Formel E

Formel E in Tokio: Dan Ticktum gewinnt, Wehrlein verliert Weltmeisterschaftsführung

Jasmin Fromm

Jasmin Fromm

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Dan Ticktum gewann das erste Nacht-Rennen der Formel E in Tokio. Der Cupra-Kiro-Pilot hat Jake Dennis in der letzten Runde überholt trotz Nicht-Angriffs-Pakt zwischen den beiden Fahrern. Der Deutsche Pascal Wehrlein konnte das Rennen nicht beenden nach einem Kontakt mit Ex-Teamkollege Antonio Felix da Costa. Sein Porsche-Teamkollege Nico Müller beendete das Rennen auf Position 18, Max Günther blieb ebenfalls punktelos mit einer Platz 15 Positionierung.

Am Samstagabend (13:05 Uhr MESZ) ging es für die Formel E erstmals in Tokio unter Flutlicht an den Start. Während des vier Stunden zuvor stattfindenden Qualifyings hatte sich Andretti-Pilot Jake Dennis in einem spannenden Zweikampf gegen den starken Mitstreiter Edoardo Mortara im Mahindra die Pole-Position gesichert.

Für das Rennen waren 36 Runden angesetzt, mit dem Einsatz des Zwischen-Ladestopps "Pit-Boost".

Mehrere Kontakte

Bei untergegangener Sonne und Temperaturen von 27 Grad ging es los. Zu Beginn kam es zu einem Kontakt zwischen Müller und Felix da Costa. Müller kam mit einem Reifenschaden davon. Der Schweizer fuhr daraufhin in die Box, konnte anschließend aber wieder auf die Strecke zurückkehren. Zane Maloney fuhr zu Beginn in die Box, um seine 10-Sekunden-Strafe abzusitzen. Auch Nyck de Vries musste nach einem Kontakt mit Sebastien Buemi in die Box. Der Schweizer im Envision erhielt für den Kontakt eine Fünf-Sekunden-Strafe.

Taylor Barnard hatte sich zu Beginn bereits zwei Positionen nach vorne gearbeitet und kämpfte unter den Top 3 mit. Damit war er der Fahrer, der in der Top-Gruppe die meisten Plätze gutgemacht hatte.

In Kurve 7 kam es zu einem leichten Kontakt zwischen Norman Nato, Pascal Wehrlein und Max Günther: Nato fuhr seitlich in den DS-Penske-Wagen von Günther und es kam anschließend zu einem Kontakt mit dem Heck des Porsches von Wehrlein. Für den Kontakt erhielt der Franzose eine Fünf-Sekunden-Strafe.

In Runde 14 holte sich Sebastien Buemi als erster den Attack Mode und arbeitete sich nach vorne auf Position zwei mit der Extra-Power.

Verfrühtes Rennende für Weltmeisterschaftsführenden Wehrlein

Wehrlein und Felix da Costa berührten sich. Felix da Costa fuhr wegen des Kontaktes mit der Nase in die Barriere. Wehrlein trug einen beschädigten Frontflügel davon. Der deutsche fuhr kurz danach in die Box für den Pit-Boost, seine Nase blieb allerdings unangerührt. Er fuhr mit beschädigtem Front-Flügel zurück auf die Strecke, kehrte anschließend aber wieder in die Garage ein und stieg aus dem Wagen. Ein schwerer Schlag für den Weltmeisterschaftsführenden, der anschließend auch noch eine Zeitstrafe für den Kontakt ausgesprochen bekam.

In Runde 26 hatten alle Fahrer den Pit Boost geholt und Dan Ticktum hatte sich mit Attack Mode an die Spitze des Feldes vorgearbeitet. Es folgten harte Zweikämpfe, Ticktum machte sich gegen Dennis breit und machte es ihm schwer zu passieren. Mit Attack Mode im Gepäck arbeitete sich der von der Pole gestartete Dennis aber an dem Cupra Kiro vorbei. Cassidy hatte sich in der Zwischenzeit auf Position drei vorgearbeitet. Mitch Evans machte auch aus dem Mittelfeld Druck und arbeitete sich mit Attack-Mode-Aktiverung nach vorne. Er fand sich nach Ablauf der Extra-Kraft auf Position fünf wieder und schaffte es gegen Ende auch noch eine weitere Position gutzumachen. Mit Evans in den Punkten verlor der Deutsche Wehrlein die WM-Führung an Evans.

Dennis und Ticktum kämpften hart

Zwischen Dennis an der Spitze und Ticktum direkt hinter ihm wurde ein Nicht-Angriffs-Pakt ausgesprochen, doch in der letzten Runde ist der Brite im Cupra Kiro an Dennis vorbei gefahren und sicherte sich damit in der letzten Runde den Sieg. Dennis beendete das Rennen auf Position zwei, Nick Cassidy holte sich den letzten Podiumsplatz.

Die Top 10 wurden von Evans, Mortara, Vergne, Rowland, Marti, Felix da Costa und Barnard komplettiert.

Morgen geht es in Tokio mit dem zweiten Teil des "Double-Headers" weiter. Um 6:30 Uhr MESZ steht das 3. Freie Training auf dem Zeitplan.

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