Formel E

Formel E in Madrid: Antonio Felix da Costa gewinnt in Spanien beim Jaguar-Doppelsieg

Theresa König

Theresa König

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Antonio Felix da Costa konnte das erste Europa-Rennen der 12. FIA Formel-E-Weltmeisterschaftssaison für sich entscheiden. Teamkollege Mitch Evans sicherte sich Platz 2 und somit gute Punkte in der Team- und der Fahrer-Weltmeisterschaft. Komplettiert wurde das Podium mit Pascal Wehrlein auf dem 3. Platz.

Bei trockenem Wetter startete der erste E-Prix auf dem Circuito del Madrid-Jarama. Bei lediglich 12 Grad Lufttemperatur präsentierte sich Madrid nicht gerade von seiner besten Seite. Die Strecke war jedoch noch leicht feucht, was aber kein Problem darstellen sollte.

Im Qualifying sicherte sich Nick Cassidy in einer spannenden Session seine erste Pole-Position für Citroen Racing. Neben ihm in der ersten Startreihe stand Nyck de Vries. Der Jaguar-Pilot Antonio Felix da Costa qualifizierte sich auf Rang drei. Für den deutschen Fahrer Maximilian Günther begann das Rennen von Position sieben. Direkt davor platzierte sich Pascal Wehrlein, ebenfalls aus Deutschland, in seinem Porsche.

Der Rennstart verlief zunächst ohne größere Zwischenfälle. Wehrlein konnte jedoch bereits in der Anfangsphase seine Stärke unter Beweis stellen: Schon in der zweiten Runde arbeitete er sich auf Platz zwei vor und überholte dabei de Vries. Dieser verschätzte sich kurz darauf, beschädigte seinen Frontflügel am Heck des Porsche und erhielt dafür eine Zeitstrafe von fünf Sekunden.

Auch Dan Ticktum im Porsche-befeuerten Cupra Kiro zeigte eine starke Anfangsphase. Er setzte sich auf Rang drei fest und lieferte sich ein intensives Duell mit Wehrlein. Für den amtierenden Weltmeister Oliver Rowland lief es weniger rund: Er musste eine Durchfahrtsstrafe antreten, da sein Nissan mit zu hoher Leistung ins Rennen gestartet war.

Pit-Boost-Fenster öffnet

Der Madrid E-Prix markierte ein Novum in der Geschichte der Formel E: Erstmals kam der sogenannte Pit-Boost in einem Einzelrennen zum Einsatz. Das entsprechende Boxenfenster öffnete sich in Runde 11 – und mehrere Fahrer reagierten sofort. Felix da Costa, Jean-Eric Vergne, de Vries, Sebastien Buemi, Maximilian Günther und Pascal Wehrlein steuerten umgehend die Boxengasse an, um zusätzliche Energie zu laden.

Drei Runden später, in Umlauf 14, folgte ein Großteil des restlichen Feldes diesem Beispiel. Die beiden Fahrer, die am längsten draußen blieben, waren Oliver Rowland und Mitch Evans, die sich erst spät ihren zusätzlichen Energieschub sicherten. Wie bereits beim Rennen in Jeddah warteten viele Teams auch in Madrid ungewöhnlich lange, bevor sie den Attack-Mode aktivierten – ein taktisches Zögern, das das Rennen zusätzlich spannend machte.

Nach der Pit-Boost-Phase setzte sich Antonio Felix da Costa an die Spitze des Feldes und kontrollierte fortan das Rennen. Doch die Schlussphase hatte es noch einmal in sich: In der letzten Runde setzte sein Teamkollege Mitch Evans ein entscheidendes Manöver gegen Dan Ticktum und übernahm damit Rang zwei.

Jaguar-Kampf um den Sieg

In einer spektakulären finalen Runde lieferten sich die Jaguar-Piloten ein intensives Duell und standen kurz davor, den sicher geglaubten Doppelsieg noch zu verspielen. Am Ende behielten sie jedoch die Kontrolle: Da Costa sicherte sich den Sieg beim Madrid E-Prix vor Evans auf Platz zwei.

Hinter dem Jaguar-Duo komplettierte Pascal Wehrlein das Podium, nachdem er kurz vor dem Ziel noch an Ticktum vorbeigegangen war. Die Top 10 wurden vervollständigt durch Ticktum, Edoardo Mortara, Buemi, Jake Dennis, Nico Müller, Pepe Marti und Joel Eriksson.

In der Gesamtwertung behält Wehrlein die Führung vor Mortara, das Jaguar-Duo liegt nun auf Platz 3 und 4. In der Teamwertung führt Porsche vor Jaguar und Mahindra, bei der Teamwertung hat Porsche die Nase ebenfalls vorne, vor Jaguar und Stellantis.

Nun steht eine etwas längere Pause an: Weiter geht es am 2. Mai 2026 mit dem e-formel.de-Heimrennen in Berlin. Morgen findet in Madrid jedoch zunächst der Rookie-Test an.

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