Formel E

"We go green": Formel E veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht 2016

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Dass Nachhaltigkeit in der Formel E groß geschrieben wird, verwundert nicht. Schließlich schrieb sich die Serie schon in ihrer ersten Saison auf die Fahnen, als einzige voll elektrische Einsitzer-Rennklasse der Welt die "grüne Revolution" im Motorsport einzuleiten. Nach einer erfolgreichen Grundsteinlegung in der Saison 2014/15 hatte die Formel E für 2016 geplant, sein Nachhaltigkeitsprogramm auszuweiten. Die Ergebnisse wurden nun veröffentlicht.

In einem 79-seitigen Bericht resümieren die Serienverantwortlichen das vergangene Jahr. Hat die Formel E ihre Ziele erreicht? Wo sind noch Lücken? Was hat funktioniert, und wo besteht noch Verbesserungsbedarf? Worauf kann die Serie stolz sein? Wir haben euch die wichtigsten Auszüge des Berichts zusammengestellt.

Was die Formel E in Saison 2 erreicht hat:

  • Der ökologische Fußabdruck der Formel E wurde mit Blick auf das Kohlenstoffdioxidäquivalent um über 13.000 Tonnen gesenkt. Das sind knapp 50 Prozent weniger als in Saison eins (25.000 Tonnen CO2e).
  • Die Effizienz der Formel-E-Batterien wurde um 25 Prozent verbessert. Der Plan ist, dass dieser Wert bis Saison fünf verdoppelt wird.
  • Die Elektroserie versorgt sich ab sofort selbst: Jener Strom, der nicht für die Rennaktivitäten der Teams benötigt wird, wird seit Saison zwei für den weiteren Strombedarf im Rahmen des Events genutzt (z.B. Fernsehregie, Pressezentrum…).
  • Die Formel E bekam bei den British-Renewable-Energy-Awards Auszeichnungen in den Kategorien "Umweltfreundlichster Transport des Jahres" und "Nachhaltigste Firma des Jahres".
  • Die 20 Formel-E-Fahrzeuge werden seit 2016 ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen. Beim London ePrix 2016 konnten zudem 80 Prozent des gesamten weiteren Strombedarfs des Events ebenfalls durch "grünen" Strom gedeckt werden.
  • Der London ePrix 2016 fand zudem erfolgreich nach den Richtlinien des "Internationalen Standards für Nachhaltige Events", dem ISO 20121, statt. Spätestens in Saison vier soll die gesamte Serie dieser Zertifizierung entsprechen.
  • Die Formel E ist die erste Serie, die die höchste FIA-Auszeichnung für Umweltschutz (FIAI) erhalten hat.
  • Für jede der zwei Obstkorb-Lieferungen in den Formel-E-Hauptsitz (London) pro Woche pflanzt Partner "Fruitful Office" einen Guave- oder Papaya-Baum in Malawi.
  • Insgesamt wurden mehr als 1,2 Millionen US-Dollar für die Prince-Albert-II-of-Monaco- und die One-Drop-Stiftung gesammelt.
  • Das "Project Ice" war der Beginn einer wissenschaftlichen Forschungsexpedition, die für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt hat.

Doch damit nicht genug: Die Formel-E-Veranstalter planen bereits für die kommenden Jahre. Nachdem im vergangenen Jahr Startwerte für den Strom- und Papierverbrauch oder das Abfallaufkommen gesammelt wurden, sollen die Ausmaße in Saison drei noch deutlich heruntergeschraubt werden. Das größte Ziel soll allerdings in Saison fünf erreicht werden: Ab 2018 will die Elektroserie vollständig emissionsfrei um die Welt reisen.

"Die Zukunft von Transport und Mobilität ist elektrisch, autonom und vernetzt", freut sich Formel-E-Gründer Alejandro Agag. Der Visionär ist stolz auf den Fortschritt seiner Serie: "Das hier ist eine Revolution. Unsere Aufgabe ist es nach wie vor, den Weg in die Zukunft zu ebnen."

Den gesamten Formel-E-Bericht in englischer Sprache findet ihr zum Download unter diesem Link.

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 1 und 7.
Advertisement