Formel-E-Qualifying am Sonntag in Berlin: Pascal Wehrlein startet Heimrennen von der Pole-Position
Jasmin Fromm
FIA Formula E
Bei warmen 26 Grad Außentemperatur und 32 Grad Streckentemperatur in Berlin konnte sich der deutsche Porsche-Fahrer Pascal Wehrlein die Pole-Position sichern. Hinter ihm geht Taylor Barnard in das Rennen am Sonntagnachmittag, Nick Cassidy startet von Startposition 3. WM-Spitzenreiter Edo Mortara verpasste die Duelle knapp und geht von Position 10 ins Rennen.
Gruppe A: Cassidy Schnellster in Gruppe A
In der ersten Gruppe des Qualifyings ging es für Edoardo Mortara, Nick Cassidy, Nico Müller, Oliver Rowland, Sebastien Buemi, Dan Ticktum, Taylor Barnard, Jean-Eric Vergne, Norman Nato und Felip Drugovich an den Start. Um 11:40 Uhr Ortszeit ging es pünktlich für die zehn Fahrer auf die Strecke.
Rowland und Ticktum gingen nach zwei Runden wieder in die Garage,um ihre Reifen zu wechseln und waren damit die letzten Fahrer, die ihre ersten Rundenzeiten setzten. Cassidy hatte zu Beginn der Gruppe über Funk mitgeteilt bekommen, dass er drei Vorbereitungsrunden fahren soll, bevor er zum ersten Mal eine schnelle Runde versuchen sollte. Dies schien auch auf alle anderen Fahrer zuzutreffen: Nach sieben Minuten kamen die ersten schnelleren Rundenzeiten.
Der Neuseeländer im Citroen platzierte sich mit einer Zeit von 0:58.440 Minuten an der Spitze des Feldes, gefolgt von Barnard, Drugovich und Vergne, wo sie ihren Platz auch halten konnten. Für diese vier Fahrer ging es anschließend in die Duellphase des Qualifyings weiter. Der Pole-Sitter vom Vortag, Mortara schaffte es nicht in die Duelle, der Schweizer beendete die Gruppe auf Platz 5, nachdem er einen leichten Kontakt mit der Mauer hatte. Hinter ihm lagen Müller, Buemi, Nato, Rowland und Ticktum, für die das Qualifying ebenfalls in der Gruppenpase endete.
Gruppe B: Felix da Costa fährt schnellste Rundenzeit
In Gruppe B kämpften Pascal Wehrlein, Mitch Evans, Antonio Felix da Costa, Jake Dennis, Pepe Marti, Joel Eriksson, Nyck de Vries, Maximilian Günther, Zane Maloney und Felipe Drugovich um das Weiterkommen in die Duelle.
Die schnelleren Runden der zweiten Gruppe des Qualifyings ließen ebenfalls auf sich warten; lange Zeit lagen die Zeiten noch über einer Rundenzeit von einer Minute. Nach sieben Minuten befanden sich auch hier dann die besten Zeiten um die 58-Sekunden-Marke. Felix da Costa führte das Feld mit einer Zeit von 0:58.439 Minuten an, gefolgt von Eriksson, Maloney und Wehrlein. Auch diese vier Fahrer konnten in den letzten beiden Minuten die Plätze halten und sich somit ihre Tickets für die Duellphase sichern. De Vries, Günther, Dennis, di Grassi, Evans und Marti schafften es hingegen nicht.
Viertelfinale
VF1: Felipe Drugovich vs. Taylor Barnard
Der Brasilianer im Andretti und der Brite im DS Penske boten sich zunächst einen sehr engen Zweikampf. Im Laufe der Runde konnte der Brite seinen Vorsprung aber immer weiter ausbauen und unterbot die Rundenzeit von Drugovich um 0.413 Sekunden.
VF2: Jean-Eric Vergne vs. Nick Cassidy
Im zweiten Viertelfinale traten die beiden Citroen-Fahrer Vergne und Cassidy gegeneinander an. Cassidy schaffte es aber, jeden der drei Streckensektoren zu dominieren und sicherte sich damit das Weiterkommen ins Halbfinale.
VF3: Zane Maloney vs. Joel Eriksson
Das dritte Viertelfinale an diesem Sonntag sah ein Duell zweier Fahrer, die bisher noch nie in ihren Formel-E-Karrieren ein Duell für sich entscheiden konnten: Zane Maloney und Joel Eriksson. Beide Fahrer fuhren ihre Runden recht ähnlich, aber 0.140 Sekunden trennten am Ende den Envision- vom Lola-Fahrer. Eriksson sicherte sich mit einer etwas besseren Zeit in allen drei Sektoren das Weiterkommen in das Halbfinale.
VF4: Pascal Wehrlein vs. Antonio Felix da Costa
Die beiden früheren Porsche-Teamkollegen Wehrlein und Felix da Costa gingen im letzten Viertelfinale des Sonntags kurz nacheinander an den Start. Mit starken Sektorenzeiten im zweiten und dritten Sektor konnte Wehrlein am Ende die Runde 0.328 Sekunden schneller absolvieren als der Portugiese im Jaguar. Für den Weltmeister aus der Formel-E-Saison 10 ging es somit weiter in das Halbfinale.
Halbfinale
HF1: Taylor Barnard vs. Nick Cassidy
Den Briten und den Neuseeländer trennten zu Beginn nicht viel, doch ein kleiner Fehler von Cassidy am Ende der Runde bedeutete, dass es für Barnard ins Finale weiterging. 0.161 Sekunden fuhr Barnard die Runde schneller als Cassidy.
HF2: Pascal Wehrlein vs. Joel Eriksson
Wehrlein konnte sich bereits zu Beginn der Runde durch einen leichten Fehler von Eriksson im ersten Sektor einen guten Vorsprung aufbauen, und diesen im Verlauf der Runde noch weiter ausbauen. 0.547 Sekunden trennte die beiden Fahrer am Ende, somit ging es für Wehrlein weiter ins Finale dieses Qualifyings.
Finale: Taylor Barnard vs. Pascal Wehrlein
Die Rundenzeiten des Porsche-Fahrers Wehrlein und des DS-Penske-Fahrers Barnard lagen vom Start bis zum Ende der entscheideneden Runde unglaublich eng beeinander. Am Ende separierten die beiden Fahrer 0.038 Sekunden, die Wehrlein schneller war. Damit sicherte sich der deutsche Porsche-Fahrer in seinem Heimrennen die Pole-Position. Es war die elfte Pole-Position seiner Karriere.
Sein Porsche-Teamkollege und Rennsieger des Vortags, Nico Müller startet das Rennen am Sonntagnachmittag von Startposition 12, Maximilian Günther im zweiten DS Penske geht eine Position vor ihm ins Rennen.
Das zweite Rennen dieses "Double-Headers" in Berlin findet um 16:05 Uhr (MESZ) statt. Der deutsche Fernsehsender DF1 überträgt den Berlin E-Prix live im Free-TV sowie im Livestream. e-Formel.de begleitet das Rennen wie gewohnt im Formel-E-Liveticker - optimal als geeignet als "Second-Screen" für echte Fans!
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