Formel E

Formel E in Monaco: Mitch Evans sichert sich Pole-Position im Qualifying, Pascal Wehrlein Zweiter

Timo Pape

Timo Pape

Mitch Evans hat sich nach zwei dominanten Saisonsiegen in Rom seine Erfolgsserie fortgesetzt und sich beim Monaco E-Prix die Pole-Position gesichert. In einem spannenden Qualifying setzte er sich gegen Porsche-Pilot Pascal Wehrlein und Jean-Eric Vergne durch. Stoffel Vandoorne, Lucas di Grassi und Andre Lotterer komplettierten die Top 6. Maximilian Günther geht von Startplatz 11 ins Rennen.

Gruppe A

Pünktlich zum Start der Qualifikation kam die Sonne heraus. In den ersten Minuten konzentrierten sich die Fahrer wie gewohnt darauf, eine ordentliche "Sicherheitszeit" zu setzen. Dabei war Jean-Eric Vergne zunächst der Schnellste. Lucas di Grassi, Nick Cassidy und Pascal Wehrlein reihten sich hinter dem Gesamtführenden in den Top 4 ein. Dann kamen alle Fahrer zum Reifenwechsel an die Box.

Kurz vor Ablauf der ersten zwölf Minuten wurde es ernst. Vergne begann seine Runde mit einem Verbremser, erwischte Kurve 1 aber noch. Nick Cassidy hingegen nicht: Der Envision-Pilot musste die Auslaufzone nehmen. Die schnellste Rundenzeit lieferte Stoffel Vandoorne ab. Zweiter wurde Wehrlein vor Venturi-Fahrer di Grassi. Als Vierter zog Vergne in die Duellphase ein. Sam Bird, Max Günther und Dan Ticktum verpassten das Viertelfinale knapp. Dahinter: Cassidy, Sergio Sette Camara und Sebastien Buemi.

Gruppe B

Die erste Überraschung in Gruppe 2: Andretti schaffte es wenige Sekunden vor dem Start der Session, einen Motorwechsel am Auto von Oliver Askew fertigzustellen, nachdem dieser mit einem technischen Problem im Freien Training ausgerollt war. Der US-Amerikaner dankte es seinem Team mit einer Runde, die im ersten Durchgang für Platz 7 reichte. Die Bestzeit kam zunächst von Robin Frijns. Hinter ihm sortierten sich Porsche-Fahrer Andre Lotterer, Jake Dennis und Antonio Felix da Costa ein.

Nach dem Reifenwechsel leistete sich Dennis den ersten Fehler: Er fuhr in "Sainte Devote" geradeaus. Auch Vorjahressieger Antonio Felix da Costa musste einen Rückschlag hinnehmen: Der Portugiese wurde nur Sechster. Mitch Evans hingegen ließ nichts anbrennen und sicherte sich die Gruppenbestzeit. Neben ihm qualifizierten sich Nyck de Vries, Andre Lotterer und Robin Frijns für das Viertelfinale. Oliver Rowland scheiterte als Fünfter. Auf den Positionen 7 bis 11 landeten Askew, Dennis, Alexander Sims, Antonio Giovinazzi und Oliver Turvey.

Viertelfinale

VF1: Robin Frijns vs. Stoffel Vandoorne

Im ersten Viertelfinale trafen direkt zwei Pole-Kandidaten gegeneinander an. Beide begannen auf Augenhöhe, doch in der "Nouvelle Chicane" verlor Frijns gut eine Sekunde auf Vandoorne. Diesen Vorsprung ließ sich der Belgier nicht mehr nehmen und zog souverän ins Halbfinale ein.

VF2: Andre Lotterer vs. Pascal Wehrlein

Dann kam es zum Duell der beiden Porsche-Piloten. Lotterer erwischte den besseren Auftakt - offenbar auch, weil Wehrlein in Kurve 1 die Mauer touchierte. Dann holte er in Sektor 2 jedoch auf und übernahm die virtuelle Führung. Am Ende schlug Wehrlein seinen erfahrenen Teamkollegen mit mehr als zwei Zehntelsekunden Vorsprung. Gutes Qualifying-Ergebnis schon jetzt für Porsche!

VF3: Jean-Eric Vergne vs. Nyck de Vries

Im dritten Viertelfinale ging es zunächst extrem eng zu. Dann konnte sich Vergne in Sektor 2 jedoch etwas absetzen - durch zwei kleine Fehler von de Vries. Letztlich schlug der WM-Führende den amtierenden Meister sehr deutlich mit mehr als einer halben Sekunde Vorsprung.

VF4: Lucas di Grassi vs. Mitch Evans

Das letzte Viertelfinale ließ sich Rom-Doppelsieger Evans nicht nehmen. Dennoch zeigte di Grassi eine ordentliche Runde. Beim Überqueren der Ziellinie trennten die beiden knapp drei Zehntelsekunden. Der Favorit Evans damit auch in der Runde der letzten Vier.

Halbfinale

HF1: Stoffel Vandoorne vs. Pascal Wehrlein

Vandoorne und Wehrlein begannen den Sektor 1 fast auf Augenhohe. 76 Tausendstelsekunden führte der Deutsche nach dem ersten Abschnitt und konnte diesen Vorsprung im Verlauf der Runde weiter ausbauen, da Vandoorne in der Schwimmbad-Schikane mit Übersteuern zu kämpfen hatte. So zog Wehrlein ins Finale ein.

HF2: Jean-Eric Vergne vs. Mitch Evans

Jean-Eric Vergne eröffnet die Runde, musste sich aber trotz fehlerfreier Fahrt Mitch Evans geschlagen geben, gegen den heute kein Kraut gewachsen war. Der Neuseeländer zauberte eine Rundenzeit von 1:30.001 Minuten auf den Asphalt und fuhr eine Zehntelsekunde Vorsprung auf den Franzosen heraus.

Finale

Pascal Wehrlein vs. Mitch Evans

Pascal Wehrlein legte in einem gewohnt spannendem Finale vor. Schon nach dem ersten Sektor fuhr der Porsche-Pilot einen Vorsprung von über einer Zehntelsekunde heraus, begann aber immer stärker zu rutschen. Der Wehrlein leistete sich kurz vor Schluss einen Verbremser, und Evans unterbot sogar die "magische Marke" von 1:30 Minuten. Nach zwei Siegen in Rom feierte er in Monaco nun seine erste Pole-Position der Saison.

Rennstart in Monaco ist um 15 Uhr. ProSieben überträgt den sechsten Saisonlauf der Formel E live im Free-TV, ran.de im Livestream. Wir begleiten das Rennen wie gewohnt in unserem beliebten Liveticker.

Ergebnisse, Zeiten & Startaufstellung

Gesamtwertung (Fahrer & Teams)

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