Formel E

Formel E: Max Günther & Maserati gewinnen verregneten 1. Testtag in Valencia

Timo Pape

Timo Pape

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Maserati-Neuling Max Günther war am ersten Tag der Formel-E-Vorsaison-Testfahrten 2022 in Valencia der Schnellste. Der Deutsche setzte sowohl am Vormittag als auch in der Nachmittagssession die Bestzeiten. Der Dienstag wurde allerdings durch längere Unterbrechungen und starken Regen am Nachmittag zerrüttet. Die Erkenntnisse zum Auftakt sind demnach mit Vorsicht zu genießen.

Der Vormittag begann bereits mit einem frühen Ausrufezeichen von Jake Hughes. Der Rookie im McLaren setzte die Bestzeit, während sich Max Günther hinter ihm auf Platz 2 anstellte. Etwas später übernahm Mahindra-Pilot Oliver Rowland die Spitze der Zeitentabelle und sollte dort für lange Zeit verweilen. Weniger rund lief es für ABT Cupra. Weder Robin Frijns noch Nico Müller konnten über weite Strecken der Vormittagssession eine Rundenzeit setzen. Gleiches galt für Jake Dennis im Andretti.

Nach rund anderthalb Stunden kam es zur ersten kürzeren Unterbrechung der Session. Nick Cassidy war ins Kiesbett gerutscht. Ein paar Streckenposten schoben das Envision-Fahrzeug jedoch kurzerhand an, sodass Cassidy in langsamem Tempo eigenständig an die Box zurückkehren konnte. Indes begann es erstmalig leicht zu regnen - einer von mehreren Schauern über den Tagesverlauf hinweg.

Mitch Evans dreht sich und wird angehoben

Nach knapp zweieinhalb Stunden wurde zum zweiten Mal die rote Flagge geschwenkt. Diesmal mussten zwei Streckenposten in die Schikane laufen, um ein Teil aufzuheben. Möglicherweise war ein Fahrzeug angeschlagen oder hatte das Teil einfach nur so verloren. Es ging jedoch schnell mit grünen Flaggen weiter.

Nur zehn Minuten später folgte die nächste Unterbrechung, diesmal infolge eines Drehers von Mitch Evans in Kurve 5. Der Jaguar wurde zwar von einem Abschleppwagen angehoben und wieder auf die Strecke gesetzt, fuhr dann jedoch selbst zurück Richtung Boxengasse.

Rund zehn Minuten vor dem Ende der ersten Testsession fiel endlich die Bestzeit: Zunächst drehte Jake Hughes die schnellste Runde, dann Maximilian Günther. Der Deutsche setzte eine Zeit von 1:26.096 Minuten, erreichte damit aber noch nicht den Streckenrekord von 2021. Dennoch gewann er die Vormittagssession vor Hughes (McLaren), Oliver Rowland (Mahindra), Edo Mortara (Maserati) und Meister Stoffel Vandoorne (DS) ein.

Pascal Wehrlein im Porsche beendete den Vormittag als Achter, seine deutschen Landsleute Andre Lotterer (Andretti) und Rene Rast (McLaren) auf den Positionen 19 und 20.

Rote Flaggen & Regen sorgen für zerfahrenen Nachmittag

Der Nachmittag begann um 14 Uhr genauso, wie der Vormittag aufgehört hatte: Max Günther setzte frühzeitig eine Bestzeit und sollte die Spitzenposition sogar bis zum Ende nicht mehr hergeben. Obwohl es zwischenzeitlich wieder leicht zu regnen begonnen hatte, unterbot Günther seine Bestzeit etwas später abermals mit zwei Sektorenbestzeiten.

Nach knapp einer Stunde blieb Jake Hughes am Ausgang von Kurve 5 stehen - die vierte rote Flagge des Tages. Diesmal dauerte die Unterbrechung deutlich länger, weil der McLaren auf einem Abschleppwagen abtransportiert werden musste. Erst nach gut 26 Minuten ging es weiter. Die beiden Porsche-Piloten Pascal Wehrlein und Antonio Felix da Costa schoben sich in der Folge auf die Positionen 2 und 3 vor. Wehrlein war dabei nur 41 Tausendstelsekunden langsamer als der Maserati-Fahrer.

Dann schon wieder rote Flaggen, zum fünften Mal: Diesmal blieb Sergio Sette Camara im Nio 333 stehen - beinahe an derselben Stelle wie Hughes zuvor. Erneut musste der Rennwagen abgeschleppt werden, diesmal jedoch an einem Seil hinter dem Bergungsfahrzeug. So dauerte die Unterbrechung abermals fast 20 Minuten. Zu allem Überfluss fing es auch noch stärker an zu regnen, sodass folglich kaum noch Autos auf den Kurs fuhren.

Keine Verbesserungen mehr gegen Ende

So veränderte sich bis zum Ablauf der Zeit nichts Nennenswertes mehr. Wie schon die erste Session ging auch der Nachmittag an Max Günther und Maserati. Hinter ihm sortierten sich die beiden Porsche-Piloten mit geringem Abstand ein, dann Edo Mortara und dahinter die beiden DS Penske von Stoffel Vandoorne und Jean-Eric Vergne. Andre Lotterer wurde Siebter, Rene Rast 17.

Durch die vielen Unterbrechungen und schlechten Fahrbedingungen ist das Ergebnis des ersten Testtages in Valencia jedoch wenig aussagekräftig. Trotzdem bleibt festzuhalten: Maserati, Konzernschwester DS und Porsche haben zum Auftakt wohl den besten Eindruck hinterlassen.

Die dritte von insgesamt sechs Testsessions beginnt am Mittwochmorgen um 9 Uhr - abermals zu verfolgen im Liveticker von e-Formel.de. Zudem soll nachmittags ein gesamter Renntag simuliert werden.

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