Formel E

Formel E: Jay Penske soll Teamanteile an Jaguar-Partner Fortescue Zero verkauft haben

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

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Bei Penske bahnt sich nach dem Formel-E-Ausstieg von DS Automobiles offenbar ein grundlegender Umbruch an. Nach einem Bericht der italienischen Tageszeitung Il Messaggero soll Teameigentümer Jay Penske Anteile an seinem Rennstall an Fortescue Zero verkauft haben. Das Unternehmen ist langjähriger Technikpartner von Jaguar TCS Racing und tief in die Entwicklung und den Betrieb des Formel-E-Programms eingebunden. Damit dürften in der Gen4-Ära insgesamt sechs Fahrzeuge mit Jaguar-Antrieb antreten. Eine offizielle Bestätigung des Deals steht bislang aus.

Wie groß der Anteil ist, den Fortescue Zero übernommen haben soll, geht aus dem Bericht bislang nicht hervor. Die sportliche Konsequenz des Einstiegs erscheint dagegen deutlich: Jaguar hat bereits bestätigt, sein bisheriges Kundenteam Envision Racing auch in der Gen4-Ära mit seinem Antriebsstrang auszurüsten. Mit Penske kämen zwei weitere Fahrzeuge hinzu.

Fortescue Zero steckt bereits tief im Jaguar-Formel-E-Team

Sollte ein bedeutender Anteil des Teams an Fortescue Zero übertragen worden sein, würde das Unternehmen damit faktisch zwei Formel-E-Teams kontrollieren. Denn auch Jaguar TCS Racing ist operativ eng mit seinem Technikpartner verzahnt: Der Rennstall sitzt am Fortescue-Standort in Kidlington, wo auch der Jaguar-Antriebsstrang entwickelt und montiert wird. Zahlreiche Stellen bei Jaguar TCS Racing, darunter Positionen für Mechaniker und Ingenieure, werden sogar direkt von Fortescue Zero ausgeschrieben.

6 Autos mit Jaguar-Antrieb in Gen4 & Parallelen zu Porsche

Mit Penske käme Jaguar in der Gen4-Ära damit auf insgesamt sechs Fahrzeuge: zwei beim Werksteam, zwei bei Envision und zwei bei Penske. Eine ähnliche Konstellation gibt es bei Porsche. Der deutsche Hersteller wird ab Saison 13 ebenfalls sechs Fahrzeuge mit seinem Antriebsstrang im Feld haben, davon vier Autos, die Porsche selbst einsetzt.

Der Zeitpunkt eines möglichen Anteilverkaufs wäre auch mit Blick auf die Einschreibung für Saison 13 interessant. Bis zum 14. September müssen die Teams ihre Bewerbung für die Gen4-Saison einreichen und der FIA dabei ausdrücklich auch Informationen über ihre Eigentümerstruktur vorlegen.

Taylor Barnard, Sieger des Saisonfinales in London, soll für die kommende Saison bei Penske gesetzt sein. Sein Teamkollege Maximilian Günther hat hingegen bereits bekannt gegeben, den Rennstall zu verlassen. Der Deutsche wird seinerseits mit Envision Racing in Verbindung gebracht.

Eine offizielle Bestätigung der Anteilsübernahme durch Fortescue Zero steht bislang aus. Angesichts der bevorstehenden Einschreibung für Saison 13 dürfte jedoch schon in den kommenden Wochen Klarheit über den Einstieg und Penskes künftige Jaguar-Verbindung herrschen.

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