Formel E in Tokio: Nyck de Vries gewinnt, Teamkollege Mortara sorgt für eine rote Flagge
Jasmin Fromm
FIA Formula E
Mahindras Nyck de Vries konnte sich am Sonntag den Formel-E-Sieg auf dem Stadtkurs in Tokio holen. Das Rennen war gepägt von einem Full-Course-Yellow wegen eines Zwischenfalls von Pepe Marti. Pole-Mann Edoardo Mortara sorgte mit Eriksson für eine rote Flagge. Die zwei Porsches von Nico Müller und Pascal Wehrlein beendeten das Rennen auf den Plätzen acht und 15. Max Günther sicherte sich mit einer Platz zehn Positionierung zumindest noch einen Punkt.
Pünktlich um 20:05 Uhr (13:05 Uhr MESZ) starteten die 20 Formel-E-Fahrer ins 33 Runden lange zweite Rennen des Tokio "Double-Headers". Trotz der untergegangenen Sonne war es in der japanischen Metropole noch immer ziemlich warm. Die Außentemperatur an der Strecke betrug 28 Grad. Mahindras Edoardo Mortara hatte sich im Qualifying wenige Stunden zuvor die Pole-Position gesichert, nachdem das 3. Freie Training am Morgen aufgrund starker Nässe abgesagt wurde. Hinter Mortara gingen Antonio Felix da Costa und Dan Ticktum ins Rennen.
Die Strecke war noch immer recht nass zu Beginn, weshalb die erste Runde hinter dem Safety Car gefahren wurde. Anschließend ist das Rennen mit einem Start losgegangen. Burnouts waren nicht erlaubt wurde vorab von der Renndirektion bekannt gegeben.
Antonio Felix da Costa war der erste Fahrer, der sich in Runde drei die Attack-Mode-Aktivierung holte, die zwei Porsches und Oliver Rowland folgen ihm. Jean-Eric Vergne tat es ihnen kurz darauf gleich.
Felix da Costa hatte sich mit Attack Mode an die Spitze des Feldes vorgearbeitet und bekam von seinem Team gesagt, dass er gerne Energie verwenden dürfe. Er baute sich nach und nach einen komfortablen Vorsprung aus.
Buemi und Nato kamen in Kurve 18 seitlich zusammen. Beide Fahrer schienen aus dem Kontakt aber glimpflich davon gekommen zu sein. Das Zusammenkommen der beiden wurde aber notiert von der Renndirektion.
Nässe sorgte für schlechteren Grip
Ticktum beschwerte sich in der Zeit über den Grip seines Autos. Sein Team schien mit einer nasseren Situation gerechnet zu haben während des Rennens und hatte das Auto entsprechend ausgerichtet. Die Strecke trocknete aber immer schneller ab. Dies machte Ticktum angreifbar und er wurde in Runde 11 von Barnad und es folgte starker Druck von Mitch Evans auf Position fünf hinter ihm.
Mortara, Felix da Costa und Evans bekamen eine Verwarnung ausgeprochen für das Nicht einhalten von Renndirektor Anweisungen. DIe drei hatten zu Rennbeginn unerlaubterweise Burnouts gemacht.
Marti stoppt auf der Strecke
In Runde 16 wurde die gelbe Fahne in Kurve 16 und 17 ausgerufen. Pepe Marti im Cupra Kiro ist zum Halt gekommen, nachdem der Spanier mit der Nase in die Bande kam. Buemi hatte dem Spanier nicht genug Platz gelassen um genug einlenken zu können. Es folgte ein Full Course Yellow. Die Situation wurde erst nach dem Rennen genauer untersucht.
Nachdem das Rennen wieder freigegeben wurden, hatten sich Evans und Mortara an der Spitze des Feldes einen großen Vorsprung ausgearbeitet.
Runde 20 schob sich Taylor Barnard mit Attack Mode an dem Führenden Felix da Costa vorbei. Sein ehemaliger Mentor und amtierender Weltmeister Oliver Rowland fand sich dann hinter ihm wieder. Felix da Costa und von Pole ins Rennen gegangene Mortara knapp dahinter.
Attack-Mode-Kämpfe
Rowland fuhr mit Abstand an der Spitze und hinter ihm kämpften Barnard mit Attack Mode und Vergne. Nachdem Barnards Attack-Mode-Zeit abgelaufen war wurde er schnell von Vergne und dann seinem Citroen Teamkollegen Cassidy eingeholt. Unterdessen hatte sich de Vries Attack Mode gesichert und übernahm die Spitzenpositon von Rowland. Es folgte Cassidy und dieser übernahm die zweite Position.
Dem Rennen wurde eine Runde hinzugefügt. Mit Attack Mode schob sich Jake Dennis an Vergne vorbei und fand sich auf Platz 3 wieder, hinter Cassidy und de Vries.
Mortara und Eriksson sorgen für eine rote Flagge
Es wurde eine Doppelte Gelbe in Kurve 5 und 6 ausgerufen. Drei Wagen waren dort zusammen gekommen und versperrten das Durchkommen der anderen Mittreiter. Mortara war hinten in den Envision von Eriksson gefahren und hatte den grünen Wagen gedreht. Der Jaguar von Felix da Costa stellte auch Kontakt her mit dem Heck vom Mahindra.
Aus der doppelten gelben wure anschließend eine rote Flagge. Das Rennen wurde hinter dem Safety Car wieder aufgenommen und startete mit einem rollenden Start, viel änderte sich allerdings nicht mehr. Nyck de Vries fuhr als Gewinner über die Ziellinie, knapp gefolgt von Nick Cassidy und Jake Dennis.
Die Top 10 wurde von Rowland, Vergne, Nato, Buemi, Müller, Barnard und Günther komplettiert.
Herstellerweltmeisterschaft entschieden & neuer WM-Führender
Mit dem zweiten Rennen in Tokio konnte sich auch Porsche mit der Herstellermeisterschaft kühren. Außerdem konnte Andretti-Fahrer Mitch Evans die WM-Führung von Mitch Evans klauen.
Der finale "Double-Header" der Formel E Saison findet dann in drei Wochen in der Englischen Hauptstadt London statt.
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