Formel E

Formel E in Mexiko: Vergne gewinnt 1. Session der Saison 2023 - Evans, Rast & Rowland schlagen ein

Timo Pape

Timo Pape

Jean-Eric Vergne hat das 1. Freie Training der Formel E in Mexiko für sich entschieden. Der DS-Penske-Pilot setzte sich in der ersten offiziellen Gen3-Session der Geschichte mit gut einer Zehntelsekunde Vorsprung gegen McLaren-Neuling Jake Hughes durch. Dritter wurde Sergio Sette Camara im Nio 333. Rene Rast und Oliver Rowland erlebten jeweils Schreckmomente und beschädigten ihre Autos.

Die erste 30-minütige Session begann pünktlich um 23:30 Uhr deutscher Zeit. Erwartungsgemäß war direkt viel Betrieb auf der Strecke. Der schnellste Fahrer der ersten fünf Minuten war Vorjahressieger Pascal Wehrlein im Porsche. Dann ließ die Rennleitung wie gewohnt Full-Course-Yellow proben.

Nach acht Minuten traten die beiden DS-Penske-Piloten aufs Strompedal und übernahmen die Spitze - Jean-Eric Vergne vor Meister Stoffel Vandoorne. Lang sollte dieser Zustand jedoch nicht währen, denn schon wenige Augenblicke später erklomm Sebastien Buemi die erste Position vor Mitch Evans.

Immer wieder wurden in den ersten Minuten kurzzeitig gelbe Flaggen geschwenkt, es gab jedoch keine größeren Zwischenfälle. Nach einer schnellen Runde mit einem wilden Quersteher setzte Vergne gegen Halbzeit abermals die Bestzeit. Die Spitzenposition wechselte jedoch in kurzen Abständen.

Weit vorn dabei zu diesem Zeitpunkt: die Porsche-Fahrzeuge von Jake Dennis, Antonio Felix da Costa und Pascal Wehrlein. Letzterer verbremste sich in Kurve 1 und musste in der Auslaufzone wenden. Sam Bird und Dan Ticktum taten es ihm gleich, wenngleich der Nio-333-Pilot dabei keinen Fehler machte, sondern lediglich seinem Landsmann ausweichen musste.

3 Unfälle kurz vor Schluss

Zehn Minuten vor dem Ende übernahm kurzzeitig Evans Rang 1, wurde jedoch schnell von McLaren-Rookie Jake Hughes beerbt. Wehrlein war mit seinem Porsche exakt genauso schnell wie der Brite. Fünf Minuten vor Schluss war es aber erneut Vergne, der die "Latte" tiefer legte. Sergio Sette Camara verbesserte sich im Nio 333 auf Platz 3.

Wer auf Zeitenvergleiche zwischen Gen2 und Gen3 gehofft hatte, wurde indes enttäuscht: Durch die neue Schikane waren die Rundenzeiten im FP1 noch deutlich langsamer als im Vorjahr. Damals stellte Wehrlein in 1:07.035 Minuten einen neuen Streckenrekord auf, diesmal kam Vergne auf eine 1:13.294 und war damit rund sechs Sekunden langsamer.

Dann der erste Schreckmoment: Rene Rast kam in der schnellen Rechtskurve "Peraltada" zu weit auf die Außenbahn und verlor die Haftung. Er schlitterte an der Mauer entlang und drehte sich. Zwar blieb ihm größerer Schaden erspart, dennoch zerstörte er sich zumindest den linken Hinterreifen. Er überquerte nicht ganz ohne Risiko die Strecke und bog direkt in die Boxengasse ab.

Dann rutschte auch noch Oliver Rowland in die TecPro-Barriere und beschädigte dabei den Frontflügel seines Mahindra. Der Brite konnte jedoch weiterfahren. Auch Mitch Evans verunfallte kurz vor dem Ende der Session - anscheinend deutlich heftiger als seine Konkurrenten. Zwar war der Einschlag des Jaguar-Fahrers nicht zu sehen, wohl aber die zerstörte Front seines Autos, als dies in die Box zurückgeschleppt wurde. Weitere Informationen zum Unfall haben wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.

In den letzten Minuten veränderte sich das Zeitentableau nicht mehr. Jean-Eric Vergne sicherte den ersten Sessionsieg der Gen3-Ära vor Hughes und Sette Camara. Wehrlein und Vandoorne komplettierten die Top 5. Weiter geht es in Mexiko mit dem 2. Freien Training am Samstag um 14:30 Uhr deutscher Zeit - zu verfolgen im Livestream und im Hankook Liveticker auf e-Formel.de.

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2 Kommentare

Tom ·

Es macht spaß zu sehen wie dei Fahrer kämpfen um die Power auf den Asphalt zu bringen, allerdings finde ich die neuen Hankook reifen besonders im vergelich zu den mechelin zu laut. Die Soundkulisse der GEN3 lößt bei mir unangenehme erinnerungen an die Jaguar I-PACE eTROPHY aus.
Unter dem ständigen quitschen der reifen klingt es so als würden sich die Autos um jede kurve quälen anstatt wie mit den Michelin lautlos über die Strecke zu "fliegen".

Mike ·

Die Hankook-Reifen sind ziemlich hart.
Normalerweise müssten die Rundenzeiten ungefähr 3 Sekunden schneller sein als letztes Jahr aufgrund der viel höheren Motorleistung und den 60 kg weniger Gewicht. Aber die neuen Reifen kompensieren das leider alles.
Schade.

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