Formel E

Felix da Costa bei Formel-E-Rennen in Mexiko unter Zugzwang: "Wenn ich 0 Punkte sammle, haben wir ein Problem"

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Techeetah-Track-Inspection-Autodromo-Hermanos-Rodriguez

Für den ehemaligen Formel-E-Meister Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) lief der Saisonstart in Saudi-Arabien nicht nach Plan. Im ersten Rennen des neuen Jahres schied er nach einem Unfall bereits in Runde 1 aus, im zweiten sammelte er nach einem Qualifying-Problem ebenfalls keine Punkte. Beim Mexico City E-Prix an diesem Samstag will der Portugiese zurück zu alter Form finden.

Dass Antonio Felix da Costa in zwei aufeinanderfolgenden Rennen keine Zählte sammelte, passierte ihm in der Gen2-Ära zuvor erst zweimal: 2019 blieb er bei den E-Prix von Marrakesch und Santiago ohne Punkte, 2021 bei den Rennen in Puebla und New York. "Das war kein idealer Start", weiß der 30-Jährige selbst. Für Mexiko-Stadt erhöht er den Druck auf sich selbst: "Hier muss es einfach funktionieren. Es gibt gar keine andere Option. Wenn ich hier null Punkte sammle, haben wir ein Problem."

In der offiziellen Pressekonferenz vor dem dritten Saisonlauf 2022 unterstreicht Felix da Costa: "Wenn man in diesem Jahr bei einem Rennen punktlos bleibt, ist das viel schlimmer als in der Vergangenheit. Früher half einem noch das Qualifying-Format, das aber durch das neue ersetzt wurde."

Der DS-Techeetah-Fahrer spielt dabei auf das Knock-out-System an, das in der Saison 2022 mit einem Turniersystem das Super-Pole-Format ablöste. Im Jahr zuvor teilte die Formel E ihr Startfeld noch in vier Qualifying-Gruppen ein, die in der umgekehrten WM-Reihenfolge nacheinander um den Einzug ins Shoot-out um die besten sechs Startplätze kämpften.

Wer im vorausgegangenen E-Prix Meisterschaftsplätze verlor, startete somit aus einer "späteren" Gruppe und hatte meist bessere Streckenverhältnisse - und somit bessere Chancen auf eine gute Startposition. "Jetzt gibt es keinen Vorteil mehr, wenn man null Punkte sammelt", sagt Felix da Costa, "es tut also umso mehr weh."

Felix da Costa: "Wie gegen starke Strömung zu rudern"

"In Diriyya konnten wir einige gute Runden im Freien Training zeigen, aber unsere Pace im Rennen war schockierend", gibt sich der Meister der Formel-E-Saison 2019/20 selbstkritisch. "Teilweise waren wir gut fünf, sechs Zehntelsekunden pro Runde langsamer als die Führenden. Zudem hatte ich 40 Runden weniger Erfahrung als alle anderen, weil ich (samstags) in Runde 1 aus dem Rennen genommen wurde. Es war an Tag 2 also so, als müsste ich gegen eine starke Strömung rudern."

Vor dem Mexico City E-Prix gibt sich Felix da Costa trotzdem optimistisch: "Manchmal ist das im Leben so. Ich kenne auch die andere Seite, wenn man nur gewinnt und gewinnt. In solchen Phasen braucht es positive Gedanken. Man muss da einfach durch und weiter hart arbeiten. Wir haben eine Siegermentalität im Team und alle wissen, woran wir arbeiten müssen, um stärker zurückzuschlagen."

Aus Perspektive des Teams reist immerhin Jean-Eric Vergne, der Teamkollege von Felix da Costa, mit etwas Rückenwind nach Mexiko-Stadt. Der Franzose sammelte in Diriyya für die Plätze 8 und 6 insgesamt zwölf WM-Punkte, die ihn innerhalb der Top 10 in der Fahrerwertung halten. Das zweifache Meisterteam DS Techeetah rangiert in der Gesamtwertung vor dem Mexico City E-Prix (live bei ProSieben und im Liveticker) auf Rang 7.

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 4 und 1?
Advertisement