Formel E

Formel E: Mitch Evans gewinnt 1. Freies Training in Monaco, Sam Bird crasht

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

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Mitch Evans hat im 1. Freien Training zum Monaco E-Prix die schnellste Rundenzeit erzielt. Der Jaguar-Pilot umrundete den Circuit de Monaco in 1:30.414 Minuten und verwies damit Robin Frijns und Nick Cassidy auf die folgenden Plätze. McLaren-Fahrer Sam Bird sorgte mit einem Unfall für eine Schrecksekunde, ein gelöstes Werbebanner für eine kurzzeitige Unterbrechung der Session.

Alle 22 Fahrer gingen mit dem Aufleuchten der grünen Ampel auf die Strecke, die nach Regenfällen am Freitag noch teilweise feucht war. Nach zwei Minuten gab es die obligatorische Full-Course-Yellow-Übung, die der Renndirektor in jedem 1. Freien Training durchführt. Die erste Bestzeit kam von Lucas di Grassi, dem jedoch noch mehr als 20 Sekunden auf den Streckenrekord aus dem Vorjahr fehlte. Die Rundenzeiten wurden jedoch von Runde zu Runde schneller.

Nach zehn Minuten führte Nick Cassidy vor Mitch Evans und Stoffel Vandoorne. Sergio Sette Camara hatte hingegen noch keine aussagekräftige Rundenzeit gesetzt, der Brasilianer stand zudem an der Box. Am Funk beklagte er sich über ein technisches Problem mit seinem Antrieb.

Da sich nach der Kasino-Kurve ein abgerissenes Werbebanner mitten auf der Strecke befand, unterbrach die Rennleitung das Training mit der roten Flagge. Evans lag in Führung vor Robin Frijns und Sebastien Buemi, Dreifach-Führung für Jaguar-Antriebe. Nach rund fünf Minuten Unterbrechung wurde die Session wieder freigegeben. Auch Sette Camara ging wieder auf die Strecke, klagte am Funk aber darüber, keine Bremswirkung am Frontmotor zu haben.

Sam Bird crasht

Gelbe Flaggen in Kurve 1: Sam Bird war am Ende der Start-Ziel-Geraden geradeaus gefahren und in die Streckenbegrenzung geprallt. Die Wiederholung zeigte, dass der McLaren-Pilot beide Vorderreifen blockiert hatte und geradeaus rutschte. Da er jedoch offenbar mit deutlichem Geschwindigkeitsüberschuss die Strecke verließ, war ein technisches Problem als Ursache denkbar. Das Fahrzeug wurde kurz darauf geborgen, die gelben Flaggen wieder aufgehoben.

Die Rennleitung gab bekannt, dass es wegen der roten Flagge keine Verlängerung des Trainings geben werde. Die Rundenzeiten purzelten in den letzten Minuten: Die Strecke war nun komplett trocken, außerdem fuhren die Fahrer nun ihre 350-kW-Runden. Evans unterbot als erster Pilot die Marke von 1:31 Minuten. Oliver Rowland rutschte in der Haarnadel-Kurve geradeaus, erneut gab es kurzzeitig gelbe Flaggen. Mehrere Fahrer mussten ihre Qualifying-Simulationen daher abbrechen.

In den letzten Sekunden verbesserte Evans seine Rundenzeit erneut, Robin Frijns schob sich auf den zweiten Platz vor Nick Cassidy und Jake Hughes. Die Abstände waren jedoch für Formel-E-Verhältnisse relativ groß: Hughes fehlten bereits 0,931 Sekunden auf die Bestzeit. Auffällig waren die guten Positionen der Mahindra-Fahrer: Edo Mortara und Nyck de Vries belegten die Positionen 7 und 8. Am Ende des Feldes lagen Bird und Sette Camara, dem mehr als 11,6 Sekunden auf die schnellste Rundenzeit fehlten.

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