Formel E

Formel E: Mercedes & Venturi in Mexiko "einfach nicht schnell genug", Strafe gegen Lucas di Grassi

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Merrcedes-EQ-Formula-E-Top-Mexico-City

Nach dem dominanten Saisonstart in Saudi-Arabien reisten Mercedes und Venturi als Favoriten nach Mexiko. Im Autodromo Hermanos Rodriguez mussten sich beide Teams jedoch der teils deutlich stärkeren Konkurrenz geschlagen geben. Während Nyck de Vries (Mercedes) und Edoardo Mortara (Venturi) immerhin noch wichtige WM-Punkte sammelten, gingen Stoffel Vandoorne (Mercedes) und Lucas di Grassi (Venturi) punktlos aus. Der Brasilianer erhielt sogar noch eine nachträgliche Strafe. Eine Bestandsaufnahme.

Dass Mercedes und Venturi in Mexiko ins Hintertreffen geraten könnten, bahnte sich bereits im Abschlusstraining vor der Qualifikation an. Als bester Fahrer mit Mercedes-Power schaffte es di Grassi lediglich auf Platz 10. Die Sieger des Diriyya E-Prix - Mortara und de Vries - landeten sogar nur auf den Rängen 19 und 20.

Dank schneller Rundenzeiten in der Gruppenqualifikation schafften es dennoch drei von vier Mercedes-Fahrern in die K.-o.-Phase des Qualifyings. Mortara zog sogar ins finale Shoot-out gegen Pascal Wehrlein (Porsche) ein und sicherte sich dort Startplatz 2.

Die gute Ausgangslage münzte der Schweizer im Rennen in einen frühen Angriff auf den Porsche-Fahrer um. "Ich konnte die Führung übernehmen, aber dann war die Pace nicht gut genug, um es aufs Podium zu schaffen", kommentierte Mortara seine Leistung nach dem E-Prix auf Instagram. Im weiteren Rennverlauf rutschte der Schweizer bis auf Platz 5 ab. "Wir müssen jetzt einfach weiterziehen und uns auf das nächste Rennen konzentrieren."

Mercedes-Fahrer: "Es war schwer, vorne mitzuspielen"

Während Mortara insgesamt 20 Runden des Laufs anführte, kämpften die Mercedes-Werkspiloten um den Anschluss an die Führungsgruppe. Auf den hinteren Rängen der Top 10 fuhren de Vries und Vandoorne zwar meist auf Punktekurs, blieben jedoch deutlich unter dem Potenzial, das noch in Saudi-Arabien in den "Silberpfeilen" zu schlummern schien.

"Ich blicke mit gemischten Gefühlen auf das Rennen zurück", erklärt de Vries, der den E-Prix auf Platz 6 abschloss. "Alles in allem bin ich mit unserem Tag zwar zufrieden. Ich glaube aber einfach, dass wir heute nicht schnell genug waren. Wir wollten das Tempo der Top 5 mitgehen, aber die Fahrer hinter uns waren sehr angriffslustig. Sobald man in diese Duelle verwickelt wird, ist es sehr schwer, das Spiel vorne mitzuspielen. Zudem habe ich einmal die Aktivierung für den Attack-Mode verpasst, was mich eine Position gekostet hat."

Vandoorne fuhr noch in der Schlussphase innerhalb der Top 7, verlor jedoch nach einem Fremdkontakt mehrere Positionen und fiel auf den elften Rang zurück. "Dadurch, dass ich in den letzten zwei Runden gedreht wurde, haben wir heute viele Punkte verloren", so der Belgier. "Solche Tage gibt es manchmal. Wir hatten etwas mehr zu kämpfen als in Diriyya und müssen jetzt analysieren, warum. Vor Rom gibt es einige Hausaufgaben zu erledigen, damit wir dort zurückschlagen können."

Di Grassi nach Zeitstrafe ohne Punkte

Im zweiten Venturi-Renner überquerte di Grassi den Zielstrich zunächst auf Platz 8. Der Brasilianer wurde für das Verursachen eines Unfalls mit Nyck de Vries allerdings nachträglich bestraft und auf Platz 12 zurückgestuft. "Nach der Hälfte des Rennens war das Auto beschädigt. Das hat unseren Tag noch schwerer gemacht", analysiert der 37-Jährige in seinen Social-Media-Kanälen. "Inklusive der insgesamt schnellsten Rennrunde haben wir es von Platz 14 auf Position 8 geschafft, aber eine 5-Sekunden-Zeitstrafe hat uns aus den Punkten genommen. Ein Wochenende zum Vergessen."

Mortara erreichte das Ziel als bester Mercedes-Fahrer auf Rang 5. Der Schweizer sammelte dabei genügend Punkte, um weiterhin die Fahrerwertung der Formel E anzuführen und seinen Vorsprung auf Platz 2 sogar auszubauen. Venturi und Mercedes verteidigten auch in der Team-WM die Plätze 1 und 2 , jedoch lauert Porsche vor dem nächsten Rennen in Italien (9./10. April) mit einem Rückstand von nur sechs Zählern auf Position 3.

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