Formel E

Formel E: Kein Ersatzrennen für Montreal, Norisring vom Tisch

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Was sich bereits seit einiger Zeit andeutete, ist nun Realität: Der Double-Header in New York City am 14./15. Juli wird das Saisonfinale der aktuellen Formel-E-Saison bilden. Das bestätigen mehrere Medienberichte übereinstimmend. Den Organisatoren der Elektroserie gelang es demnach nicht, einen Ersatzaustragungsort für das im Dezember abgesagte Rennen in Montreal zu finden. Sowohl ein zusätzliches Doppelrennen - etwa in Rom oder Berlin - als auch ein zusätzlicher E-Prix am 30. Juni - etwa ein Rennen am Norisring - sind damit vom Tisch. Damit schrumpft der Rennkalender der aktuellen vierten Saison von 14 auf zwölf Rennen.

Zuvor war das Formel-E-Rennen eines der zentralen Themen im Bürgermeisterschaftswahlkampf von Montreal gewesen, da der frühere Bürgermeister der Stadt, Denis Coderre, das Saisonfinale 2017 mit mehr als 20 Millionen Kanadischen Dollar aus Steuermitteln finanziert hatte und zudem Korruptionsvorwürfe laut wurden. Coderre verlor die Wahl, und seine Nachfolgerin, Valerie Plante, kündigte an, den E-Prix aus der Innenstadt zu verbannen. Nachdem eine Verlegung auf die Formel-1-Strecke auf der Ile Notre-Dame scheiterte, folgte letztlich die Absage des Rennens.

Am Mittwoch fand ein Meeting der FIA-Kommission mit besonderem Augenmerk auf den Rennkalender statt. Hierfür hatte die FIA im vergangenen Jahr eigens eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Noch vor wenigen Tagen waren Gerüchte aufgekommen, die Formel E könnte kurzfristig ein zusätzliches Event in Birmingham oder auf dem Norisring ausrichten. Diese Hoffnungen haben sich nun zerschlagen. Auch die Erweiterung des Rennens in Rom zu einem Double-Header kann in der Kürze der Zeit wegen der logistischen Anforderungen nicht realisiert werden.

Es handelt sich nicht um die erste ersatzlose Rennabsage in der Geschichte der Formel E. Bereits in der ersten Saison war ein geplantes Rennen in Rio de Janeiro mehrere Monate vor dem Saisonstart abgesagt worden, das gleiche Schicksal erlitt Moskau im Jahr 2016. Vor wenigen Monaten wurde auch das geplante Rennen in Sao Paulo abgesagt. Wenige Tage später sprang jedoch immerhin Punta del Este als Ersatz ein.

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