Formel E

Formel E verlängert Laufzeit von Gen2-Fahrzeug, Aero-Update ab 2021 geplant

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Zwar steht die Formel E noch immer vor ihrem ersten Rennen mit dem Auto der zweiten Generation. Dennoch haben die Diskussionen über die Zukunft des übernächsten Fahrzeugmodells längst begonnen. Wie Formel-E-Geschäftsführer Alejandro Agag ankündigte, soll der Zyklus des Gen2-Autos nun unplanmäßig um ein Jahr verlängert werden, um den Teams zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Auch ein Aerodynamik-Update nach zwei Jahren sei - wie schon in der ersten Formel-E-Generation - in Planung.

Statt ursprünglich angedachten drei Saisons wird der Gen2-Bolide folglich ganze vier Jahre in der Formel E in Benutzung sein. Eine Ablösung ist also erst nach der Saison 2021/22 angedacht. Zwar sei dieser Schritt noch nicht von offizieller Seite abgesegnet, dennoch hätten sich die Hersteller und Serie informell auf diese Vorgehensweise geeinigt.

"Uns ist es eigentlich egal, aber die Hersteller wollen eine längere Zeitspanne haben, um ihre harte Arbeit zu zeigen", erklärt Agag bei 'Autosport'. "Wir werden also wohl etwas Ähnliches wie mit dem Gen1-Fahrzeug tun und nach zwei Jahren zu Saison 7 ein neues Aero-Paket einführen. Ab 2021 werden die Autos also einen neuen Look bekommen, im Prinzip aber das gleiche Chassis sein. Nach zwei weiteren Jahren steigen wir dann auf Generation 3 um."

Vor ihrer dritten Saison fügte die Formel E bereits 2016 die obere Frontflügelfläche zu ihren Fahrzeugen hinzu. Die Platte hatte jedoch keinen aerodynamischen Nutzen, sondern erfüllte lediglich einen ästhetischen Zweck.

Boxenstopps für Gen3 im Gespräch

Auch für Weiterentwicklungen am Gen3-Fahrzeug der Formel E gab es schon erste Gespräche, wenngleich diese laut Agag "sehr oberflächlich" gewesen seien. Der Spanier hat dennoch bereits eine Vorstellung von dem, was die Formel E künftig verkörpern soll: "Ich weiß natürlich nicht, wie es am Ende aussieht. Aber ich habe schon eine Vision für das Gen3-Auto: Leichtere Batterien, ultraschnelles Aufladen und zwei Boxenstopps."

"Vielleicht gibt es mehr Power, vielleicht belassen wir die Leistung aber auch beim aktuellen Stand. Vielleicht verringern wir dann das Gewicht der Batterie um 100 Kilogramm. Damit würde die Performance nach oben schnellen. Außerdem würden wir die Technologie des ultraschnellen Ladens zeigen, und man hätte Boxenstopps", so Agag.

Die Boxenstopps könnten Agags ersten Überlegungen nach 60 Sekunden dauern, in denen die Fahrer so viel Energie wie möglich nachladen können. Das letzte Wort bei den Gen3-Fahrzeugen hat jedoch die FIA: "Wir beschließen die kommerziellen Sachen, die FIA das Sportliche und Technische Regelwerk. Natürlich kooperieren wir bei allen Sachen. Aber die FIA hat da das letzte Wort."

Trailer: "We Are The Fiercely Driven"

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