Formel E

Formel E in Monaco: Mitch Evans im 2. Freien Training der Schnellste - Jaguar erneut ganz vorn

Timo Pape

Timo Pape

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Jaguar Racing hat auch das 2. Freie Training der Formel E in Monaco gewonnen. Erneut belegten Mitch Evans und Sam Bird die ersten beiden Plätze - diesmal jedoch in umgekehrter Reihenfolge als noch im ersten Training. Evans unterbot den bisherigen Streckenrekord dabei um mehr als eine Sekunde. Dritter wurde Meister Antonio Felix da Costa vor Andre Lotterer und Oliver Rowland.

Gleich nach dem Sessionbeginn um 10:15 Uhr aktivierte Jean-Eric Vergne den Attack-Mode, um die Strecke mit 235 kW kennenzulernen. Am Ende des Tunnels verbremste er sich beinahe. Max Günther wechselte sogar bereits in den Qualifying-Modus und setzte mit voller Leistung die zwischenzeitliche Bestzeit. Allerdings war seine Rundenzeit eine Zehntelsekunde langsamer als die bisherige Tagesbestzeit von Sam Bird im 1. Freien Training. Er sollte lange Zeit vorn bleiben.

Oliver Rowland reihte sich als bis dahin schnellster Fahrer im Attack-Mode hinter Günther ein und war bei seiner Runde nur knapp drei Zehntelsekunden langsamer als der deutsche BMW-Pilot. Sergio Sette Camara konnte nach seinem Problem im FP1 zunächst nicht auf die Strecke gehen. Sein Fahrzeug stand noch zur Sessionhalbzeit ohne Nase in der Dragon-Box. Sieben Minuten vor Schluss konnte er allerdings doch noch ein paar Runden drehen. Bird verbesserte sich auf Platz 3. Sonst passierte in den ersten 20 Minuten jedoch nicht viel.

Günther im Attack-Mode schneller als mit Höchstleistung

Für eine Überraschung sorgte Günther, als er im Attack-Mode seine eigene Bestzeit und den bisherigen Streckenrekord unterbot - mit 15 kW Leistung weniger! BMW-Teamkollege Jake Dennis sortierte sich direkt hinter ihm ein. Drei Minuten vor dem Ende fuhren die meisten Fahrer noch einmal auf die Strecke, um in den Quali-Modus zu schalten und auf Zeitenjagd zu gehen.

Vergne und Rowland schlugen die beiden BMW, doch Antonio Felix da Costa nahm den beiden noch einmal zwei Zehntelsekunden ab und schnappte sich Platz 1. Dann drehte Mitch Evans eine mächtige Runde (1:31.118 Minuten) und sicherte sich den Sessionsieg. Teamkollege Bird wurde Zweiter - erneut beide Jaguar auf den ersten beiden Plätzen. Felix da Costa blieb Dritter, Andre Lotterer verbesserte sich noch auf Platz 4.

Cassidy schiebt Nato an

Kurz vor Schluss sorgte Nick Cassidy noch für einen kleinen Schreckmoment bei Venturi: Der Virgin-Pilot lief hinter der "blinden" Rascasse-Kurve auf Norman Nato auf, der gerade verlangsamte und in die Boxengasse abbiegen wollte. Cassidy schob seinen Kontrahenten leicht an, beide kamen ins Schlingern. Letztlich konnten jedoch sowohl Cassidy als auch Nato ihre Fahrt fortsetzen.

Vor dem Qualifying um 12 Uhr - zu sehen im Livestream auf e-Formel.de - gelten die beiden Jaguar-Fahrer als Favoriten auf die Pole-Position, müssen allerdings auch in Gruppe 1 ran. Ebenfalls stark präsentierten sich im Training DS Techeetah, Porsche und Nissan mit brandneuem Fahrzeug.

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