Formel E

Formel E in Saudi-Arabien: Rowland holt sensationell Pole-Position am Samstag, Buemi crasht

Timo Pape

Timo Pape

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Oliver Rowland hat die Qualifikation zum Diriyah E-Prix am Samstag gewonnen. Der Nissan-Fahrer setzte sich im Qualifying-Finale gegen Envision-Pilot Robin Frijns durch und startet damit von Platz 1 ins dritte Formel-E-Rennen des Jahres. Nick Cassidy wurde Dritter vor Stoffel Vandoorne und Jehan Daruvala (!). Während einige Favoriten früh ausschieden, leistete sich Sebastien Buemi einen größeren Unfall.

Gruppe A: Favoriten straucheln

Im Gegensatz zum Freitag waren die Gruppen am zweiten Renntag des Diriyah E-Prix etwas ausgeglichener. Dennoch gingen mit Mitch Evans, Pascal Wehrlein, Jean-Eric Vergne und Max Günther einige schnelle Piloten an den Start. In der ersten Hälfte der Session drehte Evans die schnellste Runde vor Robin Frijns, Nyck de Vries und Sacha Fenestraz. Weit abgeschlagen: Antonio Felix da Costa im Porsche. Dann ging es für alle Fahrer zum Reifenwechsel.

Vor den entscheidenden Runden bildete sich wieder ein gewisser Rückstau auf der Strecke. Dann purzelten die Zeiten - mit einigen dicken Überraschungen. Fenestraz setzte die Bestzeit, Frijns wurde Zweiter. Zudem schafften es die beiden DS-Piloten Vergne und Stoffel Vandoorne in die K.-o.-Phase. Wehrlein wurde nur Fünfter, Favorit Evans gar nur Siebter! Zwischen die beiden schob sich Günther. Auf den hinteren Positionen folgten Dan Ticktum, de Vries, Norman Nato und Felix da Costa - herbe Enttäuschung bei Porsche und Andretti.

Gruppe B: Buemi-Unfall sorgt für Überraschungen

In Gruppe B traten unter anderem Freitagssieger Jake Dennis, Nick Cassidy und Überraschungsmann Sergio Sette Camara an. Im ersten Durchgang war allerdings Oliver Rowland der Schnellste. Jake Hughes folgte als Zweiter vor Jehan Daruvala, der besonders in Sektor 2 immer sehr schnell war, und Sebastien Buemi. Sam Bird verbremste sich in Kurve 18 und fuhr durch die Auslaufzone.

Nun kamen die schnellen Runden. Cassidy verbesserte sich auf Platz 2, dann krachte es! Sebastien Buemi verlor seinen Envision in Kurve 3 und knallte in die TecPro-Barriere. Sein Auto nahm schweren Schaden an der Front, doch der Schweizer blieb unverletzt. "Ich habe meinen Bremspunkt komplett verpasst", klagte Buemi am Funk - gefolgt von einigen Flüchen. Die Rennleitung beendete die Session vorzeitig mit roter Flagge.

Neben Rowland, Cassidy und Hughes zog dadurch sensationell auch Rookie Daruvala erstmals in die Duellphase ein. Es gab jedoch noch eine größere Überraschung: Vortagessieger Dennis schied als Achter aus! Die übrigen Platzierungen: Sette Camara, Sam Bird, Nico Müller, Edo Mortara und Lucas di Grassi. Buemis Rundenzeit wurde wegen des Verursachens der roten Flagge gestrichen. Bemerkenswert: Nissan gewann beide Gruppen.

Viertelfinale

VF1: Jean-Eric Vergne vs. Robin Frijns

Nach länger Unterbrechung, in der die TecPro-Barriere repariert wurde, ging es um 14:16 Uhr (MEZ) weiter. Im ersten Duell gab es direkt die erste kleinere Überraschung: Frijns nahm dem Freitags-Pole-Sitter Vergne mehr als zwei Zehntelsekunden ab und zog klar ins Halbfinale ein.

VF2: Stoffel Vandoorne vs. Sacha Fenestraz

Noch hatte DS Penske aber ein Eisen im Feuer: Vandoorne war im ersten Sektor sechs Zehntelsekunden schneller als Nissan-Fahrer Fenestraz. Letztlich holte der Belgier mehr als eine halbe Sekunde Vorsprung heraus und rückte in die Runde der letzten Vier vor.

VF3: Jake Hughes vs. Nick Cassidy

Im dritten Viertelfinale gelang Cassidy der bessere Start, und auch im zweiten Streckenabschnitt war der Jaguar-Pilot schneller als Hughes. Letztlich fehlten dem McLaren-Fahrer mehr als sechs Zehntelsekunden - klare Sache für Cassidy.

VF4: Jehan Daruvala vs. Oliver Rowland

Duelldebütant Daruvala erwischte keinen guten Start in seine Runde und sollte auch in Sektor 3 viel Zeit verlieren. Zwar war er in "seinem" zweiten Sektor schneller als Rowland, doch unter dem Strich fehlten ihm ebenfalls mehr als sechs Zehntelsekunden auf den Briten im Nissan. Trotzdem eine starke Qualifikation des Inders.

Halbfinale

HF1: Robin Frijns vs. Stoffel Vandoorne

Frijns machte es auch im Halbfinale kurz und schmerzlos: Er holte in den ersten beiden Sektoren gut zwei Zehntelsekunden Vorsprung heraus und verwaltete diesen Puffer bis zur Ziellinie. Auch wenn Vandoorne im letzten Streckenteil minimal schneller war, schied der DS-Pilot aus. Frijns im Finale!

HF2: Nick Cassidy vs. Oliver Rowland

Im zweiten Halbfinale starteten beide Fahrer auf Augenhöhe. Letztlich war Rowland aber in allen drei Sektoren etwas schneller als Cassidy und nahm dem Neuseeländer am Ende fast zwei Zehntelsekunden ab! Rowland damit sensationell im Finale, Cassidy in der zweiten Startreihe auf Platz 3.

Finale: Robin Frijns vs. Oliver Rowland

Das Finale eröffnete Rowland mit einem etwas schnelleren ersten Sektor als Frijns. Im zweiten Abschnitt waren beide auf Augenhöhe, jedoch erneut mit leichtem Vorteil für den Nissan-Fahrer. Im letzten Sektor legte Rowland noch einmal fast zwei Zehntelsekunden drauf und sicherte sich souverän seine sechste Pole-Position in der Formel E! Gleichzeitig waren es die ersten drei Punkte für Nissan im Jahr 2024!

Der dritte Saisonlauf der Formel-E-Saison 2024 findet am frühen Samstagabend um 18 Uhr (MEZ) statt. Der neue Fernsehsender DF1 überträgt den Diriyah E-Prix in Deutschland live im Free-TV sowie im Livestream auf df1.de. e-Formel.de begleitet das Rennen in Saudi-Arabien wie gewohnt im beliebten Hankook Formel E Liveticker.

Ergebnisse, Zeiten & Startaufstellung

Gesamtwertung (Fahrer & Teams)

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