Formel E

Formel E: Was bedeuten die Farben der LED-Streifen am Gen3-Auto?

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Mitch-Evans-LED-Lights-Jaguar-Diriyah

Seit 2023 kommt in der Formel E die einheitliche "Gen3"-Karosserie zum Einsatz. Die Autos muten futuristisch an - unter anderem dank einiger LED-Streifen, die am Heck sowie im Cockpit-Bereich aller Fahrzeuge befestigt sind. In der Vergangenheit kennzeichnete die Serie mit verschiedenen Farben die unterschiedlichen Leistungsmodi der Autos. Doch wofür stehen die Farben beim neuen Gen3-Wagen? Die Antwort ist ernüchternd.

Die LED-Streifen zieren das Gen3-Fahrzeug an mehreren Stellen: Jeweils nach vorn und hinten gerichtet leuchten sie an den Heckfinnen der Boliden. Zudem gibt es einzelne Streifen am Überrollbügel, der zentralen Säule des Halo-Kopfschutzes sowie am Diffusor.

Die nach hinten gerichteten LED-Ketten erfüllen bei den Gen3-Wagen eine doppelte Funktion: Einerseits sollen sie die Ästhetik der Autos verbessern. Andererseits können sie bei erschwerten Sichtverhältnissen die Wirkung des obligatorischen Regenlichts erhöhen. Dies ist mittig über dem Diffusor angebracht und muss laut Regelwerk eingeschaltet werden, wenn der Rennleiter die Strecke als "nass" deklariert. Das Regenlicht leuchtet in jedem Fall rot.

LED-Streifen "ohne technische Bedeutung"

Alle weiteren LEDs haben allerdings "keine technische Bedeutung - abgesehen davon, dass sie die Autos besser hervorstechen zu lassen", so die Formel E auf mehrmalige Anfrage von 'e-Formel.de'. "Bei den Testfahrten in Valencia haben wir auch lilafarbene und weiße Streifen ausprobiert. Der Standard sollte inzwischen aber immer Blau sein."

Im Umkehrschluss bedeutet das auch: Fans können künftig nicht mehr ohne die Unterstützung von TV-Einblendungen erkennen, ob ein Fahrer in der Standardeinstellung (300 kW) oder im Attack-Mode (350 kW) unterwegs ist. Dies war in der Gen2-Ära noch möglich. Damals leuchtete die Oberseite des Halo-Bügels im Attack-Mode blau und blinkte bei der Aktivierung des FANBOOSTs in Magenta. Zuschauerfreundlich ist die neue Regelung somit nicht.

Die neuen LED-Streifen dürften besonders beim Nachtrennen in Diriyya an diesem Wochenende gut zur Geltung kommen. Der erste E-Prix in Saudi-Arabien startet am Freitagabend um 18:00 Uhr deutscher Zeit. ProSieben strahlt das Rennen im Free-TV aus, e-Formel.de begleitet den Lauf mit einem Liveticker.

zusätzliche Berichterstattung durch Timo Pape

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1 Kommentare

Alex ·

Das schlimme ist ja auch noch, dass die Lichter die ganze Zeit zufällig ausgehen, als ob die einen Wackelkontakt haben.
Ich finde diese LED Streifen lassen, das Auto nur billig wirken, weil die ja nicht mal ordentlich funktionieren. Und es ist halt extrem schade, dass nicht mehr angezeigt wird, in welchem Power mode das Fahrzeug ist. Es ist halt echt umständlich, den Fahrer in der TV Grafik erstmal zu suchen, und dann zu hoffen, dass grad der Attack mode angezeigt wird.

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