Formel E in Miami: Mitch Evans fährt seinen 15. Sieg ein, Porsche mit Doppel-Podium
Jasmin Fromm
Mitch Evans beschert Jaguar den ersten Sieg der 12. Formel-E-Saison. Der Neuseeländer feierte auf dem nassen Miami International Autodrome seinen 15. Sieg in der Formel E - neuer Rekord! Die beiden Porsche-Fahrer Nico Müller und Pascal Wehlein komplettieren das Podium in Florida. Der starke Felipe Drugovich kommt nach einem Unfall in mit Antonio Felix da Costa in Folge eines Verbremsers nicht in die Punkte.
Das Rennen ging los mit Porsches Nico Müller auf der Pole-Position, ein historischer Startplatz für den Schweizer, gefolgt von Felipe Drugovich auf der zweiten Startposition. Auch für den Brasilianer die beste Startposition in der Formel E, dahinter startete Antonio Felix da Costa als Dritter. 39 Runden waren angesetzt für das Rennen. Vor dem Rennen hatte es Regen gegeben, doch zu Beginn des Rennens hatte dieser nachgelassen.
Das Rennen ging hinter dem Safety-Car los, doch auch in den Konditionen gab es schon den ersten kleinen Zwischenfall: Sebastien Buemi drehte sich von der Strecke, konnte aber weiterfahren. Auch Pole-Sitter Nico Müller beschrieb am Funk zu seinem Team eine rutschige Rennstrecke.
Safety-Car-Phase nach fünf Runden beendet
Nach fünf Runden fuhr das Safety-Car zurück in die Box und es ging mit einem stehenden Start los.
Der Start verlief ohne Probleme und Drugovich holte sich direkt für zwei Minuten den Attack-Mode. Er übernahm kurz darauf die Führung durch die Extraleistung. Müller und de Vries folgen Drugovich mit der Attack-Mode-Aktivierung.
Mit der Extraleistung übernahm Müller erneut die Führung, auch de Vries stürmte nach vorne und ging in Führung. Der Niederländer hatte noch eine Minute Extraleitung verbleibend. Es folgten mehrere Führungswechsel zwischen Drugovich, Müller und de Vries. Auch Eriksson mischte nach seiner Attack-Mode-Aktivierung vorne mit, während Pascal Wehrlein im zweiten Porsche Boden gutmachte und sich in die Spitzengruppe schob.
Mit Attack-Mode im Gepäck ging Felix da Costa nach 18 Runden in Führung. Der Portugiese ging mit viel Schwung in der Kurve vor der Start-Ziel-Geraden an Drugovich und Müller vorbei. Für das aggressive Mannöver erhielt der Portugiese eine Verwarnung.
Mehrere Fahrer mit Problemen
Bei Maximilian Günther schien es währenddessen Probleme geben zu haben. Der Deutsche fiel ans Ende des Feldes zurück und wurde sogar überrundet, nachdem er von Startplatz 10 losgefahren war. Auch Dan Ticktum hatte mit Problemen zu kämpfen: beim Engländer mussten nach 24 Runden die Räder getauscht werden. Er fiel durch den Stopp in der Garage nach ganz hinten. Er wurde von seinem Team wieder zurück auf die Strecke geschickt, beschrieb die Situation allerdings als "Zeitverschwendung". Auch Nissans Norman Nato wurde überrundet, genau so der Meisterschaftsführende Nick Cassidy.
Dann krachte es zwischen Felipe Drugovich und Antonio Felix da Costa: Der Andretti-Fahrer verbremste sich und traf das Heck des Jaguars. Für Drugovich ging es direkt in die Garage, so verlor er seine vielversprechende Position an der Spitze des Feldes. Er fiel zurück auf Platz 17 und erhielt zusätzlich eine Zeitstrafe von zehn Sekunden für den Unfall. Felix da Costa fand sich nach dem Kontakt auf Platz 6 wieder.
Contact between Drugovich and da Costa 😬🫣#MiamiEPrix pic.twitter.com/FHemr7uiQV
— Formula E (@FIAFormulaE) January 31, 2026
Unterdessen übernahm Mitch Evans mit Attack-Mode die Spitze des Feldes.
Aufgrund der Safety-Car-Phase zu Beginn wurde die Renndistanz um zwei Rennrunden verlängert. In der Schlussphase wurde es chaotisch: Felix da Costa und Mortara berührten sich im Kampf um die Plätze 5 und 6.
Doch Mitch Evans konnte seine Führung halten und siegte in Miami - der 15. Sieg des Neuseeländers im Jaguar. Mit ihm aufs Podium schafften es die zwei Porsche-Fahrer Müller und Wehrlein. Die Top 10 komplettierten Eriksson, de Vries, Mortara, Buemi, Felix da Costa, Pepe Marti und Jake Dennis.
In der Gesamtwertung blieb Cassidy trotz seines Nullers vorne, Wehrlein übernahm den zweiten Platz vor Dennis, Rowland und Müller. Die ersten Fünf sind nur durch sieben WM-Zähler getrennt. In der Teamwertung zog Porsche deutlich an Citroen vorbei, Mahindra ist nun Dritter. In der Herstellerwertung führt Porsche vor Stellantis und Jaguar.
Das nächste Formel-E-Rennen ist der "Double-Header" in Jeddah, der Mitte Februar stattfindet.
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