Formel E

Formel E in Paris: Buemi schlägt Vergne in Super-Pole um 0,006 Sekunden

Timo Pape

Timo Pape

Sebastien Buemi (e.dams) hat sich in einer packenden Formel-E-Qualifikation von Paris den ersten Startplatz und damit verbunden die nächsten drei Meisterschaftspunkte gesichert. Im extrem engen Duell mit Jean-Eric Vergne (Techeetah) setzte sich der Schweizer in Diensten von Renault e.dams mit einem Vorsprung von gerade einmal sechs Tausendstelsekunden durch. Relevant für die Meisterschaft: Lucas di Grassi (ABT) kam nur auf Position 14.

Von Platz drei - mit einem Rückstand von gut drei Zehntelsekunden - geht Jose Maria Lopez (Virgin) ins Rennen. Hinter ihm landete Oliver Turvey (NextEV), den allerdings eine Rückversetzung um zehn Startplätze erwartet, weil eine Komponente an seinem Antriebsstrang getauscht worden war. Hinter ihm positionierte sich Esteban Gutierrez (Techeetah), der bei seinem dritten Formel-E-Rennen immer besser in Fahrt kommt, sich auf der entscheidenden Runde allerdings einen Fehler leistete. Nick Heidfeld im Mahindra wurde Sechster, Daniel Abt nur 16.

In Gruppe 1 warteten mit Buemi, beiden ABT-Fahrern, Bird und Rosenqvist bereits einige echte Schwergewichte. Doch wie bereits bei den vergangenen Rennen sollte es die erste Gruppe schwer haben: "Schon wieder ist die Strecke im Qualifying deutlich langsamer als im Training. Wenn du sechs Zehntel langsamer bist als im Training, rechnest du eigentlich nicht mit der Super-Pole", sagt Buemi. "Es war kein gutes Qualifying, ich hatte keinen Grip", stimmt ein enttäuschter di Grassi zu.

Während Buemi und Rosenqvist das Beste aus der Situation machten, lief es für Bird und ABT gar nicht gut. "Ich bin etwas ratlos", gibt Daniel Abt zu. "Heute Morgen lief es noch sehr gut, und jetzt sind wir nirgendwo..." Was von den Startplätzen 13 und 16 für das deutsche Team möglich sein wird, bleibt abzuwarten. Schließlich ist es nicht einfach, in Paris zu überholen. Dass di Grassi seinen Sieg aus dem Vorjahr wiederholen kann, ist jedenfalls unwahrscheinlich.

Evans erneut überzeugend

In der zweiten Gruppe überzeugten vor allem Lopez und Mitch Evans. Der junge Neuseeländer zeigte abermals eine bärenstarke Leistung im unterlegenen Jaguar und kam bedingt durch Turveys Rückversetzung auf Startplatz acht. Enttäuschend präsentierten sich hingegen Nelson Piquet jr. (12.) und Nico Prost (10.) - wohlgemerkt im schnellsten Auto. Schon zu diesem Zeitpunkt war di Grassi aus den Top 5 rausgefallen.

Aus Gruppe 3 sollten sich drei Fahrer für die Super-Pole qualifizieren: Vergne, Turvey und Gutierrez. Techeetah stand demnach zum ersten Mal in seiner noch jungen Geschichte mit beiden Autos im finalen Shoot-out um die Pole. An die Zeit von Buemi gelangte jedoch keiner der Fahrer heran.

In der letzten Gruppe konnte eigentlich nur noch Nick Heidfeld mit Rang sechs überzeugen, der die Super-Pole nur knapp verpasste und seinen Teamkollegen Felix Rosenqvist schlagen konnte. Er wird letztlich als Fünfter ins Rennen gehen. Auch Robin Frijns holte mit Startposition sieben wohl das Maximum aus seinem Andretti heraus, während sich Teamkollege Felix da Costa einen Fehler leistete.

Die Super-Pole war bis auf das Duell zwischen Buemi und Vergne verhältnismäßig unspektakulär. Gutierrez verpasste einen Bremspunkt und musste den Notausgang nehmen. Turvey und Lopez brachten ordentliche, aber nicht atemberaubende Runden zustande. Der Fokus wird somit voraussichtlich auch im Rennen auf Buemi und Vergne liegen, zumal Letzterer bereits die Klingen wetzt: "Ich bin sicher, dass ich ihn im Rennen schnappe. Er sollte darauf achtgeben", so Vergne.

Lopez ist dank seiner starken Pace den gesamten Tag hindurch allerdings durchaus in Schlagdistanz zum Spitzenduo. Für Lucas di Grassi wird es in Paris wohl nur um Schadensbegrenzung gehen. Rennstart ist um 16 Uhr - live zu verfolgen im Fernsehen bei DMAX und zum Mitlesen bei uns im Live-Ticker.

Das Ergebnis der Qualifikation

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