Formel E

Formel-E-Streckenentwurf für möglichen Tokio E-Prix 2024 gezeigt, Demofahrt für nächste Woche geplant

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Tokyo-Potential-Formula-E-Track-Layout

Etwas mehr als einen Monat ist es her, dass die Formel E und die Stadt Tokio die Unterzeichnung einer Absichtserklärung bekannt gegeben haben. Ziel ist die Durchführung eines Rennens in der japanischen Hauptstadt im Frühjahr 2024. Nun ist ein erster Streckenentwurf aufgetaucht. Außerdem soll es in Kürze eine Demofahrt mit einem Gen2-Boliden geben.

Die Kollegen von 'The Race' zeigen einen mögliches Layout für den Tokio E-Prix, das durch das Messezentrum "Tokio Big Sight" führt. Obwohl eine Delegation aus Tokio den London E-Prix im Sommer besuchte, um sich ein Bild vom Rennen im ExCeL-Messezentrum zu machen, wird die Rennstrecke in Japan dem Anschein nach nicht durch eine der Messehallen führen. Stattdessen umrundet der Kurs die östlichen Messehallen und führt im nördlichen Bereich an einem großen Mehrzweckplatz vorbei, der als Standort für das E-Village infrage kommt.

Anschließend führt die Strecke unmittelbar am Hafengelände vorbei, wo bei geschickter Kamerapositionierung die Tokyo Gate Bridge im Hintergrund zu sehen sein wäre. Der Kurs besteht - typisch für die Stadtkurse der Formel E - aus einigen 90-Grad-Kurven sowie mehreren langen Geraden.

Um für das geplante Tokio-Rennen zu werben, sollen dort am 19. und 20. November Demonstrationsfahrten mit einem Gen2-Rennwagen durchgeführt werden. Im Cockpit wird Sakon Yamamoto Platz nehmen, der in der ersten Formel-E-Saison das Saisonfinale für Amlin Aguri bestritt. Yamamoto hat sich mittlerweile jedoch vom professionellen Rennsport verabschiedet und kandidierte 2019 für das japanische Parlament.

An mindestens einem der beiden Tage soll auch ein weiterer japanischer Fahrer im Fahrzeug sitzen. Um welchen Piloten es sich handeln wird, ist bislang nicht bekannt.

Aller guten Dinge sind drei

Es ist nicht das erste Mal, dass die Formel E eine Demonstrationsfahrt in der japanischen Hauptstadt durchführt: Schon im August 2015 fuhr ebenfalls Yamamoto einige Runden im Gen1-Rennwagen durch die Stadt. Ein Jahr später bewegte Lucas di Grassi dort den Spark STR_01E des ABT-Teams bei einem Promo-Event von Technikpartner Schaeffler.

Trotz der Bedeutung des japanischen Marktes für die Automobilindustrie ist Japan nach wie vor ein "weißer Fleck" auf der Formel-E-Landkarte. Mit Nissan stieg im Jahr 2018 ein japanischer Hersteller in die Elektroserie ein. Bereits damals versprach sich die Formel E von Nissan Hilfe bei der Durchführung eines E-Prix. Einem Rennen standen jedoch lange Zeit bürokratische Hürden im Weg.

Neben Tokio wurde in der Vergangenheit häufig auch das weiter südlich liegende Yokohama als möglicher Austragungsort für ein Formel-E-Rennen gehandelt. In der Metropole befindet sich unter anderem der Hauptsitz von Nissan.

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