Formel E

Formel E in Saudi-Arabien: Pascal Wehrlein bricht Streckenrekord im 3. Training, Nick Cassidy verunfallt

Timo Pape

Timo Pape

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Pascal Wehrlein hat das 3. Freie Training der Formel E in Saudi-Arabien gewonnen. Der deutsche Porsche-Fahrer brach am Samstag (als bislang einziger Fahrer) den Streckenrekord von 2021 und ließ Jean-Eric Vergne und Oliver Rowland hinter sich. Edo Mortara und Antonio Felix da Costa komplettierten die Top 5. Die Session war nach einem Unfall von Nick Cassidy zwischenzeitlich lange unterbrochen.

In den ersten fünf Minuten passierte wenig Nennenswertes. Andre Lotterer führte die Zeitentabelle an, ehe sein Konkurrent aus dem Freitagsrennen, Jake Dennis, mit drei Sektorenbestzeiten die Spitze übernahm. Dann die erste gelbe Flagge der 30-minütigen Session: Envision-Fahrer Robin Frijns hatte sich in Kurve 18 verbremst und gedreht, kam aber "ungeschoren" davon. Lucas di Grassi stand derweil im Fokus der Kommissare, weil er bereits in die "Fastline" der Boxengasse gefahren war, als die Ampel noch rot leuchtete.

Nach dem ersten Drittel der Session setzte Sam Bird eine neue Bestzeit, dicht gefolgt von Venturi-Pilot Edo Mortara. Antonio Giovinazzi schaltete als einer der ersten Piloten in den Attack-Mode, wurde auf seiner schnellen Runde jedoch durch andere Fahrzeuge auf der Strecke behindert. Gegen Sessionhalbzeit schalteten weitere Fahrer auf 250 kW hoch. Mortara setzte eine neue Bestmarke. Direkt hinter ihm reihten sich Sebastien Buemi, Lucas di Grassi und Max Günther ein.

Cassidy-Crash sorgt für Unterbrechung & Verlängerung der Session

Dann kam es zum ersten Unfall des Tages: Nick Cassidy verlor in den "Esses" die Kontrolle über seinen Envision und schrammte zunächst mit der rechten Front an der Mauer entlang. Dann rutschte er quer über die Strecke und schlug seitlich auf der anderen Seite des Kurses ein. Am Funk gab er Entwarnung, dass es ihm gutgehe. Die Rennleitung unterbrach das Training mit roter Flagge. Cassidy inspizierte sein Auto noch an der Unfallstelle und funkte seinem Team, was genau kaputt gegangen sei. "Das Chassis ist in Ordnung."

Nach einer viertelstündigen Unterbrechung ging es noch einmal weiter, denn die Rennleitung stockte die Sessionzeit um zehn zusätzliche Minuten auf. Alle Fahrer bekamen somit noch die Chance, schnelle Runden zu drehen. Der Erste, der diese Chance nutzte, war Oliver Rowland mit einer neuen Bestmarke. Jean-Eric Vergne tat es ihm gleich. Dann war es endlich so weit: Pascal Wehrlein brach den Streckenrekord von Robin Frijns aus der Saison 2021 (damals 1:07.294 Minuten, ebenfalls im FP3). An seine Rundenzeit sollte niemand mehr herankommen.

Kurz vor Schluss schrammte Jake Dennis noch mit seinem Andretti an der Mauer entlang, konnte aber weiterfahren. Sonst passierte nichts mehr. Der Sessionsieg ging somit an Wehrlein. Vor dem Qualifying um 13:40 Uhr deutscher Zeit scheint Porsche somit gut aufgestellt zu sein. Wir berichten über die Qualifikation unter anderem in unserem Liveticker. ProSieben Maxx zeigt die Session live im TV, ran.de im Livestream.

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