Formel E

Formel E: Neues Streckenlayout für Berlin veröffentlicht, Tickets erhältlich

Timo Pape

Timo Pape

Die Formel E hat das neue Streckenlayout für den Berlin ePrix 2017 veröffentlicht. Wie schon in Saison eins wird das Rennen auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens in Berlin-Tempelhof stattfinden. Der neue Kurs - eine stark modifizierte Variante aus dem Jahr 2015 - ist 2,25 Kilometer lang und umfasst insgesamt zehn Kurven. Gefahren wird gegen den Uhrzeigersinn. Mit einer langen Geraden, mehreren Highspeed-Kurven und zahlreichen technischen Ecken gehört die Strecke zu den wohl anspruchsvollsten im aktuellen Rennkalender. Geplant sind zwei eigenständige Events am 10. und 11. Juni 2017. Zeitgleich mit der Veröffentlichung wurde der Ticket-Verkauf wieder eröffnet.

Nachdem sich Bezirkspolitiker aus Mitte im Januar 2017 gegen die erneute Austragung des Rennens auf der Karl-Marx-Allee ausgesprochen hatten, musste die Formel E erneut umziehen. Die Elektroserie kehrt somit zu ihren Wurzeln in der Bundeshauptstadt zurück. Schon in der ersten Saison gastierte die Formel E auf dem Vorfeld des ausgedienten Flughafens Tempelhof.

Für 2016 wurde das Event zwischenzeitlich nach Berlin-Mitte verlegt, da die Hangars des Flughafens von der Stadt Berlin zur Notunterkunft für rund 5.000 Flüchtlinge umfunktioniert wurden. Die verbliebenen Flüchtlinge (rund 700) sind weiterhin in den Hangars untergebracht und abgegrenzt von der Event-Location. Der Veranstalter greife nicht in das geplante Szenario mit den Flüchtlingen ein, es werde keine Schnittstellen geben, hat 'e-Formel.de' auf Nachfrage erfahren. Der lokale Veranstalter, die Event-Agentur Gil und Weingärtner, und die Formel E arbeiten Hand in Hand mit den zuständigen Organisationen zusammen: Tamaja (Betreiber der Notunterkünfte), LAF (Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten) sowie "Tempelhof Project" (Location-Verwalter).

Zwischen Micky Maus und Highspeed

Das neue Layout bietet einen interessanten Kontrast von ultraschnellen und langsamen Kurven. Die Abstimmung des Setups dürfte dadurch zu einer komplexen Aufgabe für die Teams werden: Setzt man eher auf Highspeed, um auf der Geraden überholen zu können, oder konzentriert man sich auf den eher langsameren "Micky-Maus-Teil" in den Sektoren 2 und 3, der maximalen Grip von den Reifen fordert? Ohnehin benötigen die Elektrofahrzeuge aufgrund des Untergrunds (Beton) mehr Bodenhaftung als üblich. Ins Auge fällt zudem Kurve 1, die an die Schneckenhaus-Kurve der Formel-1-Strecke von Shanghai erinnert.

"Für uns als deutsches Team mit deutschen Partnern und auch für mich als deutscher Fahrer ist es eine großartige Neuigkeit, dass wir in dieser Saison gleich zwei Heimrennen fahren werden", sagt der deutsche Formel-E-Fahrer Daniel Abt, der im Vorjahr Zweiter in Berlin wurde. "Es ist kein Geheimnis, dass ich die Strecke auf der Karl-Marx-Allee im letzten Jahr sehr mochte. Aber jetzt habe ich das neue Streckenlayout für Tempelhof gesehen und kann die beiden Rennen in Berlin kaum erwarten."

"Die Fans werden von den besonderen Features der Strecke begeistert sein", erklärt Abt weiter. "Vor Ort kommen sie dem Renngeschehen und auch uns Fahrern sehr nahe. Die Strecke bietet viele Überholmöglichkeiten und verspricht ein richtig spannendes Rennen. Ich freue mich wahnsinnig auf das heimische Publikum – wir werden in Berlin eine riesige 48-Stunden-Formel-E-Party für die Fans abfeiern!"

Interessant ist zudem die Lage der Garagen. Diese werden im Infield in entgegengesetzter Fahrtrichtung aufgebaut, weshalb die Piloten in zwei 90-Grad-Kurven bzw. in einer 180-Grad-Kurve die Richtung ändern müssen, bevor sie wieder auf den Kurs zurückkehren.

Karten-Vorverkauf wieder eröffnet

Ab sofort ist zudem der Formel-E-Ticket-Vorverkauf für das Rennwochenende wieder freigegeben. Tribünenplätze für einen einzelnen Renntag kosten 49 Euro. Senioren (60 Jahre und älter) sowie Schüler und Studenten erhalten eine Ermäßigung von 10 Euro, zahlen also noch 39 Euro pro Tag. Eintrittskarten für Kinder (6 bis 15 Jahre) kosten die Hälfte des Normalpreises, also 24,50 Euro. Diejenigen, die die Formel E an beiden Tagen an der Strecke verfolgen wollen, zahlen 79 Euro für ein Kombi-Ticket.

Interessierte Besucher, die keinen Tribünenplatz wollen, bekommen für 5 Euro allgemeinen Zugang zur Strecke und zum sogenannten Allianz eVillage, wo Public Viewing, Siegerehrung, Autogrammsession etc. stattfinden. Kinder in Begleitung ihrer Eltern kommen kostenlos ins eVillage. Für 20 Euro (10 Euro für Kinder) bietet der Veranstalter zudem die Möglichkeit eines Pitwalks an. Fans dürfen also durch die Boxengasse gehen und sich ein Bild von den Rennvorbereitungen der Teams machen.

Formel-E-Fans, die bereits im Besitz von Tribünenkarten für den einst geplanten Austragungsort auf der Karl-Marx-Allee sind, erhalten ein kostenloses Upgrade für ein Wochenend-Ticket in Tempelhof. Darüber hinaus können sie ohne Zusatzkosten an einer Führung durch die Boxengasse am Morgen des ersten Renntags (10. Juni) teilnehmen. Sobald alle Tribünenkonfigurationen sowie die finale Zeitplanung für Tempelhof abgeschlossen sind, kontaktiert Ticketmaster Deutschland alle bisherigen Ticketkäufer mit den aktuellen Informationen.

Zusätzliche Berichterstattung von Tobias Bluhm

Daniel Abt zeigt die neue Strecke von Tempelhof

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