Formel E

Formel E in Sao Paulo: Felix da Costa dominiert 2. Freies Training & bringt Porsche in gute Ausgangslage

Timo Pape

Timo Pape

Felix-da-Costa-Porsche-Sao-Paulo-Shadow

Antonio Felix da Costa war im 2. Freien Training der Formel E in Sao Paulo der Schnellste. Der Porsche-Pilot setzte in letzter Sekunde noch die Bestzeit und schraubte den Streckenrekord vom Vortag damit um rund eine Sekunde nach unten (1:11.496 Minuten). Max Günther im Maserati wurde Zweiter vor Norman Nato. Pascal Wehrlein auf Platz 4 unterstrich das Potenzial der Porsche-Fahrzeuge für das Qualifying.

Schon zum Start des 2. Freien Trainings waren die Temperaturen in Sao Paulo nahe der 30 Grad Celsius - es versprach, ein sehr sonniger Tag zu werden. In den ersten fünf Minuten passierte noch nichts Nennenswertes. Dann verbremste sich Lucas di Grassi in Kurve 1 und musste geradeaus durch die Schikane fahren - wie schon am Vortag. Der Mahindra M9Electro schien Probleme mit der Bremsbalance zu haben. Auch Dan Ticktum musste an selber Stelle mit seinem Nio 333 abkürzen. Die Pace gaben zunächst wieder die beiden Envision-Fahrer vor: Nick Cassidy vor FP1-Gewinner Sebastien Buemi.

Nach den ersten zehn Minuten waren die Rundenzeiten noch knapp eine Sekunde von den schnellsten Umläufen am Freitag entfernt. Der Erste, der einigermaßen an die Buemi-Zeit herankam, war Stoffel Vandoorne - die zwischenzeitliche Führung für den Champion. Das ließ sich Buemi nicht gefallen und unterbot den Belgier nur wenig später. Kurz vor Sessionhalbzeit schlug Lucas di Grassi als Erster den bisherigen Streckenrekord.

Dann gab es einige weitere Verbesserungen: Buemi holte sich zunächst Platz 1 zurück, Sam Bird reihte sich hinter ihm ein, Sacha Fenestraz wurde Vierter. Im Anschluss schmetterte Teamkollege Norman Nato eine Runde auf den Asphalt, die mehr als drei Zehntel schneller als die bisherige Bestzeit war. Etwas später ließ er eine Schikane aus, allerdings ohne Folgen. Nissan bestätigte den guten Eindruck, den die Japaner schon im ersten Training hinterlassen hatten. Gleiches galt für das Kundenauto von McLaren: Jake Hughes verbesserte sich zehn Minuten vor Schluss auf Platz 2, Rene Rast rückte auf Rang 3 vor.

Günther lässt Maserati hoffen

Nach 22 Minuten fiel einmal mehr die Bestzeit. Diesmal war Max Günther im Maserati der Schnellste mit einer Tausendstelsekunde Vorsprung auf Nato. Ticktum touchierte leicht eine Mauer, stieg aber trotzdem auf die vierte Position auf. Pascal Wehrlein bewies, dass auch im bislang weitgehend unauffälligen Porsche Pace schlummerte: Ihm fehlten nur 91 Hundertstelsekunden auf die Bestzeit - Rang 3 für ihn. Jake Dennis und Cassidy sortierten sich hinter dem Deutschen ein.

In den letzten zwei Minuten versuchten sich noch mal einige Piloten mit voller Leistung. Doch erst mit Ablauf der Zeit war es Antonio Felix da Costa, der völlig überraschend die Spitze übernahm - und zwar gleich mit fast drei Zehntelsekunden Vorsprung! Porsche scheint also nicht nur in Sachen Energieeffizienz für den Sao Paulo E-Prix gerüstet zu sein, sondern auch für das Qualifying.

Ein Envision-Pilot verschätzte sich noch einmal beim Bremsen und musste wenden. Di Grassi blieb seinerseits kurzzeitig auf der Strecke stehen, laut Funk mit einem "CU Shutdown". Wir vermuten, dass die Kontrolleinheit gemeint war. Sonst blieb alles wie gehabt: Günther folgte Felix da Costa auf Platz 2. Die Top 5 komplettierten Nato, Wehrlein und Dennis. Das Qualifying zum Sao Paulo E-Prix beginnt um 13:40 Uhr (MEZ) - zu verfolgen im Livestream auf ran.de sowie in unserem Hankook Formel E Liveticker auf e-Formel.de.

Ergebnisse & Zeiten

Gesamtwertung (Fahrer & Teams)

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 1 plus 9.