Formel E

Formel E in London: Nick Cassidy setzt Bestzeit im 2. Freien Training, später Unfall von Robin Frijns

Timo Pape

Timo Pape

Envision-Pilot Nick Cassidy war im 2. Freien Training der Formel E in London der Schnellste. Dabei profitierte er von einem späten Unfall von Robin Frijns, durch den späte Verbesserungen unmöglich wurden: Sein Einschlag sorgte für einen vorzeitigen Abbruch der Session. Zweiter wurde Dan Ticktum (Nio 333) vor dem zweiten Envision-Fahrer Sebastien Buemi. Dahinter stellten sich mit Pascal Wehrlein, Jake Dennis und Mitch Evans die übrigen Titelanwärter an.

Am Morgen hatte es in London geregnet, sodass im Außenbereich der Formel-E-Strecke noch an einigen Stellen Wasser auf dem Asphalt stand. Entsprechend mussten sich die Fahrer auf unterschiedliche Griplevel einstellen. Die ersten Minuten waren gekennzeichnet von vorsichtigem Herantasten ans Limit. Als nach fünf Minuten die Sonne herauskam, schoben sich die beiden Jaguar-Fahrer Mitch Evans und Sam Bird an die Spitze der Zeitentabelle. Wenig später unterbot sie Nick Cassidy - die Jaguar-Fahrzeuge direkt wieder vorn.

Robin Frijns verschätzte sich leicht beim Anbremsen für Kurve 10 und wendete in der Auflaufzone. Markenkollege Roberto Merhi im Mahindra tat es ihm ein paar Minuten später gleich. Unterdessen setzte Evans eine neue Bestzeit. Doch auch die Nissan-Fahrzeuge bestätigten früh ihre gute Form aus dem 1. Freien Training am Freitag: Rene Rast und Norman Nato mischten ganz vorn mit.

Mit abtrocknender Strecke wurden die Rundenzeiten zusehends besser. Zur Halbzeit der halbstündigen Session führte Sacha Fenestraz vor Bird, Sergio Sette Camara, Stoffel Vandoorne und Sebastien Buemi. Dann meldete sich erstmals an diesem Wochenende Titelaspirant Jake Dennis nennenswert zu Wort: Der Brite übernahm kurzzeitig Platz 1, musste diesen jedoch schon nach wenigen Sekunden wieder an Buemi abgeben. Auch der zweite Nio 333 war schnell unterwegs: Dan Ticktum rückte auf Rang 2 vor.

Frijns kracht in die Mauer

Jean-Eric Vergne war der Erste, der in Kurve 1 geradeaus fuhr. Er schlug jedoch nicht an und konnte wenden. Auch Fenestraz vertat sich seinerseits in Kurve 16 - offenbar wollte er durch die Attack-Zone fahren. Der Nissan-Fahrer rutschte seitlich ein Stück von der Strecke, bekam die Kurve letztlich aber noch. Fünf Minuten vor dem Ende hatte sich Pascal Wehrlein in die Top 3 vorgearbeitet und folgte Cassidy und Evans. Dann übernahm der Deutsche sogar die Führung.

In der letzten Minute krachte es noch: Robin Frijns verlor in der schnellen Rechtskurve 15 die Kontrolle über seinen ABT-Boliden, schlitterte über die Strecke und schlug mit der Front an der linken Mauer an. Er verlor seinen Frontflügel und rutschte geradeaus weiter in die Auslaufzone, wo er schließlich frontal in die TecPro-Barriere schlitterte. Die Rennleitung ließ zunächst noch gelbe Flaggen schwenken, brach die Session dann aber mit roter Flagge ab. Da nur noch wenige Sekunden auf der Uhr waren, wurde das FP2 nicht mehr aufgenommen.

Somit änderte sich im Zeitentableau nichts mehr: Cassidy gewann die Session mit mehr als drei Zehntelsekunden Vorsprung vor Ticktum und Buemi. Wehrlein landete als Vierter direkt vor Jake Dennis und Mitch Evans - alle vier Titelkandidaten damit in den Top 6. Das Qualifying zum Samstagsrennen des London E-Prix findet am frühen Nachmittag um 13:40 Uhr (MESZ) statt. e-Formel.de begleitet die Session wie gewohnt im Hankook Formel E Liveticker. Rennstart beim vorletzten Saisonlauf ist um 18 Uhr (MESZ).

Ergebnisse & Zeiten

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