Formel E

Formel E: Sam Bird übersteht schweren Unfall bei Gen3-Test von Jaguar unverletzt

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Sam Bird erlitt bei Testfahrten seines Jaguar-Teams in Calafat (Spanien) einen schweren Unfall mit seinem neuen Gen3-Boliden. Der Brite, der zum Zeitpunkt des Zwischenfalls allein auf der Strecke unterwegs war, blieb glücklicherweise unverletzt. Es war nicht das erste Mal, dass es zu einem Unfall mit einem der 350 kW starken Fahrzeuge kam, die ab kommendem Jahr in der Formel-E-Weltmeisterschaft eingesetzt werden.

Bereits am 13. Oktober kam es nach Informationen der Kollegen von 'The Race' zum Crash des Gen3-Jaguars auf dem Kurs in Calafat. Was genau passiert ist, wird derzeit noch untersucht. Informationen über den Zwischenfall gibt es nur sehr wenige, da Jaguar zu dieser Zeit allein in Spanien testete und sich mit Aussagen zu dem Unfall sehr zurückhält.

"Das Team führt derzeit eine gründliche Untersuchung der Unfallursache durch. Bis zur Klärung der Fakten werden wir keine weiteren Kommentare abgegeben", wird ein Statement des britischen Herstellers zitiert.

Bird soll nach dem Unfall von der Streckensicherung und seinen eigenen Teammitgliedern aus dem Cockpit befreit worden sein. Der Formel-E-Routinier war dabei zum ersten Mal im Gen3-Jaguar unterwegs, nachdem er sich von einer Handverletzung beim London E-Prix erholt hatte.

Mindestens der 3. schwerere Crash

Es war bereits mindestens der dritte schwerere Unfall, den es mit den neuen Gen3-Boliden gab. Ebenfalls in Calafat crashte im Frühjahr Formel-2-Pilot Theo Pourchaire, als er Tests für den Hersteller Spark durchführte. Der Automobil-Weltverband FIA gab damals als Ursache einen Kommunikationsverlust zwischen Auto und Batterie an. Als Folge wurde eine zweite, separate Leitung eingeführt, die im Falle des Versagens der Hauptleitung dafür sorgt, dass die Kommunikation weiterhin möglich ist.

Oliver Rowland erlitt seinerseits einen schweren Unfall bei Mahindra-Testfahrten im britischen Mallory Park, der jedoch auf ein technisches Problem mit dem von ZF Friedrichshafen entwickelten Antriebsstrang zurückzuführen war. Auch Rowland blieb bei seinem Crash weitgehend unverletzt. "Das war ziemlich heftig, mein Knöchel schmerzt ein wenig, und auch mein Rücken tut weh, aber es geht mir gut", sagte Rowland damals bei 'The Race'.

Zudem berichteten Teams in den vergangenen Monaten immer wieder von anderen technischen Schwierigkeiten mit den neuen Fahrzeugen: Die Batterie sorgte für Probleme, insbesondere beim Überfahren der Randsteine oder anderen Bodenunebenheiten. Inzwischen soll Williams Advanced Engineering, der Hersteller des neuen Einheitsakkus, bereits eine überarbeitete Batterie auf seinen Prüfständen betreiben.

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 2 und 5.
Advertisement