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Formel E verlegt Kapstadt-Premiere auf 2023: "Als Treiber für Wirtschaft & Nachhaltigkeit"

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

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Wie der FIA-Weltmotorsportrat (WMSC) im Oktober bestätigte, wird die Formel E 2022 nicht wie zunächst geplant nach Kapstadt reisen. Durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sowie Verzögerungen bei den für die Strecke benötigten Bauarbeiten kann der E-Prix erst im Jahr 2023 stattfinden. Trotz der Verlegung plant Kapstadt bereits, das Event zu einem längerfristigen "Schlüsselevent" im städtischen Veranstaltungskalender zu machen.

Ursprünglich sollte am 27. Februar 2022 das vierte Rennen der Formel-E-Saison in Kapstadt stattfinden. Wie 'e-Formel.de' jedoch bereits Anfang Oktober berichtete, machten die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie Bauverzögerungen der Formel E vorübergehend einen Strich durch die Rechnung. Statt des Kapstadt E-Prix beschloss der WMSC bei seinem letzten Treffen eine Absage des Rennens und einen Ersatzlauf in einer noch unbekannten Stadt am 5. März - womöglich Marrakesch.

"Natürlich sind wir enttäuscht darüber, unser erstes Rennen in Kapstadt verlegen zu müssen", erklärt der Formel-E-Mitbegründer Alberto Longo die Entscheidung. "Trotzdem haben wir eine enorm positive Reaktion aus unserem Ökosystem erhalten, denn alle freuen sich auf den ersten Besuch."

"In den letzten 18 Monaten haben wir gelernt, wie wir die Formel-E-Weltmeisterschaft dynamisch und flexibel organisieren können. Wir freuen uns also schon jetzt, gemeinsam mit unseren lokalen Partnern in Kapstadt das Debütrennen 2023 auf die Beine zu stellen", so Longo.

5-Jahres-Vertrag zwischen Kapstadt & Formel E

Der Veranstalter des Rennens, e-Movement, unterschrieb vor wenigen Monaten ein "mehrjähriges Abkommen" mit der Elektroserie. Sobald das erste Rennen ausgetragen wird, soll ein 5-Jahres-Vertrag beider Parteien beginnen. In Kapstadt planen Vertreter:innen der Stadt jedoch schon jetzt mit einem längerfristigen Verbleib der Formel E.

"Als wir die Möglichkeit eines Formel-E-Events evaluiert haben, konnten wir das Potenzial (der Serie) hinsichtlich der Arbeitsplatzbeschaffung, Möglichkeiten für Unternehmensgründungen unserer Bevölkerung, des Marketings und des großen ökonomischen Einflusses erkennen", beteuert Kapstadts Bürgermeister Dan Plato. "Kapstadt sieht die Formel E als Treiber für den Wirtschaftsaufschwung und die Nachhaltigkeit in den Veranstaltungs- und Tourismusbranchen."

"Wir freuen uns auf die Arbeit mit e-Movement, um sicherzustellen, dass Kapstadt 2023 bereit ist, eine aufregende Rennveranstaltung auszutragen."

Der Kapstadt E-Prix wird für Südafrika voraussichtlich die erste internationale Einsitzer-Veranstaltung, die seit dem Formel-1-Grand-Prix 1993 im Land stattfinden kann. 30 Jahre nach dem Abgang der "Königsklasse" will e-Movement dazu beitragen, die Formel E zu einem "Höhepunkt eines einwöchigen Rahmenprogramms" zu machen. Teil dieses Programms soll unter anderem ein E-Mobilitätsfestival sowie eine Investmentkonferenz werden.

Kapstadt hofft auf "Arbeitsplätze, Fähigkeitstransfer & Wirtschaftswachstum"

"Die Formel E nach Südafrika zu holen, ist nur ein Teil einer breiteren Vision, mit der wir das Kap und Südafrika zu einem Innovationsstandort für erneuerbare Energien und die Mobilitätswende machen wollen", erklärt der e-Movement-Vorsitzende Iain Banner. "Wir wollen sicherstellen, dass (Südafrika) relevant bleibt und in den nächsten 50 Jahren aufblühen kann."

"Wir wollen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze, zum Fähigkeitstransfer und Wirtschaftswachstum beitragen. Diese Dinge sind wichtige Initiativen, die wir mit dem Formel-E-Rennen erreichen können."

Als Ersatz für das für 2022 abgesagte Rennen plant die Formel E derzeit, einen Lauf am 5. März 2022 auszutragen. Dieser könnte möglicherweise in Marrakesch stattfinden. Die marokkanische Königsstadt war bereits zwischen 2016 und 2020 mehrfach Austragungsort eines Formel-E-Rennens. Somit würde die Elektroformel in ihrer achten Saison immerhin einen Halt auf dem afrikanischen Kontinent einlegen.

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