Formel-E-Kalender vor Umbau: Weniger Double-Header, dafür mehr Austragungsorte
Tobias Wirtz
FIA Formula E
Die Formel E hat ihren Rennkalender für die bevorstehende Gen4-Premiere auf 21 Rennen an 13 Orten ausgebaut. Dennoch sollen künftig weniger "Double-Header" stattfinden. Formel-E-Mitgründer Alberto Longo erklärt, warum die Rennserie stattdessen weitere Märkte erschließen will.
Schon jetzt besteht ein Großteil des Kalenders aus Doppelveranstaltungen. Die Formel E fährt 2026/27 zwar 21 Rennen, besucht dabei jedoch nur 13 Austragungsorte in elf Ländern. Gleich acht Events sind "Double-Header" mit einem Sprintrennen und einem Energiesparrennen, fünf Veranstaltungen bestehen aus einem einzelnen Rennen. China (Sanya und Shanghai) und die USA (Austin und Miami) sind dabei mit zwei Events vertreten. Viel Spielraum für eine weitere Expansion über zusätzliche Rennen besteht allerdings nicht. Das Sportliche Reglement erlaubt maximal 22 Rennen pro Saison.
Longo: Formel E will weitere Märkte erschließen
Dem von Cupra-Kiro-Pilot Pepe Marti geäußerten Wunsch nach zwei Rennen in Mexiko-Stadt erteilte Longo jedoch eine Absage. Im Rahmen der offiziellen Pressekonferenz zum Mexico City E-Prix 2027 am Dienstag: "Ein zweites Rennen in Mexiko ist schwierig, weil die Formel E immer globaler werden und weitere Märkte erschließen will", so Longo bei einer Pressekonferenz in der mexikanischen Hauptstadt. Die Formel E sei nach zehn Jahren praktisch Teil der sportlichen DNA von Mexiko-Stadt geworden. Genau das wolle die Serie nun an vielen anderen Orten ebenfalls erreichen, um dort langfristig erfolgreich zu sein.
Formel-E-Kalender bietet Platz für bis zu 16 Austragungsorte
Der größte Spielraum für zusätzliche Austragungsorte liegt daher in einer Reduzierung der "Double-Header". Rein rechnerisch könnten so drei zusätzliche Austragungsorte in den Kalender aufgenommen werden: Statt derzeit 13 wären bis zu 16 Events möglich, ohne die Anzahl der Rennen zu erhöhen. Mehr erlaubt das Sportliche Reglement derzeit ohnehin nicht. Dass eine solche Ausweitung tatsächlich geplant ist, hat Longo allerdings nicht angekündigt.
Mexiko-Stadt gehört zu den etabliertesten Formel-E-Veranstaltungen überhaupt und wird von der Rennserie selbst als eines der ikonischsten Rennen des Kalenders bezeichnet. Dass Longo ausgerechnet dort einem zweiten Rennen eine Absage erteilt und stattdessen die Erschließung neuer Märkte als Ziel nennt, verdeutlicht die strategische Richtung: Die Formel E will künftig offenbar weniger durch zusätzliche Rennen als vielmehr durch zusätzliche Austragungsorte wachsen.
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