Formel E in Monaco: Nico Müller dominiert das 3. Freie Training an der Mittelmeerküste
Theresa König
FIA Formula E
Pünktlich um 08:30 Uhr startete die Formel E am Sonntagmorgen in das 3. Freie Training von Monaco. Nach dem ungewöhnlichen Zeitplan der Vortage verläuft der Rennsonntag im Fürstentum nun wieder in gewohnten Bahnen: Den Fahrern und Teams stand am Morgen nur eine einzige Session zur Verfügung, um das Feintuning an ihren Boliden vorzunehmen. Als nächster Programmpunkt folgt bereits das wichtige Qualifying für den zweiten E-Prix des Wochenendes.
Mit dem Umschalten der Boxenampel auf Grün herrschte sofort Hochbetrieb auf dem Stadtkurs, da niemand der Akteure wertvolle Trainingszeit ungenutzt verstreichen lassen wollte. Einzig Mitch Evans - der Zweitplatzierte des Samstagsrennens - hielt sich zu Beginn der Session noch im Hintergrund und blieb zunächst an der Box.
Auf dem noch "grünen" Asphalt ließen es die Piloten in der Anfangsphase langsam angehen. Da die Strecke über Nacht spürbar an Grip verloren hatte, lagen die ersten Rundenzeiten noch deutlich hinter den Werten des Vortages zurück. Nach knapp zehn Minuten zog das Tempo jedoch spürbar an: Nico Müller setzte mit einer Rundenzeit 1:29.873 Minuten die erste Richtzeit, die im direkten Anschluss von Felipe Drugovich und Sebastien Buemi unterboten wurde.
Mit zunehmendem Gummiabrieb auf der Ideallinie wurde der Kurs von Runde zu Runde schneller. Zur Halbzeit der Session übernahm schließlich Dan Ticktum die Spitzenposition im Klassement. Seine Bestzeit von 1:27.064 Minuten lag zu diesem Zeitpunkt nur noch exakt vier Zehntelsekunden hinter der Samstag-Bestmarke von Nyck de Vries zurück. Der Mahindra-Pilot hatte am Samstag im 2. Freien Training mit einer Zeit von 1:26.664 Minuten die absolute Benchmark der bisherigen Trainingssitzungen gesetzt.
Ruhe vor der Schlussphase
Nach den ersten 20 Minuten kehrte vorübergehend Ruhe auf dem Stadtkurs ein. Bis auf wenige Ausnahmen steuerte das Feld die Boxengasse an, um sich für die Schlussphase zu rüsten. Die vermeintliche Stille nutzten die am Wochenende stark aufspielenden Mahindra-Piloten für ein teaminternes Duell. Edoardo Mortara und Nyck de Vries unterboten sich gegenseitig in regelmäßigen Abständen und knackten am Sonntagmorgen als Erste die Schallmauer von 1:26 Minuten. Selbst fünf Minuten vor dem Fallen der Zielflagge fand die Konkurrenz keine Antwort auf die Pace der beiden Mahindra-Renner.
Erst zwei Minuten vor dem Ende der Session wurde die Mahindra-Doppelspitze von der Konkurrenz geknackt. Nico Müller blies zum Angriff und quetschte das Letzte aus seinem Porsche heraus: Mit einer Zeit von 1:26.491 Minuten brannte der Schweizer eine neue absolute Wochenend-Bestzeit in den Asphalt. Damit unterbot er sogar die bisherige Bestmarke von Dan Ticktum (1:26.551 Minuten), die der Britte am Vortag im ersten Qualifying aufgestellt hatte. Hinter ihm folgten Mortara, Günther, Barnard und Evans in den Top 5 der ersten Session des Tages.
Das Qualifying zum zweiten Monaco E-Prix des Wochenendes startet um 10:40 Uhr (MESZ).
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