Formel E

"Frontflügel direkt unter mein Auto gerutscht" - Max Günther erklärt Unfall bei Formel-E-Heimspiel in Berlin

Timo Pape

Timo Pape

Max-Günther-Berlin-2024

Über weite Strecken sah es so aus, als könnte Maximilian Günther bei seinem Formel-E-Heimrennen in Berlin um die vorderen Plätze kämpfen. Dann rutschte der Deutsche jedoch in die Mauer und musste aufgeben. Nach dem Rennen erklärte er uns, was passiert ist.

In Runde 29 krachte es für Max Günther: Nach der ersten langgezogenen Linkskurve zog er nach rechts und kollidierte dabei mit dem etwas hinter ihm fahrenden Jake Hughes (McLaren). Daraufhin rutschte er mit seinem Maserati gegen die Mauer und beschädigte seine Frontpartie - das vorzeitige Aus für den Lokalmatador.

"Ich war auf der Innenseite, und nach meinem Empfinden kam er einfach weit nach links am Kurvenausgang", erklärt Günther gegenüber e-Formel.de. "Ich weiß nicht, ob er jemandem ausweichen musste. Er hat mir jedenfalls keine Möglichkeit gegeben zu reagieren. Es war kein großer Kontakt, aber ausreichend, um den Flügel zu brechen."

"Dann ist der Frontflügel direkt unter mein Auto gerutscht, und das Thema war durch", erinnert sich Günther. "Ich hatte keine Lenkung mehr und bin in die Mauer gekracht. Dafür war der Einschlag eigentlich relativ hart, aber mir geht es gut."

Mit seiner Pace war der Maserati-Pilot durchaus zufrieden - und ist entsprechend enttäuscht über den Ausfall: "Das ist natürlich ultra-schade, und ich bin nicht glücklich mit dem Rennen. Aber manchmal ist es halt so. Ich glaube, wir hatten eine gute Pace - in allen Sessions. Und wir haben ganz gute Ideen, wie wir für morgen noch mal eine Schippe drauflegen können. Ich freue mich drauf."

Fehlkalkulation & Crash für Daruvala

Für Aufsehen sorgte auch Günthers Teamkollege Jehan Daruvala. Der Inder war von ganz hinten gestartet und hatte zunächst zusätzlich noch eine Strafe absitzen müssen. Durch die Safety-Car-Phasen fand er jedoch wieder den Anschluss und fuhr zwischenzeitlich sogar auf dem sechsten Platz - direkt hinter der Führungsgruppe.

Für die Fans hatte es den Anschein, als könnte der Formel-E-Rookie womöglich sogar um das Podium kämpfen. "Das habe ich auch mal in einem Moment gedacht, aber wir hatten ein kleines Problem mit dem Rundenzähler", gesteht Daruvala bei e-Formel.de. "Das war auch der Grund, warum ich (mit erhöhtem Energieverbrauch) so weit nach vorn gekommen bin. Trotzdem hätten wir vielleicht in den Top 6 landen können."

Dazu sollte es jedoch nicht kommen, denn in Runde 41 von 46 krachte Daruvala ins Heck von Mahindra-Fahrer Edo Mortara und kam mit größerem Schaden letztlich nur als 17. ins Ziel. "Das Ende des Rennens war natürlich frustrierend - das war mein Fehler. Ich habe versucht, einem Auto vor mir auszuweichen und in die Lücke zu fahren, aber die Fahrer vor mir waren sehr langsam. Als ich dann auf die Bremse trat, war ich nur noch Passagier und konnte nichts mehr machen."

Bereits am Sonntag haben die beiden Maserati-Fahrer erneut die Chance auf ein gutes Ergebnis. Rennstart in Tempelhof ist dann abermals um 15 Uhr.

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