Formel E

Formel E in Shanghai: Lucas di Grassi siegt dank Pech für seinen Teamkollegen

Jasmin Fromm

Jasmin Fromm

Für Lola Yamaha ABT war das zweite Shanghai Rennen ein ganz besonderes. Lucas di Grassi konnte sich durch ein von seinem Teamkollegen augelösten Full Course Yellow den Sieg holen. Der Brasilianer teilte sich das Podium mit Jean-Eric Vergne und Joel Eriksson. Der von der Pole gestartete Drugovich beendete das Rennen auf Position 6. Pascal Wehrlein beendete das rennen auf Position 4, Nico Müller auf Position 7.  Maximilian Günther im DS Penske schaffte es nur auf Platz 11.

Bei warmen 27 Grad gingen die 20 Fahrer in das 27 Runden lange Rennen. Im Gegensatz zum Rennen am Vortag allerdings ohne den Pit-Boost, der Zwischen-Ladestopp.

Das Rennen wurde aus Sicherheitsgründen hinter dem Safety Car gestartet, da die Rennstrecke ziemlich nass war. Auf dem Grid waren bis zum Beginn zahlreiche Regenschirme zu sehen. Evans Wagen war allerdings in der Start-Aufstellung nicht mit dabei. Der Neuseeländert, zu dem Zeitpunkt noch Meisterschaftsführender, konnte nicht in das Rennen starten und befand sich in Alltagskleidung in der Jaguar-Garage.

Stehender Rennstart nach Safety Car

Nach drei Runden fuhr das Safety Car rein und das Rennen begann mit einem stehenden Start. Nico Müller beschrieb über den Funk sehr nasse aber machbare Konditionen auf der Strecke. Die Fahrer fuhren mit Bunouts in ihre Startboxen und dann ging es in Runde vier ins Rennen. Die ersten vier Fahrer, Barnard, Marti, Mortara und de Vries, holten sich direkt den Attack Mode für vier Minuten. Die zwei Porsches folgten eine Runde danach, wobei Müller sich als einziger sechs Minuten sicherte.

Mit Attack Mode im Gepäck fanden sich sich die zwei Porsche-Piloten an der Spitze des Feldes. Es kam zu einem leichten Kontakt zwischen Marti und Müller, den beide aber sichtlich unbeschadet überstanden. Wehrlein bekam von seinem Team gesagt, dass Müller hinter ihm trotz längerer Attack-Mode-Aktivierung ihn nicht angreifen würde. Zu dem Zeitpunkt eine Top 4 bestehend aus vier Porsche angetriebenden Fahrzeugen mit den zwei Werks-Porsches Wehrlein und Müller an der Spitze gefolgt von Drugovich und Dennis in den Andrettis auf den Plätzen drei und vier.

Kontakt zwischen Rowland und da Costa

Auch bei Rowland und da Costa wurde es gefährlich: es kam zu einem Kontakt von dem Felix da Costas Frontflügel einen Schaden davon trug. Rowland funkte empört, dass Felix da Costa in ihn eingelenkt habe. Der Jaguar-Fahrer bekam für den Kontakt eine Verwarnung ausgesprochen. Der hängende Flügel schleifte anschließend am Reifen des Portugiesen.

Es kam zu einem atemberaubenden Überholvorgang von Buemi, der mit Attack Mode an seinem Teamkollegen und Müller vorbei ging. Joel Eriksson passierte ebenfalls den Porsche und fand sich kurz danach an der Spitze des Feldes wieder. Teamkollege Buemi fand sich noch immer hinter Wehrlein.

Full Course Yellow sorgt für die Entscheidung

Zane Maloney sorgte kurz darauf für eine gelbe Flagge die kurz darauf zu einem Full Curse Yellow wurde. Der Barbadier kam zu einem Stop und konnte das Rennen nicht fortführen. Er bleibt auf der Start-Ziel-Geraden stehen. Viele Fahrer verloren durch die Unterbrechnung die extra Power des Attack Modes, unter ihnen auch Joel Eriksson und Jean-Eric Vergne auf den ersten zwei Plätzen. Lucas di Grassi fand sich zu der Zeit auf Position drei wieder mit vier Minuten Attack-Mode verbleibend. Er war damit der einizge Fahrer in den Top 10 mit verbleibenden Attack Mode. Nachdem das Full Course Yellow aufgehoben wurde, fuhr Licas di Grassi über die Attack Mode Schleife und begann Jean-eric Vergne und Joel Eriksson vor ihm unter Druck zu setzen.

Eriksson, der weniger Energie übrig hatte, wurde kurz Rennschluss noch von Vergne überholt, der kurz die Führung übernahm. Doch mit di Grassi und seinem Lola-Yamaha-ABT Boliden mit Attack Mode konnte der Franzose im Citroen nicht mithalten: zu Beginn der letzten Runde auf Höhe der Start-Zielgeraden überholte di Grassi Vergne und gewann den Shanghai E-Prix.

Für die Formel E geht es in drei Wochen weiter in Tokyo.

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