Formel E

Formel-E-Qualifying in Madrid: Nick Cassidy sichert Citroen die erste Pole-Position

Jasmin Fromm

Jasmin Fromm

Nick-Cassidy-Citroen-Racing-Pole-Position-Madrid

An einem recht grauem Samstag startete die Formel E am Vormittag des 21. März 2026 in das Qualifying für den Madrid E-Prix auf der Rennstrecke von Jarama. Doch trotz der nassen Konditionen schaffte es Nick Cassidy, sich im Qualifying dominant durchzusetzen und sicherte damit seinem Team Citroen Racing die erste Pole Position in der Formel E. Nyck de Vries musste mit Platz 2 Vorlieb nehmen.

Gruppe A: Nyck de Vries schnellster der Gruppe, Drugovich letzter

In der ersten Gruppe des Qualifyings ging es für die zwei Jaguar-Fahrer Mitch Evans und Antonio Felix da Costa um das Weiterkommen in die Viertelfinals. Mit ihnen gingen auch Oliver Rowland, Sebastien Buemi, Pepe Marti, Nyck de Vries, Jean-Eric Vergne, Zane Maloney und Felipe Drugovich an den Start.

Die Gruppe fuhr pünktlich auf die Strecke, die noch immer ziemlich nass war. Die Fahrer brauchten mehrere Runden um ihre schnellen Runden fahren zu können. Die ersten schnelleren Runden kamen nach etwa sechs Minuten, als Felix da Costa das Feld anführte mit einer Rundenzeit von 1:43.938 Minuten, gefolgt von de Vries und Wehrlein. Vergne und Rowland verbesserten ihre Zeiten noch, wurden aber doch später noch übertroffen.

De Vries, Felix da Costa und Wehrlein sicherten sich das Weiterkommen in die Duelle gesichert. Drugovich, der kurz vorher das 2. Freie Training gewinnen konnte, wurde nur Letzter. Neben ihm beendeten Rowland, Maloney, Marti, Buemi, Evans und Vergne das Qualifying bereits in der Gruppenphase.

Gruppe B: Nato fast eine halbe Sekunde schneller als der Rest

Gruppe B des Qualifyings sah die zwei DS-Penske-Fahrer Max Günther und Taylor Barnard starten. Neben ihnen ging es auch für Edo Mortara, Nick Cassidy, Nico Müller, Jake Dennis, Joel Eriksson, Dan Ticktum, Norman Nato und Lucas di Grassi um den Einzug in das Viertelfinale.

Gruppe B brauchte ebenfalls eine längere Zeit um auf der ebenfalls nassen Rennstrecke schnellere Runden hinzulegen. Nach sechs Minuten Fahrzeit fuhr Cassidy mit einer Rundenzeit von 1:42.963 Minuten an die Spitze, es kamen aber schnell Verbesserungen. Nato verbesserte seine Rundenzeit signifikant kurz vor dem Ende und toppte die Zeit von Cassidy um mehr als eine Sekunde. Mortara hatte sich noch auf Position 2 vorgearbeitetet und Cassidy auf Platz 3 geschoben. Schnellster der Gruppe war Nato mit fast einer halben Sekunde Abstand zu Mortara.

Müller im Porsche verpasste die Chance auf das Weiterkommen durch einen Verbremser in der letzten Runde. Auch Ticktum, Dennis, Barnard, Eriksson und di Grassi beenden das Qualifying in der Gruppenphase.

Viertelfinale

VF1: Pascal Wehrlein vs. Antonio Felix da Costa

Für die ehemaligen Porsche-Teamkollegen ging es auf einer rutschige Strecke um den Einzug in das Halbfinale. In der Vorbereitungsrunde kämpften beide Fahrern mehrfach damit, das Auto auf der Strecke zu halten, was die Nässe auf der Strecke noch einmal unterstrich. Dies sah in der entscheidende Runde ähnlch aus, doch Felix da Costa dominierte, nachdem Wehrlein in der ersten Kurve ein Fehler unterlief. 4.418 Sekunden schneller schaffte der Portugiese im Jaguar die Runde als der Porsche-Fahrer. Wehrlein funkte zu seinem Team, dass er Probleme mit seiner Bremse hatte.

VF2: Oliver Rowland vs. Nyck de Vries

Ein großer Fehler kostete Oliver Rowland gleich zu Beginn der entscheidenen Runde das Weiterkommen. Der Brite verlor das Heck und drehte sich auf der Strecke. De Vries profitierte vom Fehler, der Mahindra-Fahrer schaffte die Runde fast acht Sekunden schneller als der amtierende Weltmeister.

VF3: Nick Cassidy vs. Edoardo Mortara

Der Neusseländer Cassidy und der Schweizer Mortara boten sich einen sehr engen Zweikampf. Es sah erst nach einem sehr engen Duell mit Vorteilen für Mortara aus, doch Cassidy konnte am Ende doch noch das Duell für sich entscheiden. Mit 0.047 Sekunden Vorsprung schaffte es der Neuseeländer, in das Halbfinale einzuziehen.

VF4: Maximilian Günther vs. Norman Nato

Nato hatte die Runde schneller begonnen, dann machte Günther auch noch einen Fehler, der ihn in das Kiesbett von Kurve 7 bugsierte. Daraus resultierte, dass er noch weiter zurückfiel und die Runde 5.231 Sekunden langsamer beendete. Damit konnte Nato sich das Ticket für das Halbfinale sichern.

Halbfinale

HF1: Antonio Felix da Costa vs. Nyck de Vries

Die zwei Formel-E-Champions starteten ihr Duell extrem eng, doch im letzten Sektor konnte sich der Mahindra das Weiterkommen ins Finale sichern. 0.346 Sekunden schneller schaffte de Vries die Runde. Damit gewannt er das Duell und zog in das Finale ein.

HF2: Nick Cassidy vs. Norman Nato

Norman Natos Runde fing gut an und er lag zuerst vorne, doch in Kurve 7 machte auch er einen ungewollten Ausflug in das Kiesbett, was ihn sehr viel Zeit kostete. 7.261 Sekunden schneller war der Citroen von Cassidy am Ende, der damit sicher im Finale war.

Finale: Nick de Vries vs. Nick Cassidy

Beide Fahrer hatten während ihrer Runden mit Übersteuern zu kämpfen und de Vries lag erst vorne, doch Cassidy holte nach und nach auf. Er schaffte seine Runde 0.266 Sekunden schneller als der Mahindra-Pilot und sicherte Citroen die erste Pole-Position der Formel-E-Geschichte.

Wehrlein und Müller in den Porsche-Rennwagen gehen von den Startplätzen 6 und 13 an den Start. Günther startet das Rennen von der siebten Position.

Das Rennen in Madrid findet um 15:05 Uhr (MEZ) statt. Der deutsche Fernsehsender DF1 überträgt den Jeddah E-Prix live im Free-TV sowie im Livestream. e-Formel.de begleitet das Rennen wie gewohnt im Formel-E-Liveticker - optimal als geeignet als "Second-Screen" für echte Fans!

Ergebnisse, Zeiten & Startaufstellung

Gesamtwertung (Fahrer, Teams & Hersteller)

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