Formel E

Formel-E-Rekordsieger Mitch Evans verlässt Jaguar: 10 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit enden vor Gen4!

Tim Neuhaus

Tim Neuhaus

Evans-Madrid-Pit

Am Dienstag, dem 27. April, gab Jaguar TCS Racing offiziell bekannt, dass man sich am Ende der Saison von seinem langjährigen Stammfahrer Mitch Evans trennen wird. Evans war 10 Jahre lang das Gesicht des Jaguar-Formel-E-Programms und erzielte gemeinsam mit dem Team 15 Rennsiege – die meisten, die ein Fahrer in der Formel E bislang einfahren konnte.

Seine Karriestatistiken umfassen jedoch nicht nur diese Siege, sondern gemeinsam konnte man insgesamt 21 weitere Podestplätze, zehn Pole-Positions und 1.064 Punkte bei 132 Rennstarts einfahren. Der größte Erfolg der Zusammenarbeit war der Weltmeistertitel in der Teamwertung 2024. Evans selbst scheiterte zweimal knapp am Fahrertitel und wurde jeweils Vizemeister.

Evans erster Teamwechsel in der Formel E

Mit dem Beginn von Saison 3 im Jahr 2016 stieg Jaguar in die Formel E ein, seit Tag 1 war Mitch Evans einer der beiden Stammfahrer. Für den Neuseeländer war es eine große Ehre, so lange Teil des Teams gewesen zu sein: "Es war unglaublich, von Anfang an bei Jaguar TCS Racing dabei zu sein und in den letzten zehn Jahren in der Formel E so viele Erfolge zu feiern. Es gab so viele Höhepunkte auf unserem gemeinsamen Weg, aber nun ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um sich für die nächste Saison einer neuen Herausforderung zu stellen." Bis dahin wird Evans noch weitere elf Rennen mit dem britischen Team bestreiten.

Eine letzte gemeinsame Titeljagd

Jaguar TCS Racing hatte nach zwei punktlosen Rennen zum Saisonstart eine Reihe von sehr starken Ergebnissen. In der Teamwertung liegt man unmittelbar hinter Porsche auf Rang 2, in der Fahrerwertung befindet sich Evans auf Rang 3. Das Ziel bleibt laut Teamchef Ian James trotz der Trennung die Maximierung der Erfolge: "Wir bei Jaguar TCS Racing werden alles in unserer Macht Stehende tun, um Mitch weiterhin bei seinen Bemühungen um den Fahrertitel zu unterstützen und unseren Kampf um die Team- und Herstellerweltmeisterschaften fortzusetzen."

Der Generationswechsel zur kommenden Saison ist ein enormer Umbruch in der Elektrorennserie. Zusätzlich stehen bei Opel und dem zweiten Porsche-Werksteam vier weitere Cockpits in die Formel E zur Verfügung. Gerüchten zufolge ist ein Wechsel von Evans zu Opel alles andere als unrealistisch - möglicherweise gibt diese Bekanntgabe damit den Startschuss für die nächste "Silly-Season". Der begehrte Platz bei Jaguar hingegen könnte eine Option für Stoffel Vandoorne zu einem Comeback als Stammfahrer sein.

Vorerst liegt jedoch der volle Fokus auf dem anstehenden Rennwochenende in der deutschen Hauptstadt Berlin. Ab dem 1. Mai gibt es wieder Vollstrom auf dem Tempelhofer Flugplatz.

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