Formel E

Formel E: Vergne gewinnt Schlacht um Rundenrekord gegen Buemi

Timo Pape

Timo Pape

Jean-Eric Vergne hat auch den vorletzten von sechs Testtagen der Formel E für sich entschieden - sein dritter Tagessieg. Dabei ließ er den amtierenden Meister Sebastien Buemi sowie Vizemeister Lucas di Grassi hinter sich und schraubte den Streckenrekord für ein Formel-E-Auto im Donington Park um rund eine halbe Sekunde nach unten auf 1:29.196 Minuten. Mit dem neuen Kundenteam Techeetah wird in Saison drei offensichtlich zu rechnen sein, doch auch die altbekannten Topteams Renault e.dams und ABT Schaeffler Audi Sport kommen immer besser in Fahrt.

Von Anfang an hatte es den Anschein, als wollte Champion Buemi mit den Schlagzeilen vom Montag aufräumen, das Renault-Kundenteam Techeetah sei womöglich stärker als das Werksteam. Der Schweizer drehte etliche schnelle Runden und sicherte sich schon am Vormittag den zwischenzeitlichen neuen Rundenrekord von Donington. In die Mittagspause ging er somit als Schnellster. Am Nachmittag holte sich Vergne seinen Rekord jedoch zurück und distanzierte Buemi am Ende um knapp zwei Zehntelsekunden. Eine klare Ansage an den Klassenprimus.

Auch schien es, als wolle Lucas di Grassi erstmals ans Limit gehen. Der Brasilianer, der sich an den bisherigen vier Testtagen vornehm zurückgehalten und auf die eigentliche Testarbeit konzentriert hatte, landete knapp hinter seinem Rivalen Buemi. Renault und Schaeffler scheinen somit auch in diesem Jahr die besten Antriebsstränge gebaut zu haben, zumal Nico Prost und Daniel Abt am Nachmittag auf den Plätzen vier und fünf folgten. Zwar sind die Testfahrten in Donington nicht allzu aussagekräftig, weil sich die Strecke erheblich von denen der Formel E unterscheidet. Tendenzen sind aber allemal erkennbar.

Wie schon am Montag war der Tag von vielen roten Flaggen und somit Unterbrechungen gekennzeichnet. Sam Bird bekam zum Beispiel eine Verwarnung, weil er zu hart über den Poller in der Schikane fuhr und diesen beschädigte. Aufräumarbeiten waren die Folge. Auch Robin Frijns blieb mit seinem Andretti zum wiederholten Male liegen und sorgte am Dienstag letztlich sogar für zwei rote Flaggen. Hinzu kam eine Full-Course-Yellow-Phase zu Übungszwecken.

Am Mittwoch treten die zehn Formel-E-Teams zum letzten der sechs offiziellen Testtage im Donington Park an. Dann wird sich zeigen, ob womöglich noch ein weiteres Team den Spitzenzeiten nahekommen kann, und ob der Rundenrekord nochmals verbessert wird. Anschließend beginnt für die Teams endgültig der Weg nach Hongkong, wo am 9. Oktober die dritte Saison startet.

Das Ergebnis der Nachmittagssession

Das Ergebnis der Vormittagssession

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