Formel E in Tokio: Edoardo Mortara gewinnt verspätetes 1. Freies Training
Jasmin Fromm
Andreas Beil
Das Rennwochenende in Tokio begann stürmisch. Kurz vor Beginn des 1. Freien Trainings wurde der gesamte Paddock aufgrund von Gewittern in der Gegend kurzzeitig evakuiert. Mit 15 Minuten Verspätung fuhren die Wagen dann auf die noch immer recht nasse Strecke.Viele Fahrer kamen in der ersten Kurve von der Strecke wegen der nassen Strecke, Edoardo Mortara sicherte sich in den letzten Sekunden die Spitzenposition, gefolgt von Maximilian Günther, Jake Dennis und Pascal Wehrlein. Nico Müller schloss das Training auf der 14. Position ab.
Nach Regen kurz vor Trainingsbeginn ging es bei nassen Bedingungen für die 20 Fahrer mit 15 Minuten Verspätung unter Flutlicht auf die Strecke. Die Strecke war noch immer nass und die Wagen warfen Wasser auf. Es kam zum obligatorischen Full-Course-Yellow-Test.
Dan Ticktum fand sich zu Beginn in seiner Garage wieder. An seinem Auto wurden Änderungen vorgenommen. Sein Team fragte ihn, ob sie das Auto für trockene Gegebenheiten vorbereiten sollen. Der Brite war der Überzeugung, dass die Strecke schnell abtrocknen würde, weshalb er diese Anfrage bestätigte. Seine Vermutung stelle sich als korrekt heraus.
Nach zehn Minuten hatte Edoardo Mortara im Mahindra mit einer Rundenzeit von 1:17.482 Minuten die Führung des Feldes übernommen, gefolgt von Antonio Felix da Costa im Jaguar und Jake Dennis im Andretti. Nyck de Vries schob sich kurze Zeit später an seinem Teamkollegen vorbei und übernahm die Spitzenposition.
Start-Ziel-Gerade nach wie vor nass
Oliver Rowland sorgte kurz für eine gelbe Flagge in Kurve 1: Der amtierende Weltmeister fuhr in die Auslaufzone, drehte seinen Wagen und fuhr weiter. Nachdem mehrere Fahrer bereits Probleme mit der nassen Streckenoberfläche an der gleichen Stelle hatten, wurde die Information über den noch immer nassen Streckenabschnitt in Kurve 1 auch allen Teams weitergegeben.
Sebastien Buemi rutschte dort ebenfalls fast in die Auslaufzone, konnte das Auto jedoch auf der Strecke halten. Dabei übersah er den herannahenden Felix da Costa, sodass es sogar zu einer leichten Berührung zwischen den Fahrzeugen kam.
Contact in FP1 between António Félix da Costa and Sébastien Buemi down at Turn 1.#TDKTokyoEPrix #FormulaE pic.twitter.com/13sj2VQ7VB
— Formula E (@FIAFormulaE) July 24, 2026
Mit noch zwölf Minuten auf der Uhr konnten sich die beiden Citroen-Fahrer Jean-Eric Vergne und Nick Cassidy mit 350-kW-Modus die Positionen eins und zwei sichern. Kurz darauf verbesserten viele Fahrer jedoch ebenfalls ihre Zeiten. Joel Eriksson übernahm zwischenzeitig die Führung, gefolgt von Antonio Felix da Costa, Jean-Eric Vergne, Jake Dennis und Nyck de Vries. Nico Müller im Porsche übertraf Erikssons Zeit kurz darauf um sieben Hundertstelsekunden.
Kurz vor dem Ende des Trainings folgten noch viele weitere Verbesserungen. Die Strecke trocknete weiter ab, außerdem nutzten fast alle Fahrer nochmal den Modus mit maximaler Leistung und Allradantrieb. Wehrlein übernahm kurz die Spitzenposition, Verbesserungen von Mortara, Günther und Dennis schoben den Deutschen aber am Ende zurück auf Position 4.
Die Top 10 des 1. Freien Trainings waren Mortara, Günther, Dennis, Wehrlein, Felix da Costa, de Vries, Ticktum, Cassidy, Nato und Evans. Für die Formel E geht es morgen um 6:30 Uhr MESZ weiter mit dem 2. Freien Training.
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