Formel E

Fotostrecke: Diese Formel-E-Fahrer haben in ihrer Karriere die meisten Geldstrafen verursacht

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

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Beim Freien Training zu schnell in der Boxengasse, Nichteinhaltung von Sicherheitsvorschriften oder Arbeiten am Fahrzeug ohne das Tragen der vorgeschriebenen Armbinde: Die Rennkommissare des Automobil-Weltverbandes FIA sprechen an einem Rennwochenende regelmäßig Geldstrafen aus, wenn die Regeln nicht eingehalten werden. Insbesondere bei kleineren Verstößen, die keinen sportlichen Vorteil bringen, wird eine Geldstrafe oft als angemessen betrachtet. Ein Rennen sticht dabei besonders hervor.

Auch wenn die Geldstrafen nicht von den Fahrern, sondern den jeweiligen Teams bezahlt werden, die offiziell als Teilnehmer in der Formel-E-Weltmeisterschaft antreten, gibt es Piloten, die in ihrer Karriere schon stolze Summen an Geldstrafen erhalten haben. Hier seht ihr die Top 10 der Fahrer mit den höchsten Geldstrafen. Die Liste entstand in Zusammenarbeit mit Óscar Maganto Torres von der Statistik-Webseite fe-stats.com.

Platz 10: Sebastien Buemi (16.650 Euro)

Trotz dass er seit Saison 1 dabei ist, belegt Sebastien Buemi mit 16.650 Euro nur Platz 10 in dieser Liste. Saison 7 war dabei mit 3.500 Euro seine Top-Saison. Die teuersten Strafen hat er jedoch nicht selbst zu verantworten, sondern betrafen lediglich sein Auto: Je 2.500 Euro wurden wegen eines Parc-Ferme-Verstoßes in Putrajaya (Saison 2), einem zu leichten Feuerlöscher in Marrakesch (Saison 3) und einem Bruch der nächtlichen Sperrstunde in London (Saison 11) fällig.

Platz 9: Nyck de Vries (17.700 Euro)

Auf Platz 9 findet sich mit 17.700 Euro Geldstrafen der Weltmeister von Saison 7 wieder: Insgesamt 10.700 Euro Geldstrafen kassierte Nyck de Vries in Saison 6. 5.000 Euro wurden dort alleine dafür fällig, dass der Niederländer sein abgestelltes Auto während des Rennens verließ, ohne zuvor die Erlaubnis des Renndirektors erhalten zu haben.

Platz 8: Pascal Wehrlein (18.500 Euro)

Pascal Wehrlein liegt auf Platz 8 mit insgesamt 18.500 Euro an Geldstrafen. Am teuersten wurden für ihn die Saisons 10 und 11 mit je 5.000 Euro. Das ist gleichzeitig die höchste seiner Geldstrafen - obgleich der Deutsche auch hier nichts dafür konnte: Beim Mexiko City E-Prix in Saison 11 sprachen die Rennkommissare diese Strafe aus, da an Wehrleins Porsche die automatische Abschaltung des Antriebsstrang bei seinem Überschlag in Sao Paulo nicht ausgelöst hatte - ein Software-Fehler des Herstellers.

Platz 7: Mitch Evans (18.600 Euro)

Mit 18.600 Euro liegt Mitch Evans nur 100 Euro vor Wehrlein. Der Neuseeländer kam in Saison 9 ebenfalls auf 5.000 Euro Geldstrafen. Die jeweils höchsten Geldstrafen mit 2.500 Euro wurden in Saison 9 in Berlin fällig, als Evans nach dem Rennen mit seinem Auto nicht zum Podium fuhr, wo die drei erstplatzierten Fahrer ihre Fahrzeuge abstellen sollten. Dieselbe Strafe gab es für Reifendruck-Verstöße in den Freien Trainings in Rom (Saison 9) und Berlin (Saison 11).

Platz 6: Max Günther (23.500 Euro)

Max Günther belegt mit 23.500 Euro Platz 6 in dieser Liste. Alleine in Saison 11 erhielt er 8.000 Euro an Geldstrafen. Die jeweils höchsten Geldstrafen mit 2.500 Euro gab es - genau wie für Evans - in Saison 9 in Berlin, als auch Günther nach dem Rennen mit seinem Auto nicht zum Podium fuhr. Identische Strafen gab es für drei Reifendruck-Verstöße in den Freien Trainings in Jakarta (Saison 11) sowie in Berlin (Saison 11 und 12).

Platz 5: Antonio Felix da Costa (26.450 Euro)

Kommen wir zu den Top 5: Antonio Felix da Costa macht den Anfang mit 26.450 Euro. Die teuerste Saison für den Portugiesen liegt jedoch schon ein wenig zurück: 10.500 Euro an Strafen sammelte er in Saison 4, darunter auch eine 10.000-Euro-Strafe für eine Unsafe Release im Qualifying. Der damalige Andretti-Pilot fuhr aus der Box und rammte Jose-Maria Lopez, der bereits in der Boxengasse unterwegs war.

Platz 4: Lucas di Grassi (27.750 Euro)

Auf dem vierten Platz liegt der Fahrer mit den meisten Starts in der Formel E: Lucas di Grassi hat in seinen 12 Saisons insgesamt 27.750 Euro an Geldstrafen gesammelt. Die teuerste Saison für ihn war Saison 4, obwohl er nur eine einzige Geldstrafe erhielt: 10.000 Euro kostete es, dass der Brasilianer beim Punta del Este E-Prix die falsche Unterwäsche trug. Diese war von der FIA nicht als feuerfeste Unterwäsche zugelassen. Di Grassi erklärte uns später, dass beim Anschnallen nach dem Fahrzeugwechsel, den es in den Rennen der Gen1-Ära gab, teilweise empfindliche Körperteile der Fahrer eingequetscht wurden, was er so verhindern wollte.

Platz 3: Andre Lotterer (31.600 Euro)

Ein wenig überraschend ist, dass es Andre Lotterer aufs Podium schafft: Der Deutsche sammelte in seiner Laufbahn ganze 31.600 Euro an Geldstrafen. Besonders Saison 4 war mit insgesamt 23.500 Euro rekordverdächtig - kein Fahrer hat in einer Saison mehr erhalten. Besonders teuer war der Santiago E-Prix in dieser Saison: 15.000 Euro wurden fällig, weil sein Team eine Modifikation an den Sicherheitsgurten vorgenommen hatte, um diese beim Fahrerwechsel schneller schließen zu können. Lotterer und Techeetah war das relativ egal: Das Team fuhr den ersten Doppelsieg in der Formel-E-Geschichte ein.

Platz 2: Jerome d'Ambrosio (33.500 Euro)

Techeetah war jedoch nicht das einzige Team, das in Saison 4 in Santiago mit einer Modifikation der Sicherheitsgurte erwischt wurde: Auch beim Dragon von Jerome d'Ambrosio fanden sich diese Anpassungen. Die 15.000 Euro Strafe trugen auch beim Belgier dazu bei, dass Saison 4 mit insgesamt 16.000 Euro die teuerste Formel-E-Saison seiner Karriere wurde. Insgesamt summierten sich die elf Geldstrafen in seiner Zeit als Formel-E-Fahrer auf stolze 33.500 Euro.

Platz 1: Jean-Eric Vergne (51.450 Euro)

Mit deutlichem Vorsprung auf Platz 1 liegt Jean-Eric Vergne - 25 Geldstrafen über insgesamt 51.450 Euro sammelte der Franzose bislang. Auch bei ihm ragt Saison 4 mit insgesamt 21.000 Euro hervor. Genau wie Lotterer und d'Ambrosio wurden beim Santiago E-Prix in dieser Saison 15.000 Euro fällig, weil das Team die Sicherheitsgurte mit Kabelbindern modifiziert hatte, um einen Vorteil beim Fahrzeugwechsel zu erhalten.

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