Formel E

Formel E in Monaco: Mitch Evans fährt Bestzeit im 1. Freies Training, Lucas di Grassi crasht

Timo Pape

Timo Pape

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Mitch Evans hat das 1. Freie Training der Formel E in Monaco gewonnen. Der Jaguar-Pilot unterbot kurz vor Schluss Stoffel Vandoorne im DS, blieb aber noch gut vier Zehntelsekunden hinter seinem eigenen Streckenrekord von 2022 zurück. Dahinter folgten die beiden Maserati von Max Günther und Edo Mortara - die Stellantis-Antriebe hinterließen einen bärenstarken Eindruck. Für Zwischenfälle sorgten die Porsche-Fahrzeuge und Lucas di Grassi, der kurz vor dem Ende verunfallte.

Das 1. Freie Training um 7:30 Uhr begann direkt mit einem kleinen Schreckmoment für Andre Lotterer. Obwohl der Deutsche mit seinem Andretti nach Kurve 4 den Berg herabschlich, ließ er sich in die Auslaufzone der Mirabeau-Kurve ausrollen - offenbar mit blockierenden Vorderrädern. Dann folgte die obligatorische Full-Course-Yellow-Phase zur Übung. Anschließend konnten die Fahrer endlich Vollstrom geben. Noch waren sie jedoch weit entfernt vom Streckenrekord aus dem Qualifying-Finale 2022. Damals hatte Mitch Evans eine Bestzeit von 1:29.839 Minuten gesetzt.

Nach zehn Minuten tastete sich Stoffel Vandoorne allmählich heran und übernahm in 1:33.297 Minuten die Spitze der Zeitentabelle. Hinter ihm folgten die beiden Maserati-Piloten Edo Mortara und Max Günther. Porsche hingegen hatte zunächst mit einem Problem zu kämpfen: Alle vier Autos vom Werksteam sowie vom Kundenteam Andretti blieben im ersten Drittel der Session in der Garage stehen. Offensichtlich eine Vorsichtsmaßnahme nach dem frühen Lotterer-Vorfall.

Nach zwölf Minuten fuhren zumindest Antonio Felix da Costa und Pascal Wehrlein erstmals auf die Strecke, drei Minuten später auch Jake Dennis und Lotterer. Wie Porsche nach der Session via Twitter mitteilte, handelte es sich um ein Software-Problem bei der Rekuperation.

Gegen Halbzeit drehte zunächst Jean-Eric Vergne die schnellste Runde, dann Evans und Sebastien Buemi. Auch die Mahindra-Autos schienen recht gut auf die Gegebenheiten in Monaco eingestellt zu sein: Oliver Rowland übernahm die Führung, Nico Müller im Kundenfahrzeug von ABT Cupra sortierte sich direkt hinter dem Briten als Zweiter ein. Auch Nissan und McLaren kamen scheinbar besser zurecht als noch in Berlin vor zwei Wochen. Als erster Eindruck blieb hängen, dass das Feld beim Monaco E-Prix 2023 wohl sehr eng zusammenliegen würde.

Di Grassi schlägt vor Saint Devote an

Nach zwei Dritteln der halbstündigen Session erklomm abermals Evans den ersten Platz. Zu diesem Zeitpunkt war er noch knapp zwei Sekunden von seiner Rekordrunde entfernt. Das sollte jedoch nicht lange so bleiben, denn nun begannen die "Push-Runden" mit voller Leistung (350 kW), die auf Anhieb eine halbe Sekunde schneller waren. Vandoorne und Vergne - beide ehemalige Monaco-Sieger - bildeten fünf Minuten vor dem Ende eine DS-Doppelführung vor Mortara, Sacha Fenestraz und Evans.

Nun meldete sich endlich auch das WM-führende Team Porsche zu Wort: Wehrlein sprang auf Position 2, Teamkollege Felix da Costa folgte direkt dahinter. Wenig später waren allerdings bereits einige andere Piloten schneller. Mortara übernahm die Spitze vor Vergne, Günther Buemi und Lotterer.

Kurz vor Schluss krachte es noch: Lucas di Grassi hatte beim Anbremsen vor Kurve 1 schon frühzeitig stehende Räder, kam ins Schlingern und schlug links an der Bande an. Dabei ging die Aufhängung vorne links zu Bruch. Er drehte sich und rutschte in die Auslaufzone der "Saint Devote". "Das Heck hat komplett blockiert", funkte er an sein Team. Der Vorfall sah nach einem weiteren technischen Problem am M9Electro aus.

In den letzten Sekunden kamen noch weitere Bestzeiten rein: Evans schnappte sich in 1:30.361 Minuten den Sessionsieg vor Vandoorne und Günther. Zum Rundenrekord fehlten somit noch gut vier Zehntelsekunden. Das 2. Freie Training beginnt um 9:10 Uhr - ebenfalls zu verfolgen im Livestream und Liveticker auf e-Formel.de.

Ergebnisse & Zeiten

Gesamtwertung (Fahrer & Teams)

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