Formel E

Formel E: Taylor Barnard bleibt! Fortescue Zero bestätigt ersten Fahrer für die Gen4-Ära

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Taylor-Barnard-DS-Penske

Taylor Barnard bleibt seinem bisherigen Formel-E-Team auch in der Gen4-Ära treu! Der 22-jährige Brite wird in der Saison 2026/27 für Fortescue Zero Racing antreten, das den bisherigen Rennstall DS Penske übernommen hat. Damit steht der erste Fahrer des neuen Jaguar-Kundenteams fest. Wer das zweite Cockpit erhält, ist noch offen.

Fortescue Zero Racing hat am Montag seine erste Fahrerentscheidung für die Gen4-Ära bekannt gegeben. Mit Taylor Barnard setzt der neue australische Formel-E-Rennstall auf einen Piloten, der bereits für das Vorgängerteam DS Penske angetreten ist. Nach der Übernahme des bisherigen Penske-Rennstalls setzt Fortescue beim Fahrerpersonal somit zunächst auf Kontinuität.

Barnard hatte die Saison 2025/26 bereits für DS Penske bestritten und beim Saisonfinale in London seinen ersten Formel-E-Sieg gefeiert. Zuvor war er für McLaren in der Formel E angetreten, wo er sich mit mehreren Rekorden als eines der größten Nachwuchstalente der Rennserie etabliert hatte. In seiner bisherigen Formel-E-Karriere gelangen ihm unter anderem mehrere Podiumsplätze und Pole-Positions.

Barnard freut sich auf den Neuanfang mit Fortescue Zero

"Ich freue mich unglaublich darauf, zu Fortescue Zero Racing zu stoßen und Teil davon zu sein, etwas von Grund auf aufzubauen", erklärt Barnard. "Das ist ein neues Team mit enormen Ambitionen, und ich möchte dazu beitragen, diese Ambitionen in Ergebnisse auf der Rennstrecke umzusetzen."

Besonders die technologische Ausrichtung seines neuen Arbeitgebers reizt den Briten. Fortescue Zero verfügt über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung elektrischer Antriebstechnologien und ist bereits seit vielen Jahren im Umfeld der Formel E aktiv.

"Fortescue Zero blickt auf eine erfolgreiche Vergangenheit bei der Entwicklung leistungsfähiger Elektrotechnologien zurück. Ich freue mich darauf, mit dem Team zusammenzuarbeiten und dabei zu helfen, diese Technologie weiter und schneller als je zuvor voranzubringen", so Barnard. "Wir wissen, dass viel harte Arbeit vor uns liegt. Aber genau das macht diese Gelegenheit so spannend. Ich kann es kaum erwarten, loszulegen."

Teamchef Jim Wright setzt auf Barnard als Schlüsselfigur

Auch der neue Teamchef Jim Wright sieht in Barnard einen wichtigen Baustein für den Aufbau des Rennstalls. Der erfahrene Motorsportmanager hatte erst Ende September die Leitung von Fortescue Zero Racing übernommen.

"Taylor ist genau die Art von Fahrer, auf die ein neues Team aufbauen möchte", sagt Wright. "Er hat bereits gezeigt, dass er die Geschwindigkeit, Disziplin und Rennintelligenz besitzt, um an der Spitze der Formel E mitzufahren."

Neben den fahrerischen Fähigkeiten hebt Wright insbesondere die Zusammenarbeit mit den Ingenieuren hervor: "Barnard ist jung, ehrgeizig und hat enormes Potenzial. Genauso wichtig ist, dass er versteht, wie man mit Ingenieuren zusammenarbeitet und jedes bisschen Leistung und Effizienz aus dem Auto herausholt."

"Wir bauen ein neues Team mit großen Ambitionen auf. Taylor ist der erste Baustein dieses Gesamtbildes, und wir sind gespannt, was wir gemeinsam erreichen können", ergänzt Wright.

Auch Travis Hester, Technikchef für Elektromobilität bei Fortescue Zero, unterstreicht die Bedeutung des Briten für die technische Entwicklung: "In der Formel E entscheidet das Zusammenspiel aus fahrerischer Leistung, Energiemanagement und technischer Präzision über den Erfolg. Taylor bringt alle drei Fähigkeiten mit."

"Er ist ein Fahrer, der uns schon heute helfen kann, konkurrenzfähig zu sein, und gleichzeitig unsere Ingenieure bei der Entwicklung der Technologien unterstützt, die die nächste Generation elektrischer Innovationen antreiben werden."

Fortescue Zero Racing startet mit Jaguar-Antrieb in die Gen4-Ära

Fortescue Zero Racing entsteht aus dem bisherigen DS-Penske-Rennstall, dessen Betrieb der australische Konzern Fortescue übernommen hat. Damit steigt Fortescue erstmals als Teambesitzer in die Formel E ein. Die Übernahme steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der erforderlichen Genehmigungen durch die FIA und die Formel E.

Technisch wird das Team künftig auf Jaguar setzen. Der britische Hersteller liefert ab der Saison 2026/27 seine Gen4-Antriebsstränge an Fortescue Zero Racing. Damit gehört das Team neben dem Jaguar-Werksteam und Envision Racing zu insgesamt drei Rennställen, die mit Jaguar-Technologie antreten werden.

Für Fortescue bedeutet der Einstieg als Rennstall eine Erweiterung seines bisherigen Engagements in der Elektro-Weltmeisterschaft. Das Unternehmen, dessen Motorsporttechnologiegeschäft auf Williams Advanced Engineering zurückgeht, liefert bereits die Technik für das Schnellladesystem Pit-Boost.

Zweites Cockpit noch offen: Kommt Sebastien Buemi?

Mit der Verpflichtung von Barnard steht nun der erste Fahrer des neuen Teams fest. Wer im zweiten Fortescue-Cockpit sitzen wird, hat der Rennstall bislang nicht bekannt gegeben.

Als möglicher Kandidat wird Sebastien Buemi gehandelt, der Gespräche mit Fortescue Zero geführt haben soll. Eine Einigung gab es demnach bislang nicht, zudem prüft das Team weitere Optionen. Buemi sollte nach seinem Abschied als Stammfahrer bei Envision Racing eigentlich als Berater und Entwicklungsfahrer tätig werden. Über die Gerüchte um ein überraschendes Formel-E-Comeback des ehemaligen Weltmeisters berichtete e-Formel.de bereits Anfang Oktober.

Die Gen4-Ära der Formel E beginnt am 18. Dezember 2026 mit dem Saisonauftakt in Jeddah.

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