Formel E

Formel E in Rom: Jean-Eric Vergne holt Rekord-Pole-Position am Sonntag und zieht mit Buemi gleich

Timo Pape

Timo Pape

Jean-Eric-Vergne-Techeetah-Rome-Formula-E-2022

Jean-Eric Vergne hat sich im zweiten Formel-E-Qualifying von Rom am Sonntag durchgesetzt. Der DS-Techeetah-Fahrer gewann das Finalduell gegen Jake Dennis (Andretti) gegen und sicherte sich seine insgesamt 14. Pole-Position in der Elektroserie. Dadurch zog er in dieser Statistik mit dem Rekordhalter Sebastien Buemi gleich. Auf dem dritten Startplatz landete Porsche-Pilot Andre Lotterer vor Samstagssieger Mitch Evans. Pascal Wehrlein wurde Siebter, Max Günther 16.

Gruppe A

Nachdem es über Nacht geregnet hatte, waren die Grip-Bedingungen spürbar anders als noch am Samstag, zudem war es mit 11 Grad Celsius kälter. Die Fahrer mussten sich somit neu orientieren, gerade mit Blick auf die Bremsen. Nichtsdestotrotz waren die frühen Rundenzeiten in Gruppe A schon beinahe auf dem Niveau der Gruppenphase am Vortag. Nach den ersten Runden lag Sam Bird in Führung vor Edo Mortara, Andre Lotterer und Robin Frijns. Dann kehrten alle Fahrer zum Reifenwechsel in die Boxengasse zurück.

Dann wurde es ernst für die ersten elf Piloten. In Sektor 1 war Robin Frijns der Schnellste, und auch der zweite Streckenabschnitt ging an den Niederländer. Zum Ende der Runde drehte Andre Lotterer auf, was den Porsche-Fahrer letztlich auf Rang 2 brachte. Die Bestzeit von Frijns blieb jedoch unantastbar. Jake Dennis setzte die drittschnellste Zeit. Sam Bird wurde Vierter und zog somit ebenfalls noch in die K.-o.-Phase ein. Nyck de Vries und Edo Mortara scheiterten trotz Mercedes-Antrieben denkbar knapp auf den Positionen 5 und 6. Es folgten Rowland, Günther, Cassidy, Ticktum und Turvey.

Gruppe B

In den ersten sechs Minuten von Gruppe B drehte Jean-Eric Vergne die schnellste Runde, gefolgt von Mitch Evans, einem starken Sergio Sette Camara im Dragon und Pascal Wehrlein. Lucas di Grassi schlug am Ausgang von Kurve 3 mit der rechten Seite an der Mauer an und riss ein Teil der Werbebande mit sich. Scheinbar nahm auch seine rechte Frontaufhängung geringen Schaden. Dann ging es für alle zum Reifenwechsel. Es folgten die schnellen Runden.

Den besten Start erwischte Vergne, dann war Stoffel Vandoorne schneller. Doch Vortagessieger Mitch Evans sicherte sich die Bestzeit im letzten Streckenabschnitt und damit auch den ersten Platz seiner Gruppe. Hinter ihm schaffte es Wehrlein abermals als Zweiter in die Duellphase. Dritter wurde Vergne vor Vandoorne. Antonio Felix da Costa scheiterte als Fünfter knapp. Sergio Camara schaffte es auf den sechsten Platz, verunfallte nach seiner schnellen Runde jedoch in der Schikane. Trotzdem eine gute Startposition für den Dragon-Piloten. Hinter ihm reihten sich di Grassi, Buemi, Askew, Sims und Giovinazzi ein.

Viertelfinale

VF1: Jean-Eric Vergne vs. Robin Frijns

Das erste Viertelfinale begann mit einigen Minuten Verspätung, weil die Rennleitung zunächst das Unfallfahrzeug von Sette Camara bergen lassen musste. Schließlich fuhren Vergne und Frijns auf den Kurs. In Sektor 1 war der Envision-Pilot beinahe zwei Zehntelsekunden schneller. Der zweite Abschnitt ging jedoch an Vergne. Am Ende setzte sich der Franzose tatsächlich mit knapp einer Zehntelsekunde Vorsprung gegen Frijns durch. Bemerkenswert: Beide unterboten erstmals überhaupt den Streckenrekord aus dem Jahr 2021!

VF2: Stoffel Vandoorne vs. Andre Lotterer

Die Zeiten im zweiten Duell waren geringfügig langsamer. Vandoorne und Lotterer fuhren zunächst auf Augenhöhe, mit leichten Vorteilen für Lotterer in den ersten beiden Sektoren. Im letzten Abschnitt legte der Deutsche noch eine Schippe drauf und nahm Vandoorne in Summe mehr als drei Zehntelsekunden ab. Porsche damit schon mal mit einem Fahrer für das Halbfinale qualifiziert. Mercedes-Fahrer Vandoorne - Pole-Sitter am Samstag - schied aus.

VF3: Jake Dennis vs. Pascal Wehrlein

Im dritten Viertelfinale erwischte Dennis eine hervorragende Runde. Der Andretti-Pilot ließ Wehrlein in allen drei Sektoren hinter sich und setzte sich sehr deutlich mit mehr als drei Zehntelsekunden Vorsprung durch. Dabei unterbot er abermals den Streckenrekord und rückte folgerichtig ins Halbfinale vor.

VF4: Sam Bird vs. Mitch Evans

Im letzten Viertelfinale kam es zum Duell der beiden Jaguar-Fahrer. Evans eröffnete seinen Lauf mit einem großartigen ersten Sektor und war auch in Sektor 2 eine Zehntelsekunde schneller als sein Teamkollege Bird. Letztlich war der Neuseeländer fast drei Zehntelsekunden schneller als Bird und stellte mit einer Rundenzeit von 1:38.127 Minuten abermals einen neuen Streckenrekord in Rom auf. Der Vortagessieger damit souverän im Halbfinale.

Halbfinale

HF1: Andre Lotterer vs. Jean-Eric Vergne

Im ersten Halbfinale trafen die guten Freunde Lotterer und Vergne aufeinander. Zuvor waren beide auf ähnlichem Niveau gefahren. Nun erwischte Vergne einen minimal besseren Start, wenngleich beide Zeiten in Sektor 1 auf sehr gutem Niveau waren. In Sektor 2 jedoch war der Franzose gut drei Zehntelsekunden schneller. Am Ende setzte sich Vergne mit etwas mehr als zwei Zehntelsekunden Vorsprung gegen Lotterer durch und schrieb in 1:38.149 Minuten einen weiteren zwischenzeitlichen Rundenrekord in die Bücher.

HF2: Jake Dennis vs. Mitch Evans

Zum Auftakt des zweiten Halbfinals war Dennis etwas schneller und vergrößerte seinen Vorsprung auch im zweiten Streckenabschnitt. Evans konnte in Sektor 3 nicht mehr kontern und musste sich mit mehr als einer halben Sekunde Rückstand (!) mit der zweiten Startreihe zufriedengeben. Seine Rundenzeit von 1:37.997 Minuten war die erste überhaupt unterhalb der 1:38er-Marke und sollte bestehen bleiben. Dennis damit im Finale gegen Vergne.

Finale: Jean-Eric Vergne vs. Jake Dennis

Das Qualifying-Finale von Rom eröffnete Jean-Eric Vergne. Der DS-Techeetah-Fahrer begann seine Runde mit einem starken ersten Sektor, der mehr als zwei Zehntelsekunden schneller war als jener von Dennis. Auch im zweiten Abschnitt war der Franzose minimal schneller. Am Ende der entscheidenden Runde brachte Vergne einen Vorsprung von mehr als zwei Zehntelsekunden ins Ziel und sicherte sich somit die Pole-Position zum Sonntagsrennen in Rom - seine 14. insgesamt! Zudem sicherte er sich drei zusätzliche Meisterschaftspunkte.

Rennstart in Rom ist auch am Sonntag um 15 Uhr. ProSieben überträgt den vierten Saisonlauf der Formel E live im Free-TV, ran.de im Livestream. Wir begleiten das Rennen wie gewohnt in unserem beliebten Liveticker.

Ergebnisse, Zeiten & Startaufstellung

Gesamtwertung (Fahrer & Teams)

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