Formel E verändert Brands Hatch für Gen4: 3 Anpassungen am Grand-Prix-Kurs geplant
Tobias Wirtz
FIA Formula E
Die Formel E wird bei ihrem Debüt in Brands Hatch im Mai 2027 nicht auf dem unveränderten Grand-Prix-Kurs fahren. Laut einem Medienbericht sind gleich drei Anpassungen an der Strecke vorgesehen, die neue Rekuperationszonen schaffen und das Tempo der Gen4-Autos an kritischen Stellen reduzieren sollen. Auch Pascal Wehrlein und Oliver Rowland sind demnach in die Planung eingebunden.
Bereits bei der Bekanntgabe des Rennens hatte Streckenentwickler Driven International kleinere Anpassungen am Grand-Prix-Kurs angekündigt. Diese sollen nur im ersten Jahr der mehrjährigen Vereinbarung zum Einsatz kommen und müssen noch von der FIA homologiert werden.
Mit Gen4 steigen Leistung und Geschwindigkeit der Formel-E-Fahrzeuge deutlich an. Gleichzeitig bleibt die Energierückgewinnung beim Bremsen ein zentraler Bestandteil des Rennformats. Auf klassischen permanenten Rennstrecken wie Brands Hatch müssen deshalb insbesondere für das Effizienzrennen zusätzliche harte Bremszonen geschaffen werden, ohne den Charakter der Strecke vollständig zu verändern. Gerade vor schnellen Passagen wie Hawthorns spielt dabei auch die Sicherheit eine wichtige Rolle.
Neue Bremszonen für Gen4: Das ändert sich in Brands Hatch
FE Notebook berichtet nun, dass die erste Anpassung an der Surtees-Kurve geplant ist. Anstatt hier eine schnelle Linkskurve zu durchfahren, biegen die Fahrzeuge in eine deutlich engere Links-Rechts-Passage ein, wobei auch ein Teil der Kurzanbindung für die Indy-Variante der Rennstrecke benutzt wird.
Auf der anschließenden Geraden bei Pilgrims Drop ist eine Links-Rechts-Links-Schikane vorgesehen. Diese dient dabei nicht ausschließlich der Rekuperation: insbesondere soll die Geschwindigkeit vor der folgenden, schnellen Hawthorns-Rechtskurve reduziert werden. Eine weitere Bus-Stop-Schikane mit einer Links-Rechts- und anschließenden Rechts-Links-Passage ist bei Clearways vorgesehen, um die Fahrzeuge vor der Brabham Straight erneut abzubremsen.
Pascal Wehrlein und Oliver Rowland sollen bei den Anpassungen als Fahrerberater eingebunden sein. Eine offizielle Vorstellung der finalen Streckenkonfiguration zum Vorverkaufsstart wäre denkbar - ähnlich war die Formel E zuletzt beispielsweise in Mexiko-Stadt vorgegangen.
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