Formel E

Formel E in London: Prost gewinnt 1. Freies Training

Timo Pape

Timo Pape

Nicolas Prost hat die Auftaktsession zum Finalwochenende der Formel E in London gewonnen. Mit einer Rundenzeit von 1:25.399 Minuten - bemerkenswerterweise rund 1,8 Sekunden langsamer als die Vorjahresbestzeit - schlug er den Zweitplatzierten Loic Duval (Dragon) und seinen Teamkollegen Sebastien Buemi, der Dritter wurde. Sein Titelrivale Lucas di Grassi wurde Fünfter, direkt hinter Daniel Abt im zweiten ABT.

Bei strahlendem Sonnenschein ging es zunächst über weite Strecken gemächlich zu. Sam Bird, der später lange Zeit in Führung liegen sollte, verbremste sich und musste den Notausgang nehmen. Auch Robin Frijns hatte von vorn herein Schwierigkeiten, seinen neu lackierten MS Amlin Andretti am Limit zu bewegen. Erst drehte er sich in eine Auslaufzone hinein, wenig später touchierte er mit dem Heck bei einem spektakulären Drift durch die Schikane die Mauer.

Rund 20 Minuten vor dem Ende ging der Mann aus Maastricht dann über die Grenzen hinaus. In der letzten Kurve der Strecke fuhr er im 45-Grad-Winkel in die TECPRO-Barriere und zerstörte sich die rechte vordere Aufhängung. Es folgte eine rund zehnminütige Unterbrechung mit roten Flaggen, in der das Auto mit der Startnummer 27 geborgen wurde.

Anschließend gingen viele Fahrer noch mal aufs Ganze - wenn auch nur im Rennmodus mit 170 kW Leistung. Besonders die beiden Renault e.dams ließen die Muskeln spielen. Prost setzte sich an die Spitze, Buemi fuhr ebenfalls in die Top 3. Überraschend stark zeigte sich auch Duval, der seinen Faraday Future Dragon auf Platz zwei stellte. Dann kamen die beiden ABT-Piloten, mit denen im Verlaufe des Tages zu rechnen sein wird.

Erwähnenswert war darüber hinaus die Performance von NextEV. Der noch amtierende Meister Nelson Piquet jr. wurde direkt hinter di Grassi Sechster. Teamkollege Oliver Turvey hatte vor einem Jahr noch sein Formel-E-Debüt in London gegeben, im Training kam er diesmal auf Platz sieben. Gar nicht rund lief es bislang für Mahindra: Bruno Senna und Nick Heidfeld landeten auf den Positionen 16 und 17. Langsamer war nur Qinghua Ma im Aguri.

Das Ergebnis des 1. Freien Trainings von London

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