Formel E

Formel E: McLaren Racing unterzeichnet Einstiegsoption zur Gen3-Ära ab 2022

Timo Pape

Timo Pape

McLaren Racing und die Formel E haben am Montag eine Vereinbarung unterzeichnet, die dem britischen Automobilhersteller die Option auf einen Serieneinstieg ab Ende 2022 garantiert. Sicher ist das Formel-E-Engagement als Team und Hersteller allerdings noch nicht: McLaren evaluiere weiterhin das Potenzial künftiger Motorsport-Plattformen und hätte die Möglichkeit, zur neunten Saison - dem Beginn der Gen3-Ära - erstmals rein elektrisch an den Start zu gehen.

Die Unterzeichnung des Dokuments unterstreicht das Interesse McLarens an der Formel E und setzt ein wichtiges Zeichen für alle Wettbewerber, denn bislang hat sich allein Mahindra Racing zur Gen3-Ära ab Ende 2022 bekannt. Alle Hersteller müssen sich in den kommenden Monaten erneut einschreiben. Das positive Signal McLarens könnte womöglich auch andere OEMs überzeugen. Zudem bestätigte die Formel E beiläufig die von einigen Herstellern ersehnte Einführung einer Kostendeckelung ab Saison 9.

Bereits in den vergangenen Wochen hatten wir über einen Formel-E-Einstieg McLarens spekuliert, jedoch eher als reines Rennteam - etwa als potenzieller Kunde von Mercedes. Nun hat die Marke aus Woking sogar die Chance auf einen Herstellerstatus und könnte somit auf Audi folgen. Die Ingolstädter verlassen die Formel E nach der Saison 2021. Bislang ist nicht klar, ob es Interessenten für die Audi-Lizenz gibt.

Berührungspunkte mit der Formel E besitzen die Briten schon seit vielen Jahren: In den Saisons 1 und 2 stellte McLaren allen interessierten Teams zunächst einen Einheitselektromotor zur Verfügung. Seit Ende 2018 ist McLaren Applied außerdem exklusiver Gen2-Batterielieferant der Formel E im Rahmen eines Vertrags für vier Saisons, der am Ende der Saison 2021/22 endet. Dann will McLaren Racing entscheiden, ob man das Engagement in der Elektro-Meisterschaft als Wettbewerber weiterführt und ausbaut.

McLaren-Boss Zak Brown: "Einstiegsoption gibt uns die nötige Zeit, um zu entscheiden"

"Wir haben die Formel E schon seit einiger Zeit genau beobachtet und den Fortschritt und die zukünftige Richtung der Serie verfolgt", erklärt McLaren-CEO Zak Brown. "Die Möglichkeit, eine Einstiegsoption zu ziehen, nachdem der Supplier-Vertrag zwischen McLaren Applied und der FIA am Ende der Gen2-Ära endet, gibt uns die nötige Zeit, um zu entscheiden, ob die Formel E für McLaren als zukünftige Wettbewerbsplattform das Richtige ist."

Konzeptlackierung auf Gen2-Auto | e-Formel.de

"Dass McLaren Racing sich eine Option auf einen Einstieg in die Formel E gesichert hat, ist ein Beweis für die anhaltende Bedeutung unseres Sports", sagt Seriengründer Alejandro Agag. "In der Formel E sind bereits einige der berühmtesten Namen im Motorsport angetreten, und sind wir begeistert, dass sich auch McLaren Racing entschieden hat, einen möglichen Einstieg in die Formel E zu prüfen."

"Wir freuen uns sehr, dass sich McLaren Racing, einer der traditionsreichsten Namen im Motorsport, eine Option für den Einstieg in die Formel E gesichert hat", meint Formel-E-CEO Jamie Reigle. "McLaren hat als Lieferant unserer Gen2-Batteriesysteme immens zum Erfolg der Formel E beigetragen. Wir freuen uns nun darauf, mit McLaren Racing zusammenzuarbeiten, um das sportliche und kommerzielle Potenzial der Formel E zu demonstrieren und Wege zu finden, die Serie auf ein neues Niveau zu heben."

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