Formel E

Fotostrecke: Andre Lotterer verrät seine 5 Lieblingskurse in der Formel E

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

81 Rennen, 363 Punkte, 2 Pole-Positions, 8 Podien - Andre Lotterer gehört zu den erfahrensten und erfolgreichsten Formel-E-Piloten, obwohl ihm ein Sieg in der Elektrorennserie immer verwehrt blieb. Der 42-Jährige ging von 2017 bis 2023 für die Teams von DS Techeetah, Porsche und Andretti an den Start. In dieser Fotostrecke zeigen wir die fünf Lieblingskurse von Lotterer in der Formel E.

Platz 5: Santiago (Parque Forestal)

Den fünften Platz in Lotterers Ranking belegt eine Strecke, auf der nur ein Rennen ausgetragen wurde: der Kurs in der Innenstadt von Santiago de Chile. Im Januar 2018 erwies sich diese Strecke für ihn sowie seinen Techeetah-Teamkollegen und guten Freund Jean-Eric Vergne als Glücksgriff.

"Es war eine tolle Strecke, aber wirklich holprig", erinnert sich Lotterer. "Wir hatten ein tolles Wochenende, JEV und ich. Es endete damit, dass wir gegen Ende des Rennens auf Platz 1 und 2 lagen, und ich auf der Gegengeraden ein Manöver versuchte, das fast in einer Katastrophe endete, als wir uns berührten."

Platz 5: Santiago (Parque Forestal)

"Ich musste noch lernen, wie man richtig lupft und rollt und wie man Energie spart, daher bin ich zu nah an meinen Teamkollegen herangekommen. Es sah schlimmer aus, als es war, aber danach hatte das Team ein paar Fragen", beschreibt Lotterer weiter.

"Schlussendlich war es in Ordnung, und wir haben den ersten Doppelsieg überhaupt in der Formel E geholt", fährt er fort. "Daher habe ich wirklich schöne Erinnerungen an diese Strecke. Auch wenn man sich dort wegen des Belags und einiger schneller Kurven sehr konzentrieren musste!"

Platz 4: Bern

Lotterer beschreibt die einmalige Schweizer Stadtstrecke als "herausfordernd, aber auf eine gute Art" und "auch ein wenig wie die Straßenstrecke von Pau".

Wer im Juni 2019 die Formel-E-Autos auf der malerischen Strecke gesehen hat, wird über diese Beschreibung von Lotterer nicht überrascht sein: Die Rennstrecke schlängelte sich in schnellen Auf- und Ab-Passagen oberhalb des Gletscherflusses Aare entlang.

Platz 4: Bern

"Die Strecke war gerade erst fertig geworden, als wir zum Training eintrafen, und sie war wirklich sehr gelungen", so Lotterer. "Der bergab verlaufende Abschnitt ähnelte einer Skipiste, und es gab einen wirklich anspruchsvollen Knick, bevor am Fuße des Hügels eine enge Linkskurve abzweigte."

"Das einzige kleine Problem war eine ultra-enge Schikane, aber wir brauchten sie auch - für die Rekuperation durch das Bremsen. Aber ich habe eine schöne Erinnerung an diesen Kurs, weil er von der Anlage her ziemlich old-school war."

Platz 3: Kapstadt

Beim Besuch der "Mother City" im Februar 2023 waren die Fahrer von dem schnellen und flüssigen Kurs begeistert, der sie bis an den Rand des Atlantischen Ozeans führte, wo sich gewöhnlich Blauwale in der Sommersonne tummeln.

Eine wunderschöne Kulisse begrüßte das Formel-E-Fahrerlager, und die Rennstrecke enttäuschte nicht: Sie bot eine große Herausforderung, bei der auf Teilen Geschwindigkeiten von über 260 km/h erreicht wurden.

Platz 3: Kapstadt

"Das war ein schöner Kurs, und wir waren froh, den richtigen Dreh gefunden zu haben", erinnert sich Lotterer. "Das Gute daran war der schöne Rhythmus. Die Sektoren waren sehr unterschiedlich, und man konnte mit dem Auto teilweise bis an die Grenzen gehen. Ich habe es geliebt, dort Rennen zu fahren."

Platz 2: Rom

Die Strecke im EUR-Stadtteil von Rom gilt allgemein als eine der besten Formel-E-Strecken aller Zeiten. Das kann Lotterer bestätigen. "Das war ein epischer Straßenkurs, und es hat sehr viel Spaß gemacht, ihn zu fahren", sagt er.

"Es war so ziemlich alles dabei, von der rasanten Bergauffahrt über einige wirklich technische Abschnitte bis hin zu einer schönen Abfahrt mit einem Knick. Es war eine echte Herausforderung, gut durch den Kurs zu kommen, da es auch sehr unruhige Abschnitte darin gab."

Platz 2: Rom

Lotterer hatte in Rom mehrere denkwürdige Momente, darunter einen knappen zweiten Platz nach einem fantastischen Zweikampf mit Mitch Evans im April 2019.

"Das war ein packendes Duell mit Mitch", denkt Lotterer zurück. "An diesem Tag lieferten wir uns auf der gesamten Rennstrecke einen spannenden Kampf. Ich verlor das Rennen gegen Mitch nur, weil er mich in der Schikane berührte, als ich hineinfuhr. Aber im Großen und Ganzen war es ein schönes Duell und eine tolle Erinnerung auf dieser wundervollen Strecke."

Platz 1: Diriyah

Für Lotterer ist der Straßenkurs in Diriyah vor den Toren Riads "definitiv die Nummer 1. Für mich gehört diese Strecke herausforderungsmäßig zu den besten. Bei diesem ultraschnellen Layout ist intuitives Fahren angesagt."

"Von Kurve 1 bis Kurve 16 gibt es nichts Vergleichbares. Da geht es nur links, rechts, links. Man muss sehr präzise fahren und sich etwas trauen."

Platz 1: Diriyah

Auf der Strecke in Diriyah errang Lotterer seinen ersten Podiumsplatz für Porsche im Dezember 2019, als er sich vom siebten Startplatz aus nach vorn kämpfte und nur etwa eine Sekunde hinter Sieger Sam Bird lag.

"Das war eine tolle Erfahrung, denn es war das erste Rennen für Porsche in der Formel E. Es war nicht zu erwarten, dass wir auf Anhieb solche Ergebnisse erzielen würden, daher war es ein ganz besonderes Gefühl", fasst Lotterer zusammen.

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