Formel-E-Qualifying in Jeddah: Mortara sichert sich die 2. Pole-Position im 2. Rennen
Jasmin Fromm
FIA Formula E
Im zweiten Jeddah Rennen der 12. Formel-E-Saison konnte sich der schnellste Fahrer des Vortages erneut die Pole-Positon sichern. Hinter ihm gehen Dennis und Felix da Costa an den Start. Für Günther reichte es am Ende nur für Startplatz 6, die zwei Porsche von Wehrlein und Müller gehen von den Plätzen 11 und 16 an den Start.
Gruppe A: Mortara Schnellster, Rowland überrascht am Ende mit starker Verbesserung
In Qualifying Gruppe A ging eine unglaublich starke Gruppe an den Start: Der Gewinner des gestrigen Jeddah E-Prix, Pascal Wehrlein fuhr in dieser Gruppe um das Weiterkommen in die nächste Phase des Qualifyings. Auch die zwei Fahrer mit denen er sich das Podium geteilt hatte am Vortag, Edoardo Mortara und Mitch Evans waren in der ersten Gruppe des Qualifyings zu finden. Mit ihnnen waren auch die Podiumsplatzierten des 1. Jeddah E-Prix des letzten Jahres, amtierender Weltmeister Oliver Rowland, Taylor Barnard und Maximilian Günther dabei. Die Gruppe wurde vollendet mit Jean-Eric Vergne, Norman Nato, Joel Eriksson und Dan Ticktum.
Bei 29 Grad Celsius Außentemperatur und heißen 51 Grad Celsius Streckentemperatur ging es für die Fahrer pünktlich an den Start.
Etwa drei Runden brauchten die Fahrer um ihre Reifen auf Temperatur zu bringen, bekam Günther zu Beginn von seinem Team gesagt. Nach 5 Minuten waren die Zeiten der Fahrer auch ungefähr auf dem gleichen Level wie in den Gruppenphasen des Vortages mit Dan Ticktum der mit einer Rundenzeit von 1:17.335 Muinuten das Feld anführte, sehr knapp gefolgt von Vergne und mit etwas mehr Abstand Wehrlein auf Platzierung. Dann legte Pole Mann vom Vortag 2 Minuten vor Ende noch einmal nach und sicherte sich die Spitzenposition der Gruppe mit einer Zeit von 1:17.253 Minuten.
Rowland scheint Anfangsprobleme gehabt zu haben: er lag lange Zeit mit einer Rundenzeit von 1:25.139 Minuten weit abgeschlagen hinten, 7 Sekunden hinter dem Rest des Feldes, am Ende schaffte er es doch noch das Weiterkommen zu sichern mit einer dritten Platzierung.
Somit sind Mortara, Günther, Rowland und Vergne im Viertelfinale. Für Ticktum, Wehrlein, Evans, Nato, Barnard und Eriksson ist das Qualifying an dieser Stelle bereits beendet.
Gruppe B: Felix da Costa Schnellster in Gruppe B
In Gruppe B befanden sich Nick Cassidy, Nico Müller, Jake Dennis, Sebastien Buemi, Antonio Felix da Costa, Nyck de Vries, Pepe Marti, Zane Maloney, Felipe Drugovich und Lucas di Grassi.
Zu Beginn der Gruppe bekam Buemi über Funk die Information mitgeteilt, dass in Gruppe A viele Fahrer gegen Ende der Gruppenphase ihre Zeiten noch einmal stark verbessern konnten. Diese Evaluation zeigte sich bei Gruppe B ebenfalls als richtig.
Die erste schnellere Zeit setzte Müller, der seinen Porsche mit einer Zeit von 1:17.620 Minuten an die Spitze des Feldes positionierte, sehr dicht gefolgt von Drugovich und Dennis. Andere Fahrer legten mit 2 Minuten verbleibend auf der Uhr noch nach, so konnte sich Maloney auf den dritten Platz vorarbeiten und die zwei Jaguar angetriebenen Buemi und Felix da Costa platzierten sich auf den Plätzen 1 und 2. Knapp vor dem Ende verbesserten Cassidy und Buemi noch ihre Zeiten und verhinderten Maloney doch noch das Weiterkommen in die Duellphase.
In der nächsten Phase des Qualifyings waren somit Felix da Costa als schnellster, Dennis, Buemi und Cassidy. Für Maloney, Drugovich, Marti, Müller, de Vries und di Grassi ging es nicht weiter.
Viertelfinale
VF1: Oliver Rowland vs. Maximilian Günther
Rowland ging die Vorbereitungsrunde aggressiver an als sein Mitstreiter und dies schien für ihn gut funktioniert zu haben. Der Brite lag von Beginn der Runde an vorne und konnte seinen Vorsprung sogar noch weiter ausbauen. Günther unterlag dem Nissan-Fahrer am Ende mit 0.250 Sekunden.
VF2: Jean-Eric Vergne vs. Edorardo Mortara
Der Polesitter vom Vortag, Mortara, konnte sich in dem Zweikampf gegen den Citroen von Vergne selbstbewusst durchsetzen: Fast eine halbe Sekunde schaffte der Schweizer die Viertelfinal-Runde schneller als der Champion der 4. und 5. Formel-E-Saison und sicherte sich damit das Weiterkommen.
VF3: Sebastien Buemi vs. Jake Dennis
Buemi und Dennis boten sich ein extrem enges Rennen bis zum Ende, wo der Schweizer auf einmal stark an Zeit verlor. Von einem Abstand von 0.098 Sekunden wurden auf einmal ein Abstand von 0.343 Sekunden. Damit sicherte sich Dennis seinen Platz im Halbfinale.
VF4: Nick Cassidy vs. Antonio Felix da Costa
Bei dem Kampf zwischen dem Jaguar von Felix da Costa und dem Citroen von Cassidy sah es lange Zeit nach einem Weiterkommen des Neuseeländers Cassidy aus, der knappe 0.030 Sekunden vor Felix da Costa lag. Doch ein Fehler am Ende der Runde verhinderte das Weiterkommen ins Halbfinale. Cassidy unterlag dem Portugiesen mit fast einer halben Sekunde.
Halbfinale
HF1: Oliver Rowland vs. Edoardo Mortara
In dem Battle zwischen Mortara und Rowland hatte sich Rowland im ersten Sektor einen Vorsprung herausgearbeitet, dieser wurde aber in den anderen Sektoren von Mortara zunichte gemacht, der dem Briten am Ende mit einem Vorsprung von 0.344 Sekunden das Ticket für das Finale wegschnappte.
HF2: Antonio Felix da Costa vs. Jake Dennis
Das Duell zwischen Felix da Costa und dem Weltermeister der 9. Formel-E-Saison war zuerst auf Augenhöhe. Doch im Verlauf der Runde konnte Dennis immer weiter ausbauen und siegte mit 0.331 Sekunden Vorsprung. Auch wenn Dennis die gefahrene Runde selber als eine "scheiß Runde" bezeichnete, reichte es doch um ins Finale einzuziehen.
Finale: Jake Dennis vs. Edoardo Mortara
Der Mahindra Fahrer Mortara und Andretti-Fahrer Dennis hätten sich kaum einen ängeren Zweikampf bieten können: Der Fahrer der gestern bereits von der Spitzenposition gestartet ist konnte sich dominant durchsetzen, wenn auch Dennis ihm extrem nah auf den Fersen war und Dennis Mortara am Ende nur 0.037 Sekunden unterlag. Mit dem Sieg des Final-Duells sichert sich die zweite Pole-Position des Jeddah Wochenendes. Auch wenn Mortara seinem Team mitteilte, dass er in Kurve 11 und 16 schon dachte, dass er mit dem Auto in der Wand landen würde, so am Limit ist er über die Strecke gefahren.
BACK-TO-BACK POLES 👊@edomortara clinches @JuliusBaer Pole Position for Round 5#JeddahEPrix pic.twitter.com/Jio23cWmAZ
— Formula E (@FIAFormulaE) February 14, 2026
Das zweite Jeddah-Rennen dieses Wochenendes findet um 18:05 Uhr (MEZ) statt. Der deutsche Fernsehsender DF1 überträgt den Jeddah E-Prix live im Free-TV sowie im Livestream. e-Formel.de begleitet das Rennen wie gewohnt im Formel-E-Liveticker - optimal als geeignet als "Second-Screen" für echte Fans!
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