Formel E

Formel E: Jean-Eric Vergne brilliert mit Aufholjagd in Monaco & gewinnt 1. Driver-of-Progress-Award

Timo Pape

Timo Pape

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Jean-Eric Vergne hat beim Monaco E-Prix eine beeindruckende Aufholjagd hingelegt. Vom letzten Startplatz aus ging es für den DS-Penske-Piloten bis auf den siebten Rang nach vorn, was die Formel E mit einer neuen Auszeichnung honorierte. Auch Teamkollege Stoffel Vandoorne schaffte es bis in die Punkte. Die Teamführung ist stolz auf ihre beiden Fahrer.

116 Überholmanöver durften die 20.000 Fans beim Monaco E-Prix am vergangenen Wochenende insgesamt bestaunen. Einen großen Anteil hatte daran Jean-Eric Vergne. Der Franzose machte vom letzten Startplatz aus 15 Positionen gut und holte am Ende als Siebter noch sechs wichtige WM-Punkte.

In Sachen Pace hatte es für DS Penske von Anfang an gut ausgesehen. Das Team - wie auch Stellantis-Schwester Maserati MSG - mischte in den Freien Trainings ganz vorn mit. In der Qualifikation leistete sich DS jedoch einen folgenschweren Fehler: Wegen zu niedriger Reifendrücke strichen die Kommissare die Rundenzeiten von Vergne und Vandoorne in der Gruppenphase, was für beide die letzte Startreihe bedeutete.

Trotz dieses herben Rückschlags kämpften sich beide Piloten mit guter Pace und bedachter Fahrweise stetig nach vorn, bis sie die Punkteränge erreichten. Vergne gewann dabei 15 Plätze und somit auch den ersten "ABB Driver of Progress Award". Der neue Preis, der vor dem Monaco-Wochenende eingeführt worden war, ehrt den Fahrer mit den meisten Platzgewinnen in einem Rennen.

"Wir haben definitiv den Tag gerettet, indem wir vom letzten Startplatz aus noch Punkte für Platz 7 geholt haben. Zumal wir wissen, dass es unter normalen Umständen schwierig genug ist, in Monaco in die Top 10 zu kommen", sagt Vergne, nicht ganz ohne Stolz auf seine Aufholjagd.

"Es ist wirklich schade, dass wir im Qualifying Pech hatten. Unser Ziel ist es, um den Titel zu kämpfen, also müssen wir solche Dinge vermeiden", bremst er die Euphorie. "Abgesehen davon war das Auto heute sehr konkurrenzfähig. Ich denke, wir haben das Rennen gut gemeistert. Wir müssen positiv bleiben und werden bis zum Ende alles geben."

"Insgesamt 27 Plätze gutgemacht - eine unglaubliche Leistung!"

Die ebenfalls gute Leistung von Stoffel Vandoorne, der einen Platz vor Vergne gestartet war, ging dabei fast unter. "Es lief nicht ganz perfekt mit dem Attack-Mode, aber wir können unter diesen Umständen zufrieden sein", erklärt der Belgier. "Leider mussten unsere beiden DS E-Tense FE23 aus der letzten Startreihe losfahren. Das hat unsere Arbeit im Rennen erschwert."

"Aber zum Glück konnten wir wieder in den Top 10 fahren, indem wir unser Leistungsniveau maximiert haben und als Neunte ins Ziel kamen. Es war ein schwieriger Tag für uns, aber er endete ziemlich gut, da wir einige wichtige Meisterschaftspunkte einfahren konnten", so Vandoorne.

Auch die Führungsetage bei DS Penske ist stolz auf Vergne und Vandoorne: "Unsere Fahrer haben eine atemberaubende Aufholjagd geliefert", findet DS-Performance-Chef Eugenio Franzetti. "Auf einer Strecke, auf der es traditionell schwer ist zu überholen, haben unsere beiden Champions die maximale Leistung aus dem DS E-Tense FE23 herausgekitzelt. Insgesamt haben sie 27 Plätze gutgemacht: 15 für JEV und zwölf für Stoffel. Eine unglaubliche Leistung!"

In der Team-WM der Formel E rutschte DS Penske dennoch auf den fünften Platz hinter Andretti ab. Auf das Spitzenteam Envision Racing fehlen dem franco-amerikanischen Rennstall bereits 67 Punkte. Will DS Penske noch um den Titel kämpfen, muss das Team Fehler wie in Monaco abstellen und beim nächsten E-Prix in Jakarta (3. und 4. Juni) reichlich Punkte sammeln. Vergne hat im Vorjahr bewiesen, dass ihm der Kurs liegt: Mit 7,33 Zehntelsekunden Rückstand schrammte er 2022 als Zweiter nur knapp am Sieg vorbei.

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