Formel E

Frust bei Nissan: Nato & Fenestraz erklären Formel-E-Crashes, die in Sao Paulo zu Ausfällen führten

Timo Pape

Timo Pape

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Für Nissan endete der erste Sao Paulo E-Prix der Formel E unverhofft früh. Sowohl Norman Nato als auch Sacha Fenestraz wurden am Samstag bereits in der Anfangsphase in Unfälle verwickelt, die ihre Rennen beendeten. Enttäuscht blicken beide Fahrer auf die Situationen zurück und beschreiben, wie es dazu kam.

Das Rennwochenende in Brasilien begann äußerst vielversprechend für das Nissan-Werksteam, das nach einem schwierigen Saisonstart zuletzt den Anschluss an die erweiterte Spitzengruppe der Formel E herstellen konnte. Sacha Fenestraz war im 1. Freien Training am Freitag der Zweitschnellste, Norman Nato kam im zweiten Training auf Rang 3.

Im Qualifying ließen beide jedoch erste Federn. Fenestraz konnte seine starke Quali-Pace der vergangenen Rennen nicht wiederholen und startete nur als 15. Nato scheiterte um zwei Hundertstelsekunden denkbar knapp in der Gruppenphase, landete aber immerhin auf dem achten Startplatz.

Nato: "Leider kam es zu einer Berührung"

Sein Rennen sollte jedoch nicht lang dauern. "Mit P8 stand ich auf der schmutzigen Seite der Startaufstellung, erwischte also keinen guten Start und war sofort in einen engen Kampf verwickelt", erinnert sich Nato. "Als ich in Kurve 3 einbog, musste der Fahrer vor mir (Jake Hughes) stark bremsen, um einen Kontakt zu vermeiden, und ich konnte nicht mehr ausweichen."

"Ich versuchte, ihn zu überholen, aber es war zu spät", erklärt der Franzose, der über das Hinterrad des McLaren-Kundenautos spektakulär aufstieg. "Leider kam es zu einer Berührung, die mein Rennen beendete."

"Ich habe mich das ganze Wochenende über gut im Auto gefühlt, wir waren im Training schnell und wirklich nah dran, in die Duelle zu kommen", zieht Nato trotz der Enttäuschung ein positives Fazit. "Es war nicht der Tag, den wir erwartet hatten, aber wir machen Fortschritte und werden versuchen, uns in Berlin zu verbessern und nach dieser kurzen Pause gute Punkte zu holen." In Tempelhof hat Nato immerhin bereits einmal für Venturi gewonnen…

Fenestraz erleidet Schäden an Querlenker & Kühler

Für Teamkollege Sacha Fenestraz dauerte der Sao Paulo E-Prix nur geringfügig länger: In Runde 7 versuchte der Franco-Argentinier als 18. nach eigenen Angaben, einem Zwischenfall vor ihm auszuweichen. Dabei berührte er die Mauer und musste seinen Nissan anschließend mit gebrochener Radaufhängung hinten links am Streckenrand von Kurve 6 abstellen. Im TV-Bild war lediglich zu sehen, dass sich Fenestraz beim Einlenken in die Schikane ohne Fremdeinwirkung drehte.

"Ich war gerade dabei, mich im Rennen zurechtzufinden, als ich in den Kurven 4 und 5 auf die Bremse ging, um einem Zwischenfall vor mir auszuweichen", erinnert sich Fenestraz. "Dabei blockierte das Heck, und ich berührte die Mauer. Durch den Kontakt wurden der Querlenker und der Kühler beschädigt, und unser Tag war beendet." Unserer Einschätzung nach sah die Situation nach einem Fahrfehler Fenestraz' aus.

"Es war sehr unglücklich für das ganze Team, dass sowohl ich als auch Norman früh ausgeschieden sind. Das ist sehr schade, denn nach unseren starken Leistungen in den letzten Rennen hatten wir uns mehr erhofft", so Fenestraz. "Wir wissen, dass es in dieser Meisterschaft Höhen und Tiefen geben wird, und genau das ist hier passiert. Es war ein schwieriges Wochenende, aber es gibt dennoch Positives, auf dem wir aufbauen können."

Volpe "frustriert über das Ergebnis an diesem Wochenende"

Tommaso Volpe, Geschäftsführer und Teamchef des Nissan-Werksteams, kann seine Enttäuschung kaum verbergen: "Wir sind frustriert über das Ergebnis an diesem Wochenende, da wir wohl ein starkes Rennen hätten fahren können. Unsere Pace sah im Training gut aus. Leider haben wir die Duelle im Qualifying in einer wirklich engen Session verpasst, bevor die Zwischenfälle und die anschließenden Ausfälle von Norman und Sacha dazu führten, dass unser Tag früh beendet war."

"Es gab viel Positives in dieser Saison, aber dieses Rennen hat auch einige unserer Schwächen aufgezeigt, sodass klar ist, worauf wir uns konzentrieren müssen", sagt Volpe. "Unser Ziel ist es nach wie vor, konkurrenzfähig zu sein und an der Spitze mitzufahren. Wir werden versuchen, uns im nächsten Monat davon zu erholen." Der Berlin E-Prix findet am 22. und 23. April auf dem ehemaligen Flughafen in Tempelhof statt.

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