Formel E

Formel E: Pit-Boost in Madrid erstmals nicht bei einem Double-Header

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

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Der Madrid E-Prix am 21. März wird eine ganz besondere Premiere erleben: Erstmals wird die Formel E ein Pit-Boost-Rennen nicht im Rahmen eines "Double-Headers" durchführen. Das berichtet FE Notebook. Hintergrund sei unter anderem die Streckenlänge von 3,934 Kilometern, womit der Kurs die mit Abstand längste Runde der Formel-E-Geschichte darstellt.

Ganze 383 Meter ist eine Runde auf dem Circuito del Jarama länger als ein Umlauf auf dem Homestead-Miami Speedway, dem bisherigen Rekordhalter. Folglich werden auch nur wenige Runden gefahren: 23 Umläufe sind für das Pit-Boost-Rennen geplant. Zuvor umfasste die Planung 21 Runden, damals noch ohne verpflichtenden Schnelllade-Boxenstopp.

Ein Dummy-Rennen auf der Strecke, das im Rahmen der Vorsaisontestfahrten 2024 stattfand, lieferte weitere Erkenntnisse: Es fanden nur sehr wenige Überholmanöver statt. Gut möglich, dass die FIA daher in ihren Simulationen die Schnelllade-Boxenstopps als Element identifiziert hat, was für gutes Racing auf der Strecke förderlich ist, ohne dass das Rennen zu einer extremen Energiesparschlacht verkommt.

Warum Madrid den Pit-Boost braucht

Zusätzlich wird eine Rolle gespielt haben, dass auf dem Kurs - einer klassischen Rennstrecke - kaum Rekuperationsmöglichkeiten vorhanden sind. Zwar wird auf der Start-Ziel-Gerade eine temporäre Schikane eingerichtet, die zusätzliche Energierückgewinnung ermöglicht, dennoch erwarten wir auf der Strecke die zweithöchste Durchschnittsgeschwindigkeit nach Portland: Mehr als 160 km/h dürften die Gen3-Evo-Boliden mit 350 kW im Schnitt auf dem Kurs fahren.

Durch den Pflichtboxenstopp erhöht sich die Energiemenge, die den Fahrern im Rennen zur Verfügung steht: Statt 38,5 kWh sind es somit nun 42,35 kWh, also zehn Prozent mehr. Die Regeln für den Boxenstopp sind so, wie sie auch bei den bisherigen Austragungen im Rahmen von "Double-Headern" waren: 34 Sekunden Mindeststandzeit, der Ladestand der Batterie muss dabei zwischen 40 und 60 Prozent betragen. Auch wird, wie bereits in Jeddah, nur noch ein Attack-Mode über sechs Minuten zur Verfügung stehen.

Ob der Pit-Boost in der spanischen Hauptstadt den gewünschten Effekt bringen wird, werden wir in gut zwei Wochen sehen. e-Formel.de wird für dich in Madrid vor Ort sein
und Live-Einblicke vom Circuito del Jarama liefern.

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