Formel E

Formel E untersucht diverse Boxenstopp-Ideen für ab Saison 5

Timo Pape

Timo Pape

Der Fahrzeugwechsel während des Rennens wird ab Saison fünf wegfallen, so viel steht fest. Denn dann soll der künftige Einheitsakku von McLaren (54 kWh) stark genug sein, um eine ganze Renndistanz zu überstehen. Während Hersteller wie BMW oder Ferrari der Abschaffung des Autotauschs entgegenfiebern, bangen Formel-E-Fans, dass ein wichtiges Spannungselement während der Rennen verloren gehen könnte. Die Veranstalter haben sich dem Thema mittlerweile angenommen…

Wie 'Motorsport.com' meldet, soll die "Sporting Working Group" (SWG) der Formel E bereits zu einem früheren Zeitpunkt in diesem Jahr erstmals getagt haben, um das Thema Boxenstopps ab 2018 zu besprechen. Noch diesen Monat werde ein weiteres Treffen stattfinden, um ausschließlich Vorschläge zu diskutieren, wie genau ein zukünftiger Boxenstopp aussehen könnte. Die Stoßrichtung ist klar: Ganz abschaffen möchte den Stopp offenbar niemand.

Zwar sei noch keine Entscheidung getroffen, doch ein klassischer Reifenwechsel spiele keine Rolle bei den Gesprächen. Das verrät Roger Griffiths, Teamchef von Andretti und gewählter Teamrepräsentant (neben Jean-Paul Driot) in der SWG. Grund ist die (gewünschte) lange Haltbarkeit der Michelin-Reifen.

"Wir haben über einen konventionellen Reifenwechsel gesprochen, aber nicht viele Vorteile darin gesehen", so Griffiths. "Schließlich wären die Reifen gar nicht abgefahren. Es würde nur mehr Equipment und Reifensätze bedeuten, und richtig rechtfertigen könnten wir das Ganze nicht."

Stattdessen suche die Gruppe nach einer anderen Lösung, die ein zusätzliches strategisches Element in die Elektroserie bringt. Eine Idee sei, einfach durch die Boxengasse zu fahren. Eine andere Idee, die Lucas di Grassi ins Spiel bringt, wäre eine Zusatzschleife, wie sie beim Rallyecross zum Einsatz kommt.

Griffiths hat noch einen anderen Vorschlag: "Man könnte die Option haben, einen Boxenstopp zu machen oder nicht. Bei diesem Stopp holst du dir zusätzliche Energie. Je länger du stehst, desto mehr Power tankst du. Und desto schneller könntest du fahren, wenn du wieder auf die Strecke kommst. Dieser Ansatz könnte gut funktionieren und ein neues Strategieelement einführen."

Nicht nur die FIA, die am Ende die Entscheidungen trifft, sondern auch die Formula E Holdings (FEH) hegt ein großes Interesse daran, den Boxenstopp beizubehalten. "Wir haben einige Vorschläge in unserer FE/FIA-Kommission eingereicht", sagt ein Sprecher der FEH. "Diese werden nun von der Sporting Working Group unter die Lupe genommen und feinjustiert. Man prüft, ob sie technisch und sportlich umsetzbar wären und ob sie die Fans genügend einbeziehen."

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