. Freien Training am Sonntag der Schnellste

Timo Pape

Timo Pape

Nick Cassidy hat am Sonntagmorgen das 3. Freie Training der Formel E in London für sich entschieden. Der Envision-Fahrer, der am Vortag nachträglich aufs Podium kam, schlug mit neuem Streckenrekord hauchdünn Antonio Felix da Costa im DS Techeetah. Die Top 5 komplettierten Robin Frijns, Sergio Sette Camara und Samstagssieger Jake Dennis. Edo Mortara machte gleich zweimal Bekanntschaft mit der Streckenbegrenzung.

Um 9:30 Uhr schalteten die Ampeln für das einzige Freie Training am Sonntag auf Grün. Da die Session etwas früher begann als am Vortag, waren die Tribünen weitgehend leer. In den ersten Minuten passierte nicht viel. Alle Piloten drehten ihre Runden auf der Strecke, waren jedoch noch weit weg vom Streckenrekord des Samstags (1:13.005 Minuten von Jake Dennis im Quali-Halbfinale). Alexander Sims verschätzte sich beim Anbremsen vor der Schikane und musste mit seinem Mahindra durch die "Rettungsgasse" fahren.

Am Ausgang von Kurve 5 drehte sich Antonio Giovinazzi und rollte rückwärts bergab in die Tiefgarage. Sein Dragon-Teamkollege Sergio Sette Camara war der nächste Fahrer, der die Stelle passierte und dem Italiener Face-to-Face entgegenfuhr. Er wich aus und winkte freundlich. Die Bestzeiten in den ersten zehn Minuten kamen von den beiden Mercedes-Fahrern Nyck de Vries und Stoffel Vandoorne. Dahinter: Sette Camara, Lucas di Grassi, Jake Dennis und Nick Cassidy - alles wie gehabt also.

Über Funk meldete Mitch Evans, dass er einige Regentropfen auf seinem Visier bemerkt habe. Die Wolken über London verdichten sich, es blieb jedoch weitgehend trocken. Pascal Wehrlein verbesserte sich derweil auf Rang 3, während Edo Mortara eine neue Bestzeit setzte. Sette Camara schob sich zwischen die beiden. Dann gelbe Flaggen: Oliver Askew verbremste sich in Kurve 1 und fuhr in die Auslaufzone. Auch in der Schikane gab es einen Zwischenfall, der jedoch nicht im TV-Bild zu sehen war.

Mortara rutscht zweimal in die Streckenbegrenzung

Kurz nach Sessionhalbzeit verbesserte sich di Grassi auf Platz 2. Venturi hatte über Nacht offenbar das Setup optimiert, denn beide Fahrer waren nur noch eine Zehntelsekunde vom Streckenbestwert entfernt. Rekordhalter Dennis zeigte jedoch prompt, dass es schneller geht: Er setzte sich vor die beiden Venturi und übernahm damit wieder die Führung. Mortara drehte sich wenig später in Kurve 9: Er verlor er das Heck seines Venturi und rutschte rückwärts in die TecPro - allerdings ohne Schaden zu nehmen. Ein DS Techeetah konnte ihm um Haaresbreite ausweichen.

Gut fünf Minuten vor Schluss übernahm zunächst Robin Frijns die Spitze im Zeitentableau, dann sein Envision-Teamkollege Cassidy - und zwar mit einem neuen Rekord. Seine Rundenzeit von 1:12.933 Minuten war die erste Zeit des Wochenendes unter 1:13 Minuten. Sette Camara verbesserte seine persönliche Bestzeit abermals und war wieder Dritter. Mortara hingegen war offensichtlich am Limit unterwegs, um seine Titelchancen zu wahren. Denn auch in der Schikane rutschte er seitlich in die TecPro-Barriere. Erneut erlitt sein Venturi keinen größeren Schaden, doch Mortara kam an die Box zurück und beendete die Session damit vorzeitig.

Dann lief die Zeit der 30-Minuten-Session ab. Antonio Felix da Costa verbesserte sich überraschend noch auf Rang 2 und zeigte, dass auch im DS Techeetah Potenzial steckte. An die Bestzeit von Cassidy kam jedoch niemand mehr heran. Wehrlein beendete das 3. Freie Training als bester Deutscher auf Platz 6. Stoffel Vandoorne war als Siebter der schnellste Mercedes-Fahrer. Das zweite Qualifying zum London E-Prix beginnt am späten Samstagvormittag um 11:40 Uhr deutscher Zeit. ran.de zeigt einen Livestream, während wir die Qualifikation in unserem beliebten Liveticker begleiten.

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